Valentin Skurský
Valentin Skurský (* 11. Februar 1884 in Hranice, Österreich-Ungarn; † unbekannt) war ein tschechoslowakischer Politiker (ČSSD). Er war Mitglied des Revolutionären Nationalrats der Tschechoslowakei und von 1936 bis 1938 Bürgermeister der Stadt Znojmo.
Leben
Während der Umwälzungen 1918 war er in Brünn aktiv an der politischen Neuordnung beteiligt und wirkte als Mitglied des Mährischen Nationalrats und wurde nach Gründung der Tschechoslowakei Abgeordneter der Tschechoslowakische Sozialdemokratische Arbeiterpartei und Mitglied der Revolutionären Nationalversammlung.
1935 wurde er in den Stadtrat von Znojmo und 1936 zum Bürgermeister dieser Stadt gewählt. Er trat die Nachfolge von Josef Mareš an.
Nach dem Münchener Abkommen musste er am 6. Oktober 1938 zurücktreten und die Sudetendeutsche Partei übernahm die Macht. Neuer Bürgermeister wurde kurzzeitig Erich Haase.
Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Skurský in der Brünner Krankenversicherungsanstalt. Nach dem Krieg kehrte er nach Znojmo zurück und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden des revolutionären Ortsnationalausschusses gewählt. Später übernahm er die Leitung der dortigen Krankenkasse.
Über den Zeitpunkt seines Todes ist nichts Näheres bekannt.
Literatur
- Cyril Varadínek: Moravský Národní výbor a vznik Československa roku 1918. Diplomarbeit, Universität Olomouc 2010 (Digitalisat)
- Jiří Padalík: Češi a Němci v regionu Znojemska v letech 1918–1946. Diplomarbeit, Karls-Universität Praha 2009.
- Bob Martens: Virtuelle Rekonstruktion der Synagoge in Znaim. Diplomarbeit. TU Wien, 2015.