System Camus

Das System Camus ist ein Plattenbau-Verfahren, das der Franzose Raymond Camus entwickelt hat. Der in Frankreich verwendete Name lautet Procédé Camus.[1] Besondere Bedeutung hat das System Camus international, da Lizenzen für die Produktion in viele Länder verkauft wurden. Auf Basis dieser lizenzierten Nachbauten entstanden Plattenbausysteme in der Sowjetunion.[2]

Geschichte

Raymond Camus stammte aus Le Havre, wo sein Vater ein kleines Bauunternehmen hatte.[3.1] Von 1938 bis 1942 war Camus Ingenieur bei dem Automobilhersteller Citroën gewesen.[3.1] Am 16. Juni 1948 stellte er den Antrag für ein Patent für ein System, um mit Betonfertigteilen schnell und kostengünstig Häuser zu bauen.[3.1] Das entsprechende Patent mit der Nummer 1.009.676 wurde am 12. März 1952 zugelassen.[3.2] Das Plattenbau-System perfektionierte Camus in den Jahren zwischen 1949 und 1953 in Le Havre.[3.3] Dort fand die industrielle Produktion von Betonfertigteilen statt; dort wurden 1951 die ersten mit System Camus gebauten Wohnhäuser in der Rue Augustin Normand fertig.[3.4] Weitere Aufträge in Le Havre folgten.[3.5]

Die Société Camus & Cie erhielt schnell auch Bauaufträge außerhalb von Le Havre, sodass Camus ab 1953 Kooperationen mit anderen Bauunternehmen einging, um weiter zu expandieren. In Douai eröffnete Camus eine gemeinsame Fabrik mit der Firma Génie Civil de Lens.[3.6] Gemeinsam mit dem Bauunternehmer Fred Dietsch gründete Camus das Unternehmen Société Camus-Dietsch Constructeurs. In der Camus-Dietsch-Fabrik in Forbach-Marineau arbeitete man sogar mit einem hohen Grad von Automatisierung.[3.7] Camus’ Durchbruch war ein Auftrag für die Errichtung von 4000 Wohneinheiten bei Paris – vor allem die Siedlung Cité Marcellin Berthelot in Nanterre.[3.8] Camus richtete dafür eigens eine Betonfertigteil-Fabrik in Montesson ein, die er den Prozessen der Automobilindustrie nachempfand[4.1]. In den 1950er Jahren wuchs die Baufirma Camus enorm. Die Plattenbausysteme von Camus, Balencey und Coignet fanden in den 1960er Jahren weite Verwendung.[4.2]

1957 meldete Camus ein weiteres Patent an. Dieses bezog sich auf die Sandwichkonstruktion der Außenwände. Die Betonfertigteile waren mehrschalig aufgebaut, mit einer inneren Betonwand, einer Dämmschicht und einer äußeren Betonschicht.[5.1] Ab 1958 wurden die mehrschichtigen Camus-Fassaden im Plattenbau angewandt. 1963 bestand die Sandwichkonstruktion eines Fassadenelements aus einer 14 cm starken Betoninnenschale, 3 cm Dämmschicht und einer 9 cm starken Außenschale.[6] Entsprechend steigender Anforderungen an Wärmedämmung war – beispielsweise in Österreich – ab 1969 eine Dämmschicht von 5 cm Polystyrolschaum üblich.[7.1]

Ab den 1970er Jahren ging es dem Bauunternehmen Camus schlechter. Die Kosten für den Transport der Betonfertigteile stiegen wegen der Ölpreiskrise enorm. Dies hatte zur Folge, dass für Camus nur noch riesige Bauvorhaben wie Großwohnsiedlungen rentabel waren. Gerade die Planung von Großwohnsiedlungen nahm in den 1970er Jahren stark ab.[3.9] Der Versuch von Camus, sich weniger auf Wohnungsbau und stattdessen mehr auf Universitäten, Büros und Industriebau zu konzentrieren, brachte keinen Erfolg: Die Produktionsstätte in Forbach-Marineau war die letzte der Camus-Farbiken auf französischem Boden, die in den 1970er Jahren noch in Betrieb war. Hier endete der Betrieb 1982.[3.10]

