Tatjana Wladislawowna Petrowa

Tatjana Wladislawowna Petrowa (russisch Татьяна Владиславовна Петрова; * 14. März 1957 in Pawlowski Possad, Oblast Moskau) ist eine sowjetische bzw. russische Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin.[1]

Leben

Petrowa, Tochter des Juristen Wladislaw Petrow, begann 1974 das Studium an der Lomonossow-Universität Moskau (MGU) in der Juristischen Fakultät (Jurfak), das sie 1979 mit Auszeichnung abschloss.[1]

Es folgte die dreijährige Aspirantur am Moskauer Institut für Staat und Recht der Akademie der Wissenschaften der UdSSR bei Michail Kosyr.[1] Dort verteidigte sie 1983 ihre Kandidat-Dissertation über organisatorisch-rechtliche Formen der Tätigkeit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen im Bereich der Entwicklung der Landwirtschaft mit Erfolg für die Promotion zur Kandidatin der juristischen Wissenschaften.[2]

Darauf arbeitete Petrowa als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sektor für Landwirtschaftsrecht des Instituts für Staatsrecht und dann im Institut für Standardisierung der Gosstandart-Organisation, wo sie sich mit rechtlichen Problemen der Standardisierung im Bereich des Umweltschutzes beschäftigte.

Ab 1988 lehrte Petrowa am Juristischen Institut des Innenministeriums der UdSSR und hielt Vorlesungen zum Ökologie-Recht und zum Finanzrecht.

Seit dem 1. September 1995 arbeitet und lehrt Petrowa am Lehrstuhl für Ökologie- und Grundstücksrecht der Jurfak der MGU.[3] Sie verteidigte 2000 erfolgreich ihre Doktor-Dissertation über die Probleme der rechtlichen Absicherung des Wirtschaftsapparats des Umweltschutzes für die Promotion zur Doktorin der juristischen Wissenschaften.[4] Die Ernennung zur Professorin des Lehrstuhls folgte 2001. Mit ihren Vorlesungen beteiligt sie sich auch am internationalen Programm der Jurfak der MGu mit dem internationalen Zentrum der Jurfak der MGU in Genf. Eine Spezialvorlesung ist den rechtlichen Problemen des Wirtschaftsapparats zur Nutzung der natürlichen Ressourcen gewidmet.[5]

Als Mitglied von Arbeitsgruppen war Petrowa an der Erarbeitung von Gesetzesentwürfen der Russischen Föderation (RF) und der Stadt Moskau beteiligt: Gesetze zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung (2002–2003), RF-Forstgesetzbuch (2004), Teile des RF-Ökologie-Gesetzbuchs (2009–2010), Umweltschutztechnologien-Förderung (2011–2012) u. a. Auch war sie Gutachterin bei der Prüfung anderer Gesetzesvorlagen.

Einzelnachweise

  1. a b c MGU: Петрова Татьяна Владиславовна (abgerufen am 17. November 2025).
  2. Петрова Т. В.: Организационно-правовые формы деятельности продовольственной и сельскохозяйственной организации ООН (ФАО) в области развития сельского хозяйства : Автореф. дис. на соиск. учен. степ. канд. юрид. наук: (12.00.06). АН СССР, Ин-т государства и права, Moskau 1983.
  3. Федеральный правовой портал "Юридическая Россия": Татьяна Владиславовна Петрова (abgerufen am 17. November 2025).
  4. Петрова Т. В.: Проблемы правового обеспечения экономического механизма охраны окружающей среды : Автореф. дис. на соиск. учен. степ. д.ю.н. : Спец. 12.00.06. Моск. гос. ун-т им. М.В. Ломоносова, Moskau 2000.
  5. Кафедра экологического и земельного права Юридического факультета Московского государственного университета имени М.В.Ломоносова (abgerufen am 17. November 2025).