Unsöldstraße

Unsöldstraße
Straße in München
Basisdaten
Landeshauptstadt München
Stadtbezirk Altstadt-Lehel
Hist. Namen Galeriestraße
Name erhalten 1970
Anschluss­straßen Seitzstraße, Wagmüllerstraße
Querstraßen Bruderstraße
Nummern­system Orientierungsnummerierung
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr
Technische Daten
Straßenlänge 275 m

Die Unsöldstraße im Lehel führt von der Seitzstraße zur Wagmüllerstraße.[1]

Historie

Sie wurde 1970 nach Johann Felix Unsöld (1852–1931) benannt. Er war Ingenieur und der Erfinder der Roheis-Erzeugung. Er errichtete 1882 die erste künstliche Halleneisbahn in Deutschland, namens Unsölds Eisbahn. Er wollte damit die Maschinen seiner Eisfabrik auch im Winter auslasten. Sie befand sich auf dem Grundstück der heutigen Hausnummer 10 der Unsöldstraße. Die Eisbahn war auf Grund ihrer Größe als „Schachterleis“ bekannt.[2] An der Ecke zur Wagmüllerstraße 19 befand sich bis 1970 das Hofgarten-Kino, das später bis 2018 eine Sparkassenfiliale und danach eine Bäckereifiliale wurde.

Durch die Galeriestraße fuhr die als „Ruinenschleicher“ bekannte Trambahnlinie 37, die den Ostbahnhof mit dem Nordbad verband. Die Bezeichnung Ruinenschleicher entstand, weil sie auf Grund veralteter Gleise durch eine durch den Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Stadt sehr langsam fahren musste. Am 11. November 1961 wurde sie eingestellt und auf anderer Strecke durch den Bus 56 ersetzt.[3] Heutzutage fährt auf ganz anderer Strecke eine neue Trambahnlinie 37 vom Max-Weber-Platz nach St. Emmeram.

Lage

Die Unsöldstraße war früher Bestandteil der Galeriestraße, die vor dem Bau des Altstadtrings von der Ludwigstraße nach Osten bis zur Wagmüllerstraße führte.

Einzelnachweise

  1. Unsöldstraße, Stadtgeschichte Münchens. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
  2. Schachterl = bayerische Verkleinerungsform für winzige Schachtel
  3. Stilllegung der Strassenbahnlinie 37, BR, Archiv. Abgerufen am 1. Dezember 2025.

Koordinaten: 48° 8′ 31,5″ N, 11° 35′ 12″ O