Weihersmühle (Zapfendorf)

Weihersmühle
Koordinaten: 50° 2′ N, 10° 57′ O
Höhe: 261 m
Einwohner: (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 96199
Vorwahl: 09547
Weihersmühle

Weihersmühle (fränkisch: Waiaschmühl[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Zapfendorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Weihersmühle liegt in der Gemarkung Unterleiterbach.[4]

Geografie

Die Einöde liegt an Leiterbach, einem linken Zufluss des Mains. Im Süden wie im Norden steigt das Gelände um mehr als 50 Höhenmeter an. Unmittelbar westlich des Ortes verläuft eine Hochspannungsleitung. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberleiterbach (1,4 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2197 (0,5 km nordwestlich), die in Nord-Süd-Richtung entlang des Mains verläuft.[5]

Geschichte

Der Ort wurde 1501 als „Hof der Zollner“ erstmals schriftlich erwähnt.[6]

Weihersmühle gehörte zur Realgemeinde Unterleiterbach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Weihersmühle aus einem Anwesen. Das Hochgericht übten die Grafen von Brockdorff zu Schney und Unterleiterbach im begrenzten Umfang aus, sie hatten ggf. an das bambergische Centamt Zapfendorf auszuliefern. Die Brockdorffer waren auch die Grundherren der Mühle.[7]

Im Jahre 1802 kam Weihersmühle an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weihersmühle dem 1810 gebildeten Steuerdistrikt Oberleiterbach und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Unterleiterbach zugewiesen.[8] Am 1. Januar 1978 wurde Weihersmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Zapfendorf eingemeindet.[9]

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 1: Zweigeschossiger Walmdachbau[10]

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 9 10 6 8 10 5 13 6 7 4
Häuser[11] 1 1 1 1 1 1 1
Quelle [8] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [1]

Religion

Weihersmühle ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Verkündigung (Ebensfeld) gepfarrt.[7][18]

Literatur

Commons: Weihersmühle (Zapfendorf) – Sammlung von Bildern

Fußnoten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 292 (Digitalisat).
  2. D. Fastnacht: Staffelstein, S. 402. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: wâi̯ɐšmǖl.
  3. Markt Zapfendorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  4. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  5. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  6. D. Fastnacht: Staffelstein, S. 402f.
  7. a b H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 108.
  8. a b H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 165.
  9. Zapfendorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  10. Denkmalliste für Zapfendorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  11. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  12. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 947, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1121, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1066 (Digitalisat).
  15. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1120 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1156 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1002 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 736 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).