Kumberg

Marktgemeinde
Kumberg
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Graz-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: GU
Fläche: 29,28 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 15° 32′ O
Höhe: 526 m ü. A.
Einwohner: 3.947 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 135 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8062
Vorwahl: 03132
Gemeindekennziffer: 6 06 26
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Am Platz 8
8062 Kumberg
Website: www.kumberg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Gruber (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(21 Mitglieder)
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Kumberg im Bezirk Graz-Umgebung
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Kumberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kumberg ist eine Marktgemeinde mit 3947 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) nordöstlich von Graz im Bezirk Graz-Umgebung im österreichischen Bundesland Steiermark.

Geographie

Geographische Lage

Kumberg liegt etwa 15 km nordöstlich der Landeshauptstadt Graz im Oststeirischen Hügelland am Rabnitzbach, einem Nebenfluss der Raab.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):

  • Gschwendt (1019) samt Albersdorf, Birleiten, Frindorf, Gstauda, Jassing und Pircha
  • Hofstätten (391) samt Grubberg, Hirtenfeldberg, Meierhöfen, Not und Würzelberg
  • Kumberg (1775) samt Hermsdorf, Kainberg und Meierhöfen
  • Rabnitz (762) samt Eidexberg, Faßlberg, Forst und Wollsdorf

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Gschwendt, Hofstätten, Kumberg und Rabnitz.

Nachbargemeinden

Gutenberg-Stenzengreith Gutenberg-Stenzengreith Mortantsch
Sankt Radegund bei Graz Mitterdorf an der Raab
Weinitzen Eggersdorf bei Graz Eggersdorf bei Graz

Geschichte

Der Name des Ortes erinnert an seinen Gründer Kuno I. von Rott, Pfalzgrafen von Bayern (1055 – ca. 1086).[2] Kumberg wurde erstmals 1142 urkundlich erwähnt und ist seit dem Jahr 1964 Marktgemeinde. Etwa seit 1980 begann ein starker Zuzug in das Gemeindegebiet wie er für die Gemeinden des Grazer Umlandes typisch ist.

Bevölkerungsentwicklung

Kumberg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
  
1.770
1880
  
1.829
1890
  
1.871
1900
  
1.971
1910
  
1.939
1923
  
1.944
1934
  
2.014
1939
  
1.956
1951
  
1.999
1961
  
2.054
1971
  
2.273
1981
  
2.373
1991
  
2.716
2001
  
3.067
2011
  
3.594
2021
  
3.900
2025
  
3.947
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Kainberg: Das Renaissanceschloss aus dem 16. Jahrhundert hat einen sehenswerten Arkadenhof. Da es sich in Privatbesitz befindet, ist es nur schwer zugänglich.
  • Katholische Pfarrkirche Kumberg hl. Stephanus: Der Kirchenneubau aus 1700 wurde 1777 zur Pfarrkirche erhoben. An der Außenseite befindet sich ein Römerstein aus dem 2. Jahrhundert.
  • Friedwald: Im Jahr 2012 wurde im Gemeindegebiet von Kumberg Österreichs erster Friedwald eröffnet. Dieser befindet sich in einem Waldgrundstück am südöstlichen Ausläufer des Schöckls. Der Friedwald steht allen Konfessionen offen. Neben einem Schild an dem betreffenden Baum wurde auch ein zentraler Andachtsplatz eingerichtet.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Weizer Straße (B 72) von Graz nach Weiz verläuft durch das Gemeindegebiet. Die Gleisdorfer Straße (B 65) ist ca. 10 km entfernt.

Die nächstliegenden Autobahnen Süd Autobahn (A2) und Pyhrn Autobahn (A9) haben Anschlüsse in durchwegs mehr als 15 km Entfernung (Luftlinie).

Im Gemeindegebiet gibt es keinen Bahnhof. Der Hauptbahnhof Graz ist ca. 18 km, der Weizer Bahnhof ca. 15 km entfernt. Am 1. Mai 2023 ging an der B 72 gegenüber dem Beginn der L319 Radegunderstraße der Busbahnhof Faßlberg in Betrieb.[4] Hier halten die Regionalbusse der Linien 200 und X20, 201, 240, 250, 260 des Verkehrsverbunds Steiermark.[5]

Die Entfernung zum Flughafen Graz beträgt ca. 30 km.

well welt Kumberg

Die well welt Kumberg ist ein 1979 eröffnetes Freizeitzentrum mit 1,6 Hektar großem Badesee und angeschlossenem Campdorf sowie Gastronomiebetrieb und Freizeiteinrichtungen wie einem Beachvolleyballplatz oder einer Minigolfanlage. In Verbindung mit der well welt stehen weiters eine Bogenschießanlage und das Fußballstadion des SV well welt Kumberg.

Politik

BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister

  • seit 2000 Franz Gruber (ÖVP)

Wappen

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

  • 1979: Franz Wegart (1918–2009), Landeshauptmann-Stellvertreter

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit Kumberg verbundene Persönlichkeiten

Commons: Kumberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Fritz Posch: Die Besiedlung und Entstehung des Landes Steiermark. In: Gerhard Pferschy (Hrsg.): Das Werden der Steiermark. Die Zeit der Traungauer. Festschrift zur 800. Wiederkehr der Erhebung zum Herzogtum. Verlag Styria, Graz u. a. 1980, ISBN 3-222-11281-9 (= Veröffentlichungen des Steiermärkischen Landesarchives 10), S. 23–62.
  3. Letzte Ruhe unterm Baum im Wald. Kleine Zeitung, 25. August 2012, archiviert vom Original am 20. Oktober 2014;.:
  4. Spatenstich beim Busbahnhof Faßlberg : Großprojekt soll im November fertiggestellt sein. In: infrastruktur.steiermark.at. Land Steiermark, 30. Januar 2022, abgerufen am 18. November 2025. – Spatenstich am 30. Jänner 2025.
  5. Der Busbahnhof Faßlberg – Vieles neu, vieles besser! In: eggersdorf-graz.gv.at. Verkehrsverbund Steiermark GmbH, 22. April 2023, abgerufen am 18. November 2025. – Einweihung am 22. April 2023.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Kumberg. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 26. Januar 2025.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Kumberg. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 26. Januar 2025.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Kumberg. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 26. Januar 2025.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Kumberg. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 26. Januar 2025.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Kumberg. Land Steiermark, 23. März 2025, abgerufen am 20. Oktober 2025.
  11. Conrad, Siegmund Edler (1854), Freiherr (1870) von Eybesfeld Dr. iur. In: www.parlament.gv.at. Abgerufen am 17. November 2021.