Wampen (Thiersheim)

Wampen
Koordinaten: 50° 4′ N, 12° 6′ O
Höhe: 582 m ü. NHN
Einwohner: 71 (1. Okt. 2014)[1]
Postleitzahl: 95707
Vorwahl: 09233

Wampen ist ein Gemeindeteil des Marktes Thiersheim im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Wampen liegt in der Gemarkung Grafenreuth.[3]

Geographie

Das Dorf liegt auf freier Flur auf der Selb-Wunsiedler Hochfläche. Im Osten erhebt sich der Wartberg (630 m ü. NHN). Im Westen fließt der Leimatbach vorbei. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Putzenmühle (0,8 km südlich) bzw. nach Thiersheim zur Staatsstraße 2180 (2 km nordwestlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt die Bundesautobahn 93 überbrückend ebenfalls zur St 2180 bei einem Autohof in der nähe der Anschlussstelle 11 (1,7 km nordwestlich).[4]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahre 1427 als „zu der Wampen“ erstmals urkundlich erwähnt.[5] Laut dem Landbuch der Sechsämter (1499) bestand der Ort aus sechs Höfen. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Amt Thierstein aus. 1787 bestand Wampen aus zwölf Frohnhöfen, zwei Tropfhäusern und einem Hirtenhaus. Der Zehnt ging an die Pfarrei Redwitz und die Steuer an die Stiftsverwaltung der Universität Erlangen.[6]

Von 1797 bis 1810 unterstand Wampen dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde Wampen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Grafenreuth[8] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Grafenreuth zugewiesen.[6] Am 1. Januar 1978 wurde Wampen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Thiersheim eingemeindet.[9]

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002014
Einwohner  *84  *110  *102  *114  *101  *93  *148  *131 71 75 71
Häuser[10]  *21  *21  *20  *24  *24 20
Quelle [8] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [1]
* 
inklusive Putzenmühle

Religion

Wampen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Bartholomäus (Redwitz) gepfarrt,[11] seit den 1870ern ist die Pfarrei St. Ägidius (Thiersheim) zuständig.[17]

Literatur

Fußnoten

  1. a b Gemeindeinformationen auf der Webseite des Marktes Thiersheim (Memento des Originals vom 7. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.thiersheim.de
  2. Markt Thiersheim, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 10. November 2025.
  3. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. November 2025.
  4. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  5. D. Herrmann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 726.
  6. a b Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 214.
  7. Addreßhandbuch für die Fränkischen Fürstenthümer Ansbach und Bayreuth. Verlag der beiden Waisenhäuser, Ansbach und Bayreuth 1801, OCLC 869860275, S. 288 (Digitalisat).
  8. a b A. H. Hoenig (Hrsg.): Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden. Bayreuth 1820, OCLC 165644543, S. 133 (Digitalisat).
  9. Thiersheim > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 10. November 2025.
  10. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  11. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 962, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1136, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1076 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1137 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1174 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1005 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 739 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 165 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 321 (Digitalisat).