Unterwerk Schosshalde

Das Unterwerk Schosshalde ist ein denkmalgeschützter Baukomplex in der Stadt Bern. Das Unterwerk im Stil der Moderne wurde bis 1952 nach Plänen des Architekten Willi Althaus errichtet.

Lage

Die Liegenschaft «Bürglenstrasse 73» gehört zum Bezirk Schosshalde des Stadtteils Kirchenfeld-Schosshalde. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen mit einer Scheune und einem Speicher des ehemaligen «Wysslochguts» zwei Holzbauten, die auf 1605 datiert werden. Östlich liegen die Autobahn und das Zentrum Paul Klee.[1]

Geschichte

Das Unterwerk wurde von 1951 bis 1952 errichtet, Planer war der Berner Architekt Willi Althaus (1912–1996), Bauherrin die Einwohnergemeinde Bern und die EWB Bern. Der Einbau von Fenstern aus Panzerglas erfolgte 1981, drei Jahre später wurde ein Notausstieg hinzugefügt. Von 2007 bis 2008 wurde das Gebäude im Gesamten saniert.

Beschreibung

Das Gebäude besteht aus zwei winkelförmig angelegten Baukörpern. Die Untersichten der flach geneigten Walmdächer sind breit und strukturiert. Entsprechend ihrer Nutzung mit Montagehalle, Werkstatt, Aufenthalts- und anderen Räumen sind die beiden Flügel funktional gestaltet. Das elfachsige Transformatorengebäude ist in Sichtbackstein ausgeführt und zeigt im obersten Teil neun liegende, querrechteckige Fenstern und zwei Blindfenster. Die Betonpfeiler rhythmisieren den Baukörper, den eine grosszügige Fassadengestaltung auszeichnet. Der Querflügel im Osten ist eine Geschosshöhe niedriger und ein Putzbau mit einem horizontalen Fensterband im Obergeschoss. Die Fensterteilung ging 1981 mit dem Umbau verloren.[1]

Die Gebäudeteile des Unterwerks bilden eine «ausgewogene Gesamtkomposition». Der Komplex wurde als ein typischer Vertreter der 1950er Jahre als «schützenswert» in das Bauinventar der Stadt Bern aufgenommen.[1]

Kunst am Bau

Die tief einschneidende Eingangspartie ist in den Baukörper integriert. Das grosse Tor wird durch ein grossformatiges Wandmosaik von Albert Neuenschwander (1902–1984), umrahmt. Die Majolikaplatten und glasierten Ziegelsteine fertigte ein Unternehmen in Biel an. Der Name des Werks wird je nach Quelle als ohne Titel[1] bzw. Elektrizität angegeben. Von Neuenschwander stammt auch ein Wandbild am Bau I in der Gibb Berufsfachschule Bern (1941).[2]

Siehe auch

Commons: Unterwerk Schosshalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

  1. a b c d Bürglenstrasse 73 im Berner Bauinventar. PDF, 0,96 MB; abgerufen am 31. Dezember 2025.
  2. Neuenschwander, Albert Bei mural.ch, abgerufen am 31. Dezember 2025.

Koordinaten: 46° 56′ 52,7″ N, 7° 28′ 19,8″ O; CH1903: 602554 / 199654