Verzweigung Zürich-West

Vorlage:Infobox Autobahnkreuz/Wartung/CH-A
Verzweigung Zürich-West
 
Karte
Lage
Land: Schweiz
Kanton: Kanton Zürich
Koordinaten: 677048 / 243956
Höhe: 530 m ü. M.
Basisdaten
Bauart: Dreieck mit zwei Etagen (Y-Form)
Baujahr: 2009
Verzweigung Zürich-West etwas ein Jahr nach der Eröffnung,
Blick nach Osten, links Westportal des Uetlibergtunnels,
unten Ostportal des Aeschertunnels,
rechts Nordportal des Islisbergtunnels

Die Verzweigung Zürich-West ist eine Autobahnverzweigung südwestlich von Zürich. Sie verbindet die Autobahnen A3 und A4. Das 2009 eröffnete Autobahndreieck liegt in der Filderen-Ebene auf den Gemeindegebieten von Birmensdorf und Wettswil am Albis im Kanton Zürich und ist Teil der Westumfahrung.

Topologie

Im Bereich des Autobahndreiecks befindet sich der Vollanschluss Wettswil mit der Anschlussnummer 31a der A3. Auffällig am Gesamtbauwerk ist der Umstand, dass aufgrund von Vorgaben des Natur- und Landschaftsschutzes die Verzweigung in der Filderen-Ebene stark eingeschnitten wurde und in allen drei Richtungen jeweils unmittelbar in einem Tunnel mündet:

Jenseits des Uetlibergs befindet sich als südöstliches Ende der Westumfahrung die Verkehrsdreieck Zürich-Süd in Zürich Wollishofen, beim Autobahnanschluss Brunau.

Relationen
von nach Anzahl Spuren Verbindungsrampe
Nordosten Süden   2 Direkt
Nordosten Westen   2 Direkt
Nordosten Wettswil Luzernerstrasse, Birmensdorf 1 Direkt
Süden   Nordosten 2 (Ausfahrt) / 1 (Einfahrt) Direkt
Süden   Westen   1 Direkt
Süden   Wettswil Moosstrasse, Wettswil 1 Direkt
Westen   Nordosten 2 Direkt
Westen   Süden   1 Direkt
Westen   Wettswil Luzernerstrasse, Birmensdorf 1 Direkt
Wettswil Moosstrasse, Wettswil Nordosten 1 Direkt
Wettswil Luzernerstrasse, Birmensdorf Süden   1 Direkt
Wettswil Luzernerstrasse, Birmensdorf Westen   1 Halbdirekt

Bau

Für den Bau der Autobahnverzweigung sowie der drei Tunnel wurde eine eigene Bahnverladestation und ein eigenes Betonwerk gebaut. Die Fahrbahnen kommen aus Lärmschutzgründen in künstlich angelegten Einschnitten zu liegen, welche durch beidseitige Böschungen, bestehend aus Ausbruchmaterial aus den Tunnels, entstehen. Die Anlage besteht aus drei Ebenen: dem Tagbautunnel Chur–Luzern, verschiedenen ebenerdigen Verbindungen (Chur–Basel, Basel–Luzern, Luzern–Chur), sowie den Brücken Basel–Chur und Luzern–Basel, neben weiteren Brücken des untergeordneten Strassennetzes.

Zeitversetzte Inbetriebnahme

Seit den 1970er Jahren verlief der Transitverkehr aus dem Südosten, das heisst von der A3 am linken Zürichseeufer auf der Westtangente durch die Stadt Zürich. Seit dem 4. Mai 2009 wird dieser Verkehr von der Verzweigung Zürich-Süd auf der Westumfahrung durch den Uetlibergtunnel und über die Verzweigung Zürich-West zur Verzweigung Limmattal geleitet und weiter über die A1 in Richtung Basel/Bern beziehungsweise auf den Nordring in Richtung Winterthur/St. Gallen. Seit Eröffnung der A4 durch das Knonauer Amt am 13. November 2009 fliesst zusätzlicher Verkehr von und nach der Innerschweiz sowie Transitverkehr aus dem Süden über diesen Verkehrsknoten.

Zahlen und Fakten

  • Bauzeit: 1996–2008
  • Inbetriebnahme: 4. Mai 2009 / 13. November 2009
  • Kosten: 160 Mio. CHF (Basis: 1994, exklusive Tunnel)
  • Aushub: ca. 300'000 m³
  • Fläche Fahrbahnen: ca. 70'000 m²
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