Wagmüllerstraße
| Wagmüllerstraße | |
|---|---|
| Straße in München | |
| Wagmüllerstraße, in der Mitte Nr. 20 | |
| Basisdaten | |
| Landeshauptstadt | München |
| Stadtbezirk | Altstadt-Lehel |
| Name erhalten | 1897,[1] |
| Anschlussstraßen | Triftstraße, Lerchenfeldstraße |
| Querstraßen | Liebigstraße, Unsöldstraße, Prinzregentenstraße |
| Nummernsystem | Orientierungsnummerierung |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr |
| Technische Daten | |
| Straßenlänge | ca. 210 m |
Die Wagmüllerstraße ist eine Innerortsstraße im Stadtbezirk Altstadt-Lehel (Nr. 1) von München.
Lage
Die Straße liegt im Lehel, einem ehemaligen von vielen Bächen durchzogenem Auwaldgebiet. Sie folgt dem aufgelassenen und zugeschütteten zum königlichen Holzgarten führenden Triftkanal.[2]
Die Straße setzt ab der Liebigstraße die Triftstraße nach Norden fort und folgt dabei dem Lauf des zu Anfang der 1880er Jahre zugeschütteten Triftkanals. Der Kanal führte vom Abrechen oder Abrecher in der Isar zum Holzgarten, um die auf der Isar geschwemmten Hölzer zu ihrem Lagerplatz zu verbringen, was durch den Eisenbahnbau entbehrlich wurde. Der Holzgarten lag östlich der Wagmüllerstraße auf dem Gelände, das später mit dem Bayerischen Nationalmuseum und dem Gebäude des Luftgaukommandos VII (jetzt Staatsministerium für Wirtschaft) überbaut wurde. Die Straße bildet das Scharnier zwischen mehreren Bauensembles (Platzfolge Lehel: Thierschplatz – Forum Maximilianstraße – Mariannenplatz; Prinzregentenstraße; St.-Anna-Platz).
Öffentlicher Personennahverkehr
Die Wagmüllerstraße wird auf ihrer ganzen Länge durch die von der Rumfordstraße über die Thierschstraße und die Triftstraße kommende Trambahnlinie 16 durchfahren (Haltestelle Nationalmuseum/Haus der Kunst an der Prinzregentenstraße), die Fortsetzung nach Norden in der Lerchenfeldstraße am Ostrand des Englischen Gartens entlang. Auf der Prinzregentenstraße kreuzt die Stadtbuslinie 100 (Museumslinie).
Namensgeber
Die Straße ist nach dem Bildhauer Michael Wagmüller (1839–1881) benannt, der u. a. verschiedene Plastiken für Schloss Linderhof und den Ludwigsbrunnen in Ingolstadt schuf.
Gebäude unter Denkmalschutz
- Nr. 18: Mietshaus, deutsche Renaissance, reich gegliedert, 1898 von Georg Guinin für Baumeister Georg Hainthaler (Denkmalliste D-1-62-000-7297), jetzt Landesbeauftragter für den Datenschutz.
- Nr. 20: Mietshaus, neubarock, reich gegliederte Fassade mit plastischem Dekor (Büsten, Masken), wohl 1897, von Emanuel von Seidl (Denkmalliste D-1-62-000-7298), jetzt Zentralverwaltung der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern.
Weitere Gebäude
- Nr. 14: Dienstgebäude des Landesamts für Finanzen
- Nr. 19: früher Hofgarten-Kino; später bis 2018 Sparkassenfiliale, nun Bäckereifiliale
Trivia
An der Kreuzung Trift-/Liebig-/Wagmüllerstraße steht seit 6. Februar 2025 eine Pumuckl-Ampel.[3]
Literatur
- Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 327.
- Heinrich Habel/Klaus Merten/Michael Petzet/Siegfried von Quast: Münchener Fassaden. Bürgerhäuser des Historismus und des Jugendstils. Prestel-Verlag München 1974, ISBN 3-7913-0048-2, S. 322 und Abb. 355 und 356
Einzelnachweise
- ↑ Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 327
- ↑ Christine Rädlinger: Geschichte der Münchner Stadtbäche, Franz Schiermeier Verlag München 2004, ISBN 978-3-9809147-2-7, S. 191, 157, 194
- ↑ https://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/aktuell/pumuckl-ampel-lehel-brunnen-luitpoldpark
Weblinks
- Wagmüllerstraße im München Wiki
- Die Wagmüllerstraße auf der Website von Stadtgeschichte München
Koordinaten: 48° 8′ 32″ N, 11° 35′ 19″ O