Trens Urbanos de Natal
| _ Trens Urbanos de Natal | |
|---|---|
| Ein Triebwagen in der Endstation Natal (2017) | |
| Basisdaten | |
| Ortslage | Natal, Brasilien |
| Betreiber | Companhia Brasileira de Trens Urbanos (CBTU) |
| Eröffnung | 1984 |
| Netz | |
| Linien | 3 |
| Streckenlänge | 83,3 km |
| Stationen | 31 (2 davon außer Betrieb) |
| Einzugsbereich | 1.292.000 Ew. (Schätzung 2025)[1] |
| Fahrgastzahl | 1,505 Mio. (2024)[2] –1,0 % |
| Technik | |
| Fahrzeugtypen | 5 Bom Sinal Mobile 3 2 ALCO RS-8 mit Pidner-Waggons 2 Progress Rail PR7B |
| Spurweite | 1000 mm (Meterspur) |
| Streckenverlauf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Trens Urbanos de Natal oder VLT de Natal (VLT für Veiculo Leve sobre Trilhos, sinngemäß Leichtbahnfahrzeug) ist der stadtbahnähnliche Betrieb auf einer nicht elektrifizierten Meterspurbahn in der nordostbrasilianischen Stadt Natal und den umgebenden Gemeinden Ceará Mirim, Extremoz, Nísia Floresta, Parnamirim und São José de Mipibu. Die Strecken sind insgesamt gut 83 Kilometer lang, haben 31 Stationen und werden hauptsächlich von dieselhydraulischen Triebwagen gefahren.
Geschichte
Im Dezember 2022 wurde die Erweiterung der nunmehr Linha Branca genannten Südlinie um die beiden Stationen Bonfim und São José do Mipibu in Betrieb genommen, im Januar 2023 folgte die Verlängerung bis zur neuen Endstation Nísia Floresta.[3]
Im Frühjahr 2023 wurde die neue, seit September 2021 im Bau befindliche und vorerst 4,1 Kilometer lange Linha Roxa von der neuen Station Bela Vista an der Linha Norte nach Jardim Petrópolis eröffnet[3], deren Verlängerung bis zum Flughafen Natal in Planung ist. Obwohl täglich 2.000 Passagiere die Strecke nutzten, ist sie aktuell (Stand November 2025) außer Betrieb.[4]
Strecke
Die Strecken der VLT de Natal verlaufen durchgehend auf eigenem Gleiskörper und sind weitgehend eingleisig. Auch der Abschnitt Natal–Alecrim besteht de facto aus zwei eingleisigen, parallel verlaufenden Strecken, da die einzige Gleisverbindung an der Endstation Natal ist. Ausweichgleise befinden sich auf der Linha Norte an den Stationen Soledade, Nordelândida, Extremoz und Ceará-Mirim, allerdings sind diese alle keine Bahnsteiggleise. Auf der Linha Sur gibt es Ausweichstellen in der Station Pitimbu, auf freier Strecke unmittelbar vor der Station Parnamirim sowie an der Station Bonfim, jedoch ebenfalls nicht als Bahnsteiggleis. Die Strecken sind weitgehend ebenerdig, der Rio Potengi wird von der Linha Norte auf einer 610 Meter langen Brücke gequert und am südlichen Streckenende der Linha Sur liegen 285 Meter unmittelbar hinter der Station São José do Mipibu in Dammlage zur Unterbindung von Querverkehr innerhalb dieser Ortslage.
Fahrzeuge
Den Plandienst ab 1984 bestritten lokbespannte Züge. Dazu wurden drei gebrauchte dieselelektrische Lokomotiven der RFFSA, die 1959 im Lizenzbau für ALCO hergestellt wurden[5] und seither im Einsatz waren, mit um 1978 gebauten ebenfalls gebrauchten Personenwaggons des Typs UC vom brasilianischen Hersteller Pidner zusammengestellt. Die Lokomotiven vom Typ RS-8 haben 772 Kilowatt Motorleistung, die 62 Tonnen schweren Fahrzeug erreichen 100 Kilometer pro Stunde. Eine dieser Lokomotiven wurde zwischenzeitlich abgestellt, dafür wurden 2013 zwei neue, ebenfalls dieselelektrische Lokomotiven des Typs PR7B vom US-amerikanischen Hersteller Progress Rail angeschafft. Aktuell sind alle vier Lokomotiven und 9 der 13 Waggons betriebsfähig und werden gelegentlich als Dreierzug eingesetzt.
Seit 2014 sind fünf neue dreiteilige dieselhydraulische Fahrzeuge des Typs Mobile 3 des brasilianischen Herstellers Bom Sinal im Plandienst. Die Zweirichtungs-Gelenktriebwagen sind 55,88 Meter lang, 2,86 Meter breit und 3,74 Meter hoch. Sie sind durchgängig begehbar, voll klimatisiert und bieten 562 Passagieren Platz. Die Leistung der beiden Motoren beträgt zusammen 676 Kilowatt, was die 76,0 Tonnen schweren Fahrzeuge auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern beschleunigt. Jeder aus verzinktem Stahl hergestellte Wagenkasten ruht auf zwei zweiachsigen Drehgestellen.
Betrieb
Betreiber ist seit Anfang an die Bahngesellschaft Companhia Brasileira de Trens Urbanos (CBTU).
Die Trens Urbanos de Natal verkehren von Montag bis Freitag von 5 bis 20 Uhr und samstags von 5 bis 14 Uhr. Werktags außer Samstag werden auf der Linha Norte 6 Umläufe gefahren und samstags zwei sowie auf der Linha Sur montags bis freitags fünf und samstags zwei.[6]
Eine Einzelfahrt kostete 2024 2,50 Real, umgerechnet rund 0,40 Euro.[6]
Täglich werden im Mittel 4112 Fahrgäste befördert. Für 2024 ergaben sich 1,505 Millionen Fahrgäste. Dies war ein geringer Rückgang von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.[2]
Weblinks
- Offizielle Website der CBTU für die Trens Urbanos de Natal (portugiesisch)
Einzelnachweise
- ↑ Cidades e Estados. Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IGBE), abgerufen am 3. November 2025 (portugiesisch).
- ↑ a b Relatório de Gestão 2024. (PDF) Companhia Brasileira de Trens Urbanos (CBTU), 30. Mai 2025, abgerufen am 2. November 2025 (brasilianisches Portugiesisch). S. 46 (PDF; 21,8 MB)
- ↑ a b CBTU entrega estações em São José do Mipibu e Nísia Floresta. CBTU, 20. Dezember 2022, abgerufen am 2. November 2025 (portugiesisch).
- ↑ 40 anos Reduzindo Distâncias, Construindo Futuros. (PDF) CBTU, abgerufen am 2. November 2025 (portugiesisch). S. 80 (PDF; 16,1 MB)
- ↑ List of locomotives built by Alco and its licencees, ordere ( vom 17. Juli 2011 im Internet Archive) (englisch)
- ↑ a b CBTU Natal Horários e Tarifas. CBTU, abgerufen am 2. November 2025 (portugiesisch).