Tatort: Der Elektriker
| Folge 1318 der Reihe Tatort | |
| Titel | Der Elektriker |
|---|---|
| Produktionsland | Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 88 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | Prisma Film- und Fernsehproduktion GmbH |
| Regie | Harald Sicheritz |
| Drehbuch | Roland Hablesreiter, Petra Ladinigg |
| Produktion | Viktoria Salcher |
| Schnitt | Paul Sedlacek |
| Premiere | 14. Dez. 2025 auf Das Erste |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Der Elektriker ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom ORF produzierte Beitrag ist die 1318. Tatort-Episode und wurde am 14. Dezember 2025 im SRF, im ORF und im Ersten ausgestrahlt. Es ist der 61. Fall des österreichischen Ermittlers Moritz Eisner und der 37. gemeinsame Fall des Ermittlerteams Eisner/Fellner.
Handlung
Ein Pfleger hebt im Pflegeheim den gehbehinderten Bewohner Danijel Filipovic in die Wanne, lässt ihn aber wegen eines Feueralarms kurz allein — bei seiner Rückkehr findet er Filipovic ertrunken vor. Die Kommissare Moritz Eisner und Bibi Fellner ermitteln in einem Umfeld von Überlastung, Unterbesetzung und zwischenmenschlichen Spannungen. Motive sind zunächst nicht offensichtlich, doch familiäre Konflikte und eine angespannte Beziehung zum Pflegepersonal geraten in den Blick.
Der Tote, Danijel Filipovic, war während des Jugoslawienkriegs als Der Elektriker bekannt, weil er Gefangene mit Stromschlägen folterte. Anna Ladengruber, eines seiner Opfer, erkannte diesen anhand seines Mundharmonikaspiels wieder. Sie gab Friedrich „Fritz“ Breitmoser Zigaretten, wissend, dass dieser sie raucht und somit den Feueralarm auslöst. Sie schlich sich in das Badezimmer und warf ihren Fön in das Wasser, in der Annahme, dass Danijel Filipovic an einem Stromschlag stirbt. Dank seines Herzschrittmachers überlebte er den Angriff. Um sie vor Konsequenzen zu schützen, flutete Fritz Breitmoser die Wanne, sodass Danijel Filipovic ertrank, und versteckte den Fön in einer Schublade seines Zimmers.
Hintergrund
Der Film wurde vom 1. Oktober 2024 bis zum 31. Oktober 2024 in Wien und Umgebung gedreht.[1] Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in einem Seniorenheim im Wiener Gemeindebezirk Penzing statt.[2]
Rezeption
Kritiken
„Dieser »Tatort« hält ein paar drollige Szenen parat – und soll zugleich gesellschaftlich relevant sein. Er hat leider ein erhebliches Konstruktionsproblem. […] Bei aller Freude am drolligen Personenensemble lässt der Film das Publikum mit einem schalen Gefühl zurück: In einer Cosy-Crime-Schnurre lässt sich schwer von Kriegsgräueln erzählen.“
„Der Abschied des Wiener Ermittlerduos Eisner und Fellner rückt näher. Da darf man einiges Augenzwingern vermuten, wenn sie jetzt zum Einsatz in ein Altersheim gerufen wurden. Denn auch sonst gab es die eine oder andere gelungene komödiantische Einlage. […] Und der Zuschauer nahm mit Bedauern schon zeitig die vielsagenden Blicke […] wahr, mit denen sich die alte „Tatort“-Faustregel abzeichnete: Die unverdächtigen Gaststars sind am Ende die Täter. Dass hinter dem Mord Ereignisse aus dem Jugoslawienkrieg steckten, ließ das Finale angesichts der mal humoristischen, mal melancholischnen Ermittlung fast etwas zu düster geraten.“
Einschaltquoten
Die Erstausstrahlung von Der Elektriker am 14. Dezember 2025 wurde in Deutschland von 8,74 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 33,3 % für Das Erste.[5]
Weblinks
- Tatort: Der Elektriker bei IMDb
- Der Elektriker bei Tatort-Fans.de
Einzelnachweise
- ↑ Tatort: Der Elektriker bei crew united, abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ Harald Sicheritz: „Der Tatort ist ein Kammerspiel“. In: Krone.at. 11. Dezember 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Christian Buß: Senioren-»Tatort« aus Wien. Cosy Crime und Kriegsgräuel. In: Kultur. Der Spiegel, 12. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025: „Bewertung: 4 von 10 Punkten“
- ↑ Aachener Zeitung; Montag, 15. Dezember 2025; S. 12
- ↑ Felix Maier: Primetime-Check: Sonntag, 14. Dezember 2025. Quotenmeter.de, 15. Dezember 2025, abgerufen am 15. Dezember 2025.