Taufkirchen (Falkenberg)

Taufkirchen
Gemeinde Falkenberg
Koordinaten: 48° 26′ N, 12° 42′ O
Höhe: 444 m ü. NHN
Einwohner: 670 (2022)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 84326
Vorwahl: 08727

Taufkirchen (früher: Taufkirchen auf der Mertsee[2]) ist ein Gemeindeteil sowie eine Gemarkung der Gemeinde Falkenberg im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Lage

Das Pfarrdorf liegt am Hang des 482 m hohen Haselberges, 4 km südwestlich von Falkenberg und knapp 6 km nordwestlich von Eggenfelden. Der Mertseebach, ein Zufluss der Rott, fließt im Süden vorbei. Parallel dazu führt die Kreisstraße PAN 32 nach Eggenfelden. 3 km östlich verläuft die Bundesstraße 20.

Geschichte

Vermutlich war das Gebiet schon um die Zeitenwende besiedelt. Über den Ursprung von Taufkirchen gehen die Meinungen der Heimatforscher auseinander. Der Ort wird erstmals 1224 urkundlich erwähnt.[3]

Bis zur Gemeindegebietsreform war Taufkirchen eine selbstständige Gemeinde mit (Stand 1964) den 18 Gemeindeteilen Taufkirchen, Brunning, Fleckhäuseln, Furth, Gemainhäuseln, Heckengrub, Holzhäuseln, Mertsee (Obermertsee), Obereisbach, Obereschlbach, Oberkettendorf, Reitl, Sandtner, Stetten b. Falkenberg, Stetten b. Taufkirchen, Straß, Untereisbach und Unterkettendorf.[4]

Zum 1. Januar 1972 wurden die Gemeinde aufgelöst. Heckengrub, Holzhäuseln, Sandtner und Straß wurden nach Eggenfelden eingegliedert. Alle anderen Ortsteile kamen nach Falkenberg.[5][6]

Sonstiges

Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1459 erbaut, ein kleiner Vorgängerbau einige Jahrhunderte früher.[3][7]

Der heutige Pfarrhof der Kirche war früher das Schloss Taufkirchen der Herren der Hofmark Taufkirchen.[8]

Einzelnachweise

  1. Taufkirchen (Rottal-Inn, Bayern, Deutschland) - Einwohnerzahlen, Grafiken, Karte, Lage, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 4. Oktober 2025.
  2. Rita Lubos: Das Landgericht Eggenfelden, 28 (= Historischer Atlas von Bayern / hrsg. von der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. ƠTeil Altbayern). Komm. für Bayer. Landesgeschichte [u. a.], München 1971, ISBN 978-3-7696-9874-9 (digitale-sammlungen.de [abgerufen am 4. Oktober 2025]).
  3. a b Taufkirchen. In: Verwaltungsgemeinschaft Falkenberg. Abgerufen am 21. November 2025.
  4. Franz Zopfy, Franz Böhm: Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Nr. 260. Süddeutscher Verlag, München 1964, S. 328 (digitale-sammlungen.de).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland: Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982 (= Systematische Verzeichnisse). Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 978-3-17-003263-7, S. 607 (statistischebibliothek.de [abgerufen am 4. Oktober 2025]).
  6. Falkenberg (Niederbayern) / Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie (CompGen) e. V., abgerufen am 4. Oktober 2025.
  7. Ludger Drost: Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. In: GotikPortal Rottal-Inn. Landratsamt Rottal-Inn, abgerufen am 21. November 2025.
  8. Gotik im Landkreis. In: Gotik-Portal des Landkreises Rottal-Inn. Landratsamt Rottal-Inn, abgerufen am 4. Oktober 2025.