Wasserburg Lustadt
| Wasserburg Lustadt | ||
|---|---|---|
| Staat | Deutschland | |
| Ort | Lustadt | |
| Entstehungszeit | 14. Jahrhundert | |
| Burgentyp | Wasserburg | |
| Erhaltungszustand | abgegangen | |
| Ständische Stellung | Ortsadel | |
| Geographische Lage | 49° 15′ N, 8° 16′ O | |
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Die Wasserburg Lustadt ist eine abgegangene Wasserburg in Lustadt im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz.
Beschreibung und Geschichte
Die Wasserburg in Niederungslage befand sich auf dem heutigen Gelände der Turn- bzw. Sängerhalle im Ortsteil Oberlustadt. Die Flurnamen unmittelbar bei der Burg lauten Burggraben und Burgwiesen. Hinter dem Gelände verläuft die Burgstraße. Neben dem Gelände fließt der Hofgraben. Teilweise wird die Ansicht vertreten, dass es sich bei der Anlage nicht um eine Burg i. S. d. Burgenforschung, sondern um ein mit einem Wassergraben befestigtes Festes Haus handelte.[1]
Im 14. Jahrhundert wurde die Burg von den Herren von Lustadt erbaut. Sie verfügte wohl über eine Art von Vorburg. 1397 ist ein Heinrich von Lustat als Burgherr belegt. Das Geschlecht war zu diesem Zeitpunkt Lehnsnehmer der Marktgrafen von Baden und blieb es wohl auch im folgenden Jahrhundert. Zwischenzeitlich sind auch die Herren von Zeiskam als Burgherren belegt.
Im 15. Jahrhundert ist die Burg abgegangen. Ob sie zerstört oder aufgegeben wurde, ist unklar. Es kann angenommen werden, dass sie im Rahmen der Mainzer Stiftsfehde, im Wesentlichen eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Karl I. von Baden und Friedrich I. von der Pfalz, als militärisches Ziel zerstört wurde.
Die Burgkapelle wurde 1808 abgebrochen. Zugunsten einer Sportanlage wurde das Burggelände 1946 endgültig eingeebnet.
Weblinks
- Wasserburg Lustadt in der privaten Datenbank Alle Burgen.
- Wasserburg Lustadt in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts
Einzelnachweise
- ↑ Fr. Heckel: Die Herren von Lustadt und Ihre Bedeutung. In: Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.): Pfälzer Heimat. Jg. 4, Heft 1. Speyer 1953, S. 12–16, hier: S. 14.