Triftstraße (München)
| Triftstraße | |
|---|---|
| Straße in München | |
| Triftstraße 5 | |
| Basisdaten | |
| Landeshauptstadt | München |
| Stadtbezirk | Altstadt-Lehel |
| Angelegt | nach Auffüllung des Triftkanals 1881 |
| Hist. Namen | Triftgang |
| Name erhalten | 1876/77, amtlich eingeführt 1881[1], nach Dollinger um 1880 |
| Anschlussstraßen | Thierschstraße, Wagmüllerstraße |
| Querstraßen | Tattenbachstraße, Gewürzmühlstraße, Robert-Koch-Straße, Liebigstraße |
| Plätze | Thierschplatz, St.-Anna-Platz |
| Nummernsystem | Orientierungsnummerierung |
| U-Bahnhof | Lehel |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr |
| Technische Daten | |
| Straßenlänge | ca. 140 m |
Die Triftstraße ist eine Innerortsstraße im Stadtbezirk Altstadt-Lehel (Nr. 1) von München.
Verlauf
Die Straße verläuft vom Thierschplatz in Verlängerung der Thierschstraße nach Norden und folgt dabei dem Lauf des zu Anfang der 1880er Jahre zugeschütteten Triftkanals, der vom Abrechen oder Abrecher in der Isar zum Holzgarten führte, um die auf der Isar geschwemmten Hölzer zu ihrem Lagerplatz zu verbringen, was durch den Eisenbahnbau entbehrlich wurde. Sie führt dabei am östlichen Ausläufer des St.-Anna-Platzes vorbei und geht an der etwa in West-Ost-Richtung verlaufenden Liebigstraße in die Wagmüllerstraße über.
Die Straße schließt an das Ensemble Platzfolge Lehel: Thierschplatz – Forum Maximilianstraße – Mariannenplatz (Ensemble E-1-62-000-26) an.
Öffentlicher Personennahverkehr
Die Triftstraße wird auf ihrer ganzen Länge durch die von der Rumfordstraße über die Thierschstraße kommende Trambahnlinie 16 durchfahren (Haltestelle Lehel am Thierschplatz), die Fortsetzung nach Norden führt in die Wagmüllerstraße und weiter in der Lerchenfeldstraße am Ostrand des Englischen Gartens entlang. Die Straße wird durch den U-Bahnhof Lehel der Linien 4 und 5 erschlossen.
Geschichte
Die Straße liegt im Lehel, das ursprünglich ein von vielen Bächen durchzogenes Auwaldgebiet war. Der vor 1606 angelegte, 1881 aufgelassene und zugeschüttete zum königlichen Holzgarten führende Triftkanal ist Namensgeber für die Triftstraße.[2] Die Benennung der Straße wurde 1876 angeordnet, erfolgte aber erst nach der Verfüllung des Kanals 1881.[3] Die gründerzeitliche Bebauung an der Westseite stammt aus den 1880er und 1890er Jahren.
Gebäude unter Denkmalschutz
- Nr. 5: Mietshaus, Neurenaissance-Eckbau, reich gegliedert, mit plastischem Dekor, 1886 von Johann Wittig (Denkmalliste D-1-62-000-6963)
- Nr. 9: Mietshaus, viergeschossiger stuckierter Neurenaissancebau mit turmartig erhöhtem Eckerker und Zwerchhäusern, um 1890/1900 (Denkmalliste D-1-62-000-6964)
- Nr. 11: Mietshaus, neubarock, mit reichem Stuckdekor, bezeichnet 1896, von Andreas Eisele (Denkmalliste D-1-62-000-6965)
- Nr. 13: Mietshaus, neubarock, mit reichem Stuckdekor, 1896–1897 von Andreas Eisele (Denkmalliste D-1-62-000-6966)
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Triftstraße 9
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Triftstraße 11
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Triftstraße 13
Trivia
An der Kreuzung Trift-/Liebig-/Wagmüllerstraße steht seit 6. Februar 2025 eine Pumuckl-Ampel.[4]
Literatur
- Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 315.
- Heinrich Habel/Klaus Merten/Michael Petzet/Siegfried von Quast: Münchener Fassaden. Bürgerhäuser des Historismus und des Jugendstils. Prestel-Verlag München 1974, ISBN 3-7913-0048-2, S. 319 und Abb. 339 und 240
Einzelnachweise
- ↑ Karl von Rambaldi, Münchner Straßennamen und ihre Erklärung, Pilothy & Loehle, München, 1894, Nr. 664
- ↑ Christine Rädlinger: Geschichte der Münchner Stadtbäche, Franz Schiermeier Verlag München 2004, ISBN 978-3-9809147-2-7, S. 191, 157, 194
- ↑ Karl von Rambaldi, Münchner Straßennamen und ihre Erklärung, Pilothy & Loehle, München, 1894, Nr. 664
- ↑ https://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/aktuell/pumuckl-ampel-lehel-brunnen-luitpoldpark
Weblinks
- Triftstraße im München Wiki
- Die Triftstraße auf der Website von Stadtgeschichte München
Koordinaten: 48° 8′ 26″ N, 11° 35′ 19″ O