Wagenborg-V-XXL-Klasse
| Vikingbank
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Die V-XXL-Klasse ist eine Klasse von Mehrzweckschiffen der niederländischen Reederei Wagenborg Shipping. Die Schiffe wurden auf der niederländischen Werft Scheepswerf Ferus Smit gebaut[1] und dort als Typ FS 12000 bzw. Ferus 12000 geführt.
Geschichte
Die Schiffe der V-XXL-Klasse wurden von 2010 bis 2013 auf der Werft Scheepswerf Ferus Smit in Westerbroek für die Reederei Wagenborg Shipping in Delfzijl gebaut. Insgesamt entstanden drei Einheiten. Die Schiffe fahren unter der Flagge der Niederlande mit Heimathafen Delfzijl.
Beschreibung
Die Schiffe werden von Caterpillar-Dieselmotoren angetrieben. Die Vikingbank erhielt einen Viertakt-Achtzylinder-Dieselmotor des Typs MaK 8M32C mit 4000 kW Leistung, die beiden Folgebauten Vlieborg und Volgaborg wurden mit einem Neunzylinder-Dieselmotor des Typs MaK 9M32C mit 2970 kW Leistung ausgerüstet. Der Motor wirken jeweils über ein Untersetzungsgetriebe auf einen Verstellpropeller. Dieser befindet sich bei der Vlieborg und der Volgaborg in einer Kortdüse.[1] Die Schiffe sind mit einem Bugstrahlruder ausgestattet. Für die Stromerzeugung stehen ein von der Hauptmaschine angetriebener Wellengenerator und zwei von Dieselmotoren angetriebene Generatoren zur Verfügung. Weiterhin wurde ein von einem Dieselmotor angetriebener Notgenerator verbaut.
Die Schiffe verfügen über zwei kastenförmige Laderäume. Laderaum 1 ist 41,0 m lang, 13,2 m breit und 10,78 m hoch, Laderaum 2 ist 63,63 m lang, 13,2 m breit und 10,78 hoch. Laderaum 1 ist aufgrund der Rumpfform auf den vorderen rund 8,5 m etwas schmaler. Die Laderäume können mithilfe von zwei Getreideschotten unterteilt werden. Die Schotten können in Laderaum 1 an drei und in Laderaum 2 an vier Positionen errichtet werden. Sie können auch als Zwischendeck genutzt werden, mit dem die Laderäume teilweise in der Höhe unterteilt werden können. Die Zwischendecks können jeweils in einer Höhe eingehängt werden. Laderaum 1 ist mit sechs Stapellukendeckeln und Laderaum 2 ist mit zehn Stapellukendeckeln verschlossen. Die Lukendeckel können mithilfe eines Lukenwagens bewegt werden können. Die Tankdecke kann mit 15 t/m², das Zwischendeck kann mit 3,5 t/m² und die Lukendeckel können mit 1,75 t/m² belastet werden.
Die Decksaufbauten befinden sich im hinteren Bereich der Schiffe. Hier sind unter anderem zwölf Einzelkabinen für die Schiffsbesatzung eingerichtet. Am Heck befindet sich ein Freifallrettungsboot.
Die Schiffe verfügen über eine spitz zulaufende Bugform ohne Wulstbug mit einem negativen Steven, die auf der als „Kanu-Bug“ bezeichneten Bugform der Werft basiert. Sie soll zu einem verringerten Wasserwiderstand führen. In Verbindung mit dem negativen Steven soll der Bug auch Vorteile beim Brechen von Meereis haben. Darüber hinaus wird bei der Konstruktion durch den im Verhältnis zur Gesamtlänge der Schiffe längeren Rumpf auch ein längerer Laderaum ermöglicht.[1] Die Back ist relativ hoch und gedeckt. Der Rumpf der Schiffe ist eisverstärkt (Eisklasse 1A).
Schiffe
| V-XXL-Klasse | |||
|---|---|---|---|
| Bauname | Baunummer | IMO-Nummer | Kiellegung Stapellauf Ablieferung |
| Vikingbank[2] | 406 | 9604184 | 26. Mai 2010 17. März 2012 19. April 2012 |
| Vlieborg[3] | 407 | 9554781 | 26. Mai 2010 29. August 2012 28. September 2012 |
| Volgaborg[4] | 408 | 9631072 | 5. März 2013 8. April 2013 |
Weblinks
- V-XXL Class, Royal Wagenborg
- Broschüre, Royal Wagenborg (PDF, 1,85 MB)
Einzelnachweise
- ↑ a b c General Cargo – 12000 DWT, Ferus Smit. Abgerufen am 2. Januar 2026.
- ↑ Vikingbank, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 2. Januar 2026.
- ↑ Vlieborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 2. Januar 2026.
- ↑ Volgaborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 2. Januar 2026.