Sand (Bergisch Gladbach)
Sand ist ein Stadtteil von Bergisch Gladbach und gehört unter Nr. 33 zum Statistik-Bezirk 3 der Stadt.[1]
Geographie
Der Stadtteil liegt in der Mitte von Bergisch Gladbach. Sand grenzt an die Stadtteile Heidkamp, Stadtmitte, Herrenstrunden, Herkenrath, Moitzfeld, Bensberg, Lückerath.
| Stadtmitte | Stadtmitte, Herrenstrunden | Herrenstrunden |
| Stadtmitte, Heidkamp | Herkenrath | |
| Lückerath | Bensberg | Moitzfeld |
Geschichte
Die Erstnennung von Sand findet sich in der Urkunde 4 von 1229 des Klosters Meer.[2] Das Kirchdorf Sand ist einer der frühesten Siedlungskerne im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach und wurde 1349 in der Form „van me Sande“ erstmals urkundlich erwähnt. Die im Frühmittelalter anzusetzende Entstehung des Sander Hofes fiel zeitlich vermutlich mit der Gründung einer Eigenkirche zusammen. Bekanntester Pfarrer von Sand war Johann Peter Ommerborn, der so genannte Held vom Ommerborn.[3] Die Siedlungsgründung wurde nach der natürlichen Lage, