Werndorf

Werndorf
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Graz-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: GU
Fläche: 6,24 km²
Koordinaten: 46° 55′ N, 15° 29′ O
Höhe: 309 m ü. A.
Einwohner: 2.956 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 474 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8402
Vorwahl: 03135
Gemeindekennziffer: 6 06 55
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Bundesstraße 135
8402 Werndorf
Website: www.werndorf.gv.at
Politik
Bürgermeister: Alexander Ernst (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(15 Mitglieder)
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Werndorf im Bezirk Graz-Umgebung
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Das Fernheizkraftwerk ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Werndorf
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Werndorf ist eine österreichische Gemeinde südlich von Graz mit 2956 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) in der Steiermark im Bezirk Graz-Umgebung.

Geografie

Geografische Lage

Werndorf liegt circa 15 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Graz im Grazer Becken. Die Gemeinde liegt an der Mur.

Gemeindegliederung

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden und Ortschaften außer Werndorf, die Gemeindefläche beträgt 6,24 km². Ortsteile sind:

Bahnsiedlung, Himmelreich, Nordsiedlung, Sensenwerk, Siedlungen und Westsiedlung.

Nachbargemeinden

Kalsdorf bei Graz
Wundschuh Fernitz-Mellach
Wildon

Geschichte

1144 wurde Werndorf erstmals als Schenkung an das Stift Rein unter dem Namen „Zuwerendorf“ urkundlich erwähnt. Der Name geht auf den althochdeutschen Personennamen Wero/Waro zurück.[1] Das Stift Rein war bis zur Aufhebung der Grundherrschaften 1848 größter Grundherr am Ort. Die Ortsgemeinden als autonome Körperschaften entstanden 1850. Werndorf kam als Steuergemeinde zur Gemeinde Kalsdorf.

1914 beschloss der Steiermärkische Landtag aufgrund häufiger Streitigkeiten die Abtrennung der Ortschaft Werndorf von der Gemeinde Kalsdorf, die aber erst am 18. Jänner 1917 umgesetzt wurde. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung

Werndorf: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2024
Jahr  Einwohner
1869
  
336
1880
  
356
1890
  
340
1900
  
357
1910
  
381
1923
  
556
1934
  
598
1939
  
624
1951
  
738
1961
  
1.021
1971
  
1.446
1981
  
1.555
1991
  
1.632
2001
  
2.007
2011
  
2.189
2021
  
2.559
2024
  
2.848
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Das Fahrradmuseum Neumühle befindet sich im Nebengebäude einer alten Mühle und ist in Privatbesitz. Es beherbergt alles „rund ums Fahrrad“ vom Hochrad über das Niederrad bis zum Sportrad als Ausstellungsstücke und auf (alten) Fotos.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Pyhrn Autobahn A 9 tangiert das Gemeindegebiet und ist über die Anschlussstellen Wundschuh (exit 197) und Wildon (exit 202) zu erreichen. Die Grazer Straße B 67 von Graz nach Leibnitz verläuft direkt durch die Gemeinde.

Werndorf besitzt ein Güterverkehrsterminal für den Kombinierten Verkehr an der Südbahn und einen eigenen Bahnhof. Hier verkehren größtenteils im Stundentakt, in der Hauptverkehrszeit auch in kürzeren Intervallen, S-Bahn-Züge nach Graz und Spielfeld-Straß. Die Busverbindungen von Graz nach Leibnitz verkehren ebenfalls über Werndorf.

Der Flughafen Graz ist etwa acht Kilometer entfernt.

Ansässige Unternehmen

  • Die Isovolta wurde 1949 in Werndorf gegründet. Heute befindet sich ein Teil der Fertigung in der Gemeinde.
  • Die belgische Firma Allnex produziert in Werndorf Kunstharze.

Politik

BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1997–2023 Willibald Rohrer (SPÖ) (26 Jahre)
  • seit 2023 Alexander Ernst (SPÖ)[7]

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Oktober 1983.

Die Blasonierung lautet:

„In Grün auf einer silbernen Krone ein achteckiges silbernes Schirmbrett, darin wachsend ein schwarzer Panther.“[8]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

Commons: Werndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Fritz Frhr. Lochner von Hüttenbach: Zum Namengut des Frühmittelalters in der Steiermark (= Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark. Band 99). Böhlau Verlag, Wien 2008, S. 50 (historischerverein-stmk.at [PDF; 16,9 MB]).
  2. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Werndorf. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 2. November 2025.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Werndorf. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 2. November 2025.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Werndorf. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 2. November 2025.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Werndorf. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 2. November 2025.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Werndorf. Land Steiermark, 23. März 2025, abgerufen am 2. November 2025.
  7. Ernst folgt auf Rohrer: Schlüsselübergabe im Gemeindevorstand Werndorf. In: meinbezirk.at. 13. Juli 2023, abgerufen am 14. Juli 2023.
  8. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 34, 1984, S. 36