Unterbruck (Kastl)

Unterbruck
Gemeinde Kastl
Koordinaten: 49° 49′ N, 11° 53′ O
Höhe: 443 m ü. NHN
Einwohner: 113 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 95506
Vorwahl: 09642
Lageplan von Unterbruck auf dem Urkataster von Bayern

Unterbruck, früher „Bruck bei Kastl“[2], ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kastl im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth.

Geografie

Unterbruck liegt ca. 1000 m südwestlich von Kastl. Westlich von Unterbruck fließt die Haidenaab. Östlich von Unterbruck verläuft die Bahnstrecke Weiden–Bayreuth.

Geschichte

In Bruck bei Kastl bestanden zwei Landsassengüter. Diese waren Leuchtenberger Lehen. Nach dem ältesten Lehenbuch von vor 1400 werden dem Ortsadeligen Rüger Prukker und seinen Geschwistern zwei Höfe verliehen, ein Hermann Prukker erhielt die Hälfte des Lehens zu Bruck und Fritz Oberndorfer zu Mockersreuth das Lehen über den halben Hammer zu Bruck, der wohl vom Wasser der Haidenaab betrieben wurde.[3]

Der Steuerdistrikt Unterbruck bestand seit 1808 aus dem Dorf mit dem Schloss Unterbruck sowie Wolframshof, Birkhof, Troglau und Weha. Die 1818 gebildete Ruralgemeinde bestand aus Unterbruck, Birkhof und Troglau. Damals bestanden zu Unterbruck 84 Wohngebäude, in denen 123 Familien mit 487 Einwohnern lebten. 1961 werden in der Gemeinde Unterbruck 32 Wohngebäude und 191 Einwohner gezählt, davon 124 Einwohner und 23 Wohngebäude im Dorf Unterbruck.[4] Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Unterbruck nach Kastl eingemeindet.[5]

2017 wurde der Solarpark Unterbruck mit einer Leistung von 2,00 MWp in Betrieb genommen.[6]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Unterbruck in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 4. Oktober 2025.
  2. Homepage der Gemeinde Kastl, abgerufen am 6. Dezember 2024.
  3. Franz Michael Ress: Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung der oberpfälzischen Eisenindustrie von den Anfängen bis zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Verl. d. Histor. Vereins von Oberpfalz u. Regensburg, Regensburg 1950, S. 175.
  4. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 542 (Digitalisat).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 495.
  6. Solarpark Unterbruck, abgerufen am 6. Dezember 2024.