Internationale Lizenzen

Außer in Frankreich wurde auch in Großbritannien, Italien, Belgien, Algerien, Deutschland, Japan, Gabun, Marokko, Irak, Syrien, Zaire, der Tschechoslowakei, Taiwan, Bahrain, Österreich und der Sowjetunion mit dem System Camus gebaut.[3.9][9] 1956 unterzeichnete Camus einen Vertrag mit der Sowjetunion.[5.2] Dort wurde das System weiterentwickelt. Auch in der DDR übernahm man Ideen des System Camus für eigene Systeme.[10] „Die Bauakademie orientierte sich an dem dänischen System Larsen & Nielsen und an den französischen Systemen Coignet und Camus.“[11] Wobei das System Coignet – laut Bauhistoriker Philipp Meuser – besonders wegen der hydraulisch kippbaren Gussformen relevant für den Plattenbau in der DDR war.[12]

Der Bauingenieur Robert von Halász sorgte dafür, dass das System auch in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen wurde.[13][10] Das System Camus wurde eines der am weitesten verbreiteten Plattenbausysteme für den Wohnungsbau in Europa.[14.1] In der Großsiedlung Berlin-Märkisches Viertel planten die Architekten Ernst Gisel und Ludwig Leo mit dem System Camus.[15] Im Rahmen der Veranstaltung Women in Architecture 2021 hielt der Architekt Eduard Kögel einen Vortrag über den Beitrag von Astra Zarina im Märkischen Viertel, worin er die Verwendung des Systems Camus für die Bauten von Astra Zarina erwähnt.[16]

In Hamburg arbeiteten der Architekt Werner Kallmorgen und sein Sohn Thomas Kallmorgen mit einer Version des System Camus.[17][8.2] Sie entwickelten zusammen mit der Montagebau Thiele GmbH eine Variante, die sogar noch weniger Freiraum für individuelle Gestaltung ließ, als das Grundsystem.[18] Mit dem System nach Kallmorgen/Thiele/Camus entstanden in Hamburg neun Wohnsiedlungen,[8.3] darunter Wildschwanbrook (Meiendorfer Straße),[8.4] Großlohe-Süd und die Hochhäuser in Lohbrügge-Nord.[8.5]

Besonderheiten der Konstruktion

Mit dem System Camus kann besonders kostengünstig und besonders schnell gebaut werden. Es handelt sich um ein System mit sehr hohem Vorfertigungsgrad. Alle Bauelemente lassen sich in einer Fabrik vorproduzieren.[19.1] Auf der Baustelle müssen die vorgefertigten Tafeln nur noch montiert werden. Die Montage erfolgt, indem die Platten durch Ortbeton miteinander vergossen werden. Um die Vorfertigung zu beschleunigen, werden die gegossenen Betonelemente während des Aushärtens erhitzt.[5.3]

Aus den Rändern der einzelnen Betonplatten ragen Bewehrungseisen als Schlaufen heraus. Bei der Montage werden dann die Moniereisen-Schlaufen auf einen Ringanker aus Bewehrungstahl aufgefädelt und die Schlitze zwischen den Platten mit Beton gefüllt, sodass die Elemente dann kraftschlüssig miteinander verbunden sind.[6] Lasten werden gleichermaßen über innenliegende Wände und Außenwände abgetragen.[7.2] Dieses System mit tragenden Außenwandplatten wird als Schachtelbauweise bezeichnet.[19.2] Hierin unterscheidet sich das System Camus von den Plattenbausystemen mit Schottenbauweise – wie beispielsweise Allbeton. Da bei Schachtelbauweisen wie dem System Camus die Lasten gleichmäßig auf alle Elemente verteilt sind, ist die Druckbelastung jedes einzelnen Bauteils verhältnismäßig gering.[13.1] Gebäudehöhen bis 23 Geschosse sind möglich.[9] Bei hohen Bauten mit vielen Stockwerken sind lediglich zusätzliche Bewehrungen notwendig.[7.3] Von Halász beschrieb das System Camus folgendermaßen:

„Die Großplattenbauweise ,Camus' ist eine Tafelbauweise, dadurch gekennzeichnet, daß vorgefertigte, raumgroße Tafeln (raumgroße Deckenplatten und raumhohe Wandtafeln) zu ein- und vielstöckigen Bauten (Tafelbauten) zusammengesetzt werden. Dabei können Teile des Ausbaus (wie Fußböden, Wandverkleidungen, Heizungsrohre, Installationsanschlüsse usw.) in die Vorfertigung einbezogen werden. Der kraftschlüssige Zusammenschluß der Tafeln erfolgt möglichst in den Raumkanten, so daß in den Wand- und Deckenflächen im allgemeinen keine im Innenraum sichtbaren Fugen entstehen. In den Tafelstößen ist ein Hohlraum gebildet, in den Bewehrung eingreift und der mit Ortbeton gefüllt wird.“[13]

Bei den mehrschichtigen Außenwandtafeln hat nur die innere, dickere Betonwand eine tragende Funktion.[7.4] Lasten werden über die kraftschlüssig miteinander vergossene Innenschicht abgetragen. Die äußere Schicht der Außenwandelemente ist statisch nur mit den jeweilig innenliegenden Betonschicht verbunden. Zwischen den – nebeneinander oder übereinander stehenden – äußeren Paneelen besteht untereinander keine kraftschlüssige Verbindung.[7.5] Die Fugen zwischen den aneinanderstoßenden äußeren Schichten der Außenwandtafeln sind mit Fugenbändern oder Dichtmasse verschlossen, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. In den historischen Dokumenten wird das Material der in die Fassadenelemente eingegossenen Dämmschicht als Frigolit bezeichnet.[6] Dabei handelt es sich um eine in Schweden übliche Bezeichnung für Styropor.

Literatur

  • Natalya Solopova: When Panels Learned to Fly – Raymond Camus and his Panel Factories. In: Pedro Ignacio Alonso, Hugo Palmarola (Hrsg.): Flying Panels – How Concrete Panels Changed the World. DOM publishers, Berlin 2019, ISBN 978-3-86922-563-0, S. 153–170 (Anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im ArkDes – The Swedish Centre for Architecture and Design, 18. Oktober 2019 – 1. März 2020).

Einzelnachweise

  1. Frank Peter Jäger: Was sind denn das für Typen? | Espazium. 11. Oktober 2023, abgerufen am 20. November 2025.
  2. Berkemann: Plattenbau à la française. In: moderneREGIONAL. 6. August 2018, abgerufen am 20. November 2025: „Seit den 1960er Jahre wurden Lizenzen des Camus-Systems in viele europäische Länder verkauft, vornehmlich in den damaligen Ostblock. Die Sowjetunion wiederum entwickelte die Bauweise auf Basis der Camus-Patente weiter und exportierte die Großtafelbauweise später in die DDR zurück.“
  3. Natalya Solopova: When Panels Learned to Fly – Raymond Camus and his Panel Factories. In: Pedro Ignacio Alonso, Hugo Palmarola (Hrsg.): Flying Panels – How Concrete Panels Changed the World. Anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im ArkDes – The Swedish Centre for Architecture and Design, 18. Oktober 2019 – 1. März 2020. DOM Publishers, Berlin 2019, ISBN 978-3-86922-563-0.
    1. a b c S. 155.
    2. S. 156.
    3. S. 157.
    4. S. 158.
    5. S. 159.
    6. S. 163.
    7. S. 164.
    8. S. 165, 166
    9. a b S. 169.
    10. S. 170.
  4. Adrian Forty: Concrete and Culture – A Material History. Reaktion Books, London 2012, ISBN 978-1-86189-933-0, S. 117 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
    1. „The first post-war patent for a large panel system was taken out by Raymond Camus in 1949, following which a contract from the French government to build 4,000 apartments on one site close to Paris enabled him to set up his first plant at Montesson. Camus had previously worked for Citroën, and his ideas about the production of building components were in large part based upon his experience of automobile manufacture.“
    2. „Camus, Balencey, Coignet and the other French systems gave France in the 1950s and '60s pre-eminence in European concrete prefabrication. By 1962 Camus had twelve prefabrication plants in production across Europe and, as we shall see in chapter Five, seen his methods taken up in the USSR. Although other Western European countries, notably Denmark and Sweden, also developed precast concrete panel systems, none had construction firms of the size and capitalization of the French, nor ready access to such a large guaranteed market, backed by the French state.“
  5. Natalya Solopova: Raymond Camus’ First Building Sites in Le Havre, 1949–1953 – A Testing Ground Before Conquering the World. In: TEMA – Technologies, Engineering, Materials and Architecture. Nr. 3, 2015, ISSN 2421-4574.
    1. S. 8: „In 1957, Camus filed a patent for a sandwich-type panel. The panel consists of three layers: the outer, thinner layer with a decorative facade finish; the middle layer, which is a polyester thermal insulation; and the third, load-bearing layer, which is thicker.“
    2. S. 8: „In 1956, Camus signed an agreement with the USSR (Union of Soviet Socialist Republics) to transfer the technology for panel production, as well as the equipment for two factories.“
    3. S. 8: „The patent also details the production technology used in the factory. The panels are cast in heated horizontal molds that can be rotated 90 degrees. To speed up drying, the molds are covered with caps where water heated to 140 degrees circulates.“
  6. a b c Robert von Halász: Industrialisierung der Bautechnik – Bauen und Bauten mit Stahlbetonfertigteilen. Werner, Düsseldorf 1966, S. 270, 271.
  7. Anita Oberngruber: Plattenbau – Evaluierung einer stigmatisierten Fertigteilbauweise unter konstruktiver Betrachtung. Hrsg.: Technische Universität Wien, E206 – Institut für Hochbau und Technologie. Wien 2016, doi:10.34726/hss.2016.36114 (tuwien.at).
    1. S. 71: „Zum Erreichen der in der Bauordnung festgesetzten Wärmedämmwerte wurde die Polystyrolschicht ab dem Jahre 1969 mit einer Dicke von 5 cm ausgeführt.“
    2. S. 70: „Beim System Camus werden zur Abtragung der Lasten grundsätzlich sowohl die Außen- als auch die Innenwände herangezogen.“
    3. S. 71: „Bei Bedarf kann eine zusätzliche statische Wandbewehrung angeordnet werden.“
    4. S. 70: „Die Außenwandplatten nach dem System Camus wurden, wie üblicherweise bei der Plattenbauweise, als dreischichtige Wandelemente ausgeführt. Diese bestehen gemäß Halász und Tantow aus zwei Betonschalen mit einer dazwischenliegenden Wärmedämmung. Während die innere Schale ausschließlich der Lastabtragung dient, hat die äußere Betonschicht im Zusammenhang mit der Wärmedämmschicht bauphysikalische Aufgaben zu erfüllen.“
    5. S. 70: „So speichert die Außenwandtafel laut Halász und Tantow etwa die Wärme aus der Sonneneinstrahlung und schützt die Innenschale vor Temperaturschwankungen. Bewegungen aus den Temperaturunterschieden können folglich durch die ringsum angeordnete Fuge aufgenommen werden.“
  8. Ulrich Cornehl: Raummassagen – Der Architekt Werner Kallmorgen 1902 - 1979 (= Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs. Nr. 19). Dölling und Galitz, Hamburg 2003, ISBN 3-935549-44-X.
    1. S. 106.
    2. S. 105–107.
    3. S. 105.
    4. S. 374–376.
    5. S. 386–388.
  9. a b Thomas Schmid, Carlo Testa: Systems Building. Bauen Mit Systemen. Constructions Modulaires. Artemis, Editions d'Architecture, Zürich 1969, S. 194.
  10. a b Magdalena Kamińska, Dagmara Jajeśniak-Quast, Tobias Weger: Platte ist nicht gleich Platte – Kooperation und Konkurrenz zwischen der DDR und Polen im Wohnungsbauwesen der 1970er Jahre. Wiesbaden 902, ISBN 3-447-11767-2, S. 153 (kobv.de [PDF] Harrassowitz Verlag): „Deshalb orientierte sich die DDR ,durch die Übernahme der Laststufe 5mp und die Größe der Außenwandplatte von 3,60 m x 2,80 m' daran. Die Grundlagen hatte Robert von Halász, Professor für Baukonstruktion an der Technischen Universität Berlin, erarbeitet. Sie wurden von der Bauakademie der DDR verwendet, um die konstruktiv-technischen Grundlagen für den neuen Plattenbau zu entwickeln.“
  11. Christine Hannemann: Die Platte – Industriealisierter Wohnungsbau in der DDR (= Architext. Nr. 4). 3. Auflage. Schiler, Berlin 2005, ISBN 3-89930-104-8, S. 67 (architekturundwohnsoziologie.com [PDF; abgerufen am 20. November 2025]).
  12. Philipp Meuser: Politik mit Platten – Die industrielle Vorfertigung zwischen System und Serie. In: Philipp Meuser (Hrsg.): Industrieller Wohnungsbau in der DDR – 1953–1990. Vom seriellen Plattenbau zur komplexen Großsiedlung, Teil 1. DOM publishers, Berlin 2022, ISBN 978-3-86922-339-1, S. 97–107, hier S. 101.
  13. a b Heinrich Schmitt, Andreas Heene: Hochbaukonstruktion – Die Bauteile und das Baugefüge Grundlagen des heutigen Bauens (= Springer eBook Collection Computer Science and Engineering). 15., vollständig überarbeitete Auflage. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2001, ISBN 3-322-90809-7, S. 397 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
    1. „Die Druckspannungen werden in der Horizontalfuge aus dem Stahlbetonkern der oberen Scheibe in den Stahlbetonkern der unteren Scheibe durch eine Mörtelfuge übertragen. Da bei der Regelausführung die Mörtelfuge 11 cm breit ist, bleibt die Druckbeanspruchung selbst bei Hochhäusern weit unter dem zulässigen Betrag.“
  14. Jacob Paskins: Paris under Construction – Building Sites and Urban Transformation in the 1960s. 1. Auflage. Routledge, London 2015, ISBN 978-1-317-37946-1, S. 32 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
    1. „By the late 1950s, research by large construction firms and the École des ponts et chaussées ensured that France was the leading manufacturer of concrete, producing 100 million tonnes each year (L'industrie du ciment 1966). The Camus process of large panel construction, meanwhile, was one of the most widely exported prefabricated concrete systems for housing in Europe (Procédé Camus 1962). The private construction firms Balency, Borets, Bouygues, Coignet, Cortamagna, Estiot and Foulquier attempted to develop their own prefabrication systems, and exported their products to Italy, Poland and the USSR.“
  15. Alexander Wilde: Das Märkische Viertel. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1989, ISBN 3-87584-288-X, S. 65.
  16. Eduard Kögel: Unter Männern – Astra Zarina im MV. In: YouTube.com. WIA BERLIN 2021 Im Schatten ihrer Kollegen – Vergessene Architektinnen, 13. Juni 2021, abgerufen am 27. November 2025: „Als es fertig war, da haben dann alle gesagt: ,Wir hatten ja so gute Absichten!' Und sie [Astra Zarina] blieb eben mit einem großen Fragezeichen eigentlich zurück. Das Großbautafelsystem Camus wurde geliefert und montiert.“
  17. Karl H. Hoffmann: Werner Kallmorgen – Laudatio. In: Hamburgisches Architekturarchiv. Abgerufen am 26. November 2025.
  18. Werner Kallmorgen 1902–1979. Architekten-Portrait von Jan Lubitz. Abgerufen am 26. November 2025.
  19. Fritz Rafeiner: Hochhäuser – Planung, Kosten, Bauausführung. Bauverlag, Wiesbaden, Berlin 1968, S. 43.
    1. „Für das Camus-System ist die totale Vorfabrikation aller Wände und Decken mit Fenstern, Türen, Installationen charakteristisch.“
    2. „Alle Gebäudewände, auch Fassaden, übernehmen tragende Funktionen. Alle diese Schachtelbauweisen haben folgende Vorteile: Zur Aufnahme von Windkräften stehen viele Wandscheiben zur Verfügung.“