Stadtmitte (Bergisch Gladbach)
Stadtmitte, ursprünglich Gladbach, ist der zentrale Stadtteil Nr. 21 von Bergisch Gladbach und gehört zum Statistik-Bezirk 2 der Stadt.[1]
Geographie
Der Stadtteil Stadtmitte grenzt an die Stadtteile Gronau, Paffrath, Hebborn, Romaney, Herrenstrunden, Sand und Heidkamp.
| Paffrath | Hebborn, Romaney | Herrenstrunden |
| Paffrath, Gronau | Sand | |
| Gronau | Heidkamp | Sand |
Geschichte
Mit der Zusammenlegung der beiden Städte Bergisch Gladbach und Bensberg zu einer neuen Stadt Bergisch Gladbach im Jahr 1975 musste man auch neue Strukturen organisieren. Man entschied sich, Wohnplätze einzuführen, die teilweise nicht mehr mit den früheren und von den Einwohnern „gefühlten“ Stadtteilen übereinstimmten. Für das Zentrum der alten Stadt Bergisch Gladbach wählte man zunächst die Bezeichnung Gladbach als Wohnplatz. Das führte vereinzelt zu Missverständnissen, was genau damit gemeint war. Daher beschloss der Rat der Stadt Bergisch Gladbach am 12. Januar 1999, dass die Bezeichnung Bergisch Gladbach nur für das gesamte Stadtgebiet gelten solle. Für den bisherigen Wohnplatz Gladbach entschied der Rat, die Bezeichnung Stadtmitte einzuführen. Sie besteht aber keineswegs als so genanntes „Zentrum“ nur um den Konrad-Adenauer-Platz herum. Sie ist viel größer und hat teilweise noch Gebiete von anderen Stadtteilen hinzuerworben. Beispielsweise ging der frühere Stadtteil Gronau vorher bis zum „Driescher Kreuz“. Mit der Neugliederung endete Gronau am Bahndamm. Was dazwischen lag, wurde der Stadtmitte zugeschlagen – sogar das Gronauer Wirtshaus.[1]
Mühlen an der Strunde
Von den zahlreichen Mühlen an der Strunde, die deren Wasserkraft nutzten, lagen in der Stadtmitte insgesamt acht Mühlen, und zwar die Vollmühle, die Hammermühle, die Gladbacher Mühle, die Buchmühle, die Schnabelsmühle, die Gohrsmühle, die Cederwaldmühle und die Gronauer Mühle.
Bergbau und Kalkbrennerei
Im gesamten Strundetal wurde über Jahrhunderte Bergbau betrieben. An vielen Stellen sieht man auch ehemalige Steinbrüche, in denen der Kalkstein für die Kalkbrennereien gebrochen wurde. Am S-Bahnhof gibt es noch Reste von einem Kalkofen, der vor wenigen Jahren unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Bevölkerung
Der Ortsteil Stadtmitte hatte 2024 insgesamt 11.814 Einwohner. Er ist damit der einwohnerstärkste Stadtteil von Bergisch Gladbach, gefolgt von Refrath mit 9.437 Einwohnern.[2]
Bedeutende Bauwerke
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Brauhaus Am Bock
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Marktbrunnen
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Bürgerhaus Bergischer Löwe
Siehe auch
- Platz der Partnerstädte
- Bodendenkmal Kalköfen Cox
- Liste der Stadtteile von Bergisch Gladbach
- Liste der Straßen im Bergisch Gladbacher Stadtteil Stadtmitte
- Liste der Parks, Grünflächen und Plätze in Bergisch Gladbach
Literatur
- Hans Leonhard Brenner: Die Geschichte der Kalkbrennerei in Bergisch Gladbach, Gummersbach 1992, ISBN 3-88265-171-7.
Weblinks
- Erläuterungsbericht Rahmenplanung Stadtmitte zur Öffentlichkeitsbeteiligung abgerufen am 19. Oktober 2025
- Rahmenplanung Stadtmitte abgerufen am 19. Oktober 2025
Einzelnachweise
- ↑ a b Andree Schulte: Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-9804448-0-5, S. 122ff.
- ↑ Statistik – Stadt Bergisch Gladbach. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
Koordinaten: 50° 59′ 28,6″ N, 7° 7′ 48,4″ O