Värmdöbanan
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Ehemalige Pension (geplantes Bahnhofshotel) in Vik | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | geplant 24,6 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | geplant 1435 mm | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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Värmdöbanan wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als elektrisch betriebene Eisenbahnverbindung von Stockholm nach Värmdö als Abzweig von der Saltsjöbana geplant.[1] Die Strecke wurde nie gebaut.
Geschichte
Die Idee einer Eisenbahn nach Värmdö wurde 1902 als Strecke zwischen dem Bahnhof Henriksdal an der 1893 eröffneten Saltsjöbana über Skurusundet, Gustavsberg und Hemmesta nach Bullandö diskutiert. Von Hemmesta sollte eine Abzweigung nach Norden über Värmdö kyrka nach Norrnäs führen.
Die Gruppe, die hinter den Plänen stand, beantragte 1904 eine Konzession für eine erste Etappe einer normalspurigen elektrischen Eisenbahn von der Saltsjöbana über Järla nach Ålstäket. Dieser Antrag wurde 1904 durch einen Antrag für eine Strecke vom Bahnhof Storängen an der Saltsjöbana nach Ålstäket ersetzt, einschließlich einer Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Skurusund.
Wärmdö Elektriska Järnvägs AB
1906 wurde eine Konzession erteilt und anschließend die Wärmdö Elektriska Järnvägs AB[2][3][4] im Hotel Rydberg in Stockholm gegründet.
1907 wurden die Pläne überarbeitet. Die Streckenführung wurde leicht geändert und sollte von Storängen über eine hohe Brücke über den Skurusundet und weiter über das Ormingelandet über Gustavsberg bis zur vorgesehenen Endstation Viks Central in Vik, Värmdö (heute im Stadtgebiet von Hemmesta) verlängert werden. Bei einer Streckenlänge von 24,6 Kilometern waren 16 Bahnhöfe bzw. Haltestellen geplant.
Unmittelbar östlich von Storängen am Långsjön sollte eine Verbindungsstrecke nach Augustendal gebaut werden. Dadurch sollte die Anbindung an die Stadt durch zwei alternative Zufahrtswege sichergestellt werden.
Ursprünglich war eine Fährverbindung von Augustendal nach Blockhusudden geplant. Von dort sollte eine zwei Kilometer lange Strecke gebaut und an die bereits vorhandene Wendeschleife Waldermarsudde der Norra Spårvägsbolaget (Stockholm Nya Spårvägs AB, SNS) angebunden werden. Dieser Vorschlag stieß auf Widerstand.
Ein späterer Vorschlag sah vor, die Värmdöbana durch einen Tunnel unter Blockhusudden hindurch und weiter nach Lilla Sjötullen auf Norra Djurgården zu führen. Von dort aus wäre eine der Alternativen der Bau einer Gleisverbindung nach Strandvägen und zum Bahnhof Artillerigården gewesen. Es gab auch die Idee, bei Blockhusudden eine Strecke in Richtung südliches Lidingö mit einer entsprechenden Fährverbindung zu verbinden.
Nachdem es der Gesellschaft nicht gelang, Kapital für das Projekt zu beschaffen, dessen Kosten im Vergleich zur ursprünglichen Schätzung erheblich gestiegen waren, wurde sie 1909 liquidiert.
Die Idee einer Eisenbahn blieb einige Jahrzehnte bestehen. Im Jahr 1924 wurde eine neue Untersuchung durchgeführt, doch danach wurden die Projektpläne aufgegeben.
Es wurde sogar schon mit einigen Arbeiten begonnen, von denen jedoch nur wenige Spuren übrig sind. Am vorgesehenen Bahnhof Viks Central wurde ein größeres Gebäude errichtet, das als Bahnhofshotel dienen sollte. Es wurde einige Jahrzehnte lang als Pension und anschließend privat genutzt.
An der Stelle des einst geplanten Bahnhofs gibt es noch heute (2025) eine Bushaltestelle namens Viks Central.[5]
Einzelnachweise
- ↑ Gustav Grändeby: Hade gärna sett att den gick hit. In: nvp.se. 28. März 2012, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 9. Dezember 2025 (schwedisch).
- ↑ Historiskt förkastade förslag. Värmdöbanan – 1905. In: fordonsradio.se. Abgerufen am 11. Dezember 2025 (schwedisch).
- ↑ Arkiv som finns deponerade hos Centrum för Näringslivshistoria. (PDF) In: naringslivshistoria.se. 21. März 2024, S. 52, abgerufen am 9. Dezember 2025 (schwedisch).
- ↑ Wärmdö Järnvägs A.-B. (PDF) S. 665, abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Viks Central stop. In: moovitapp.com. Abgerufen am 9. Dezember 2025 (englisch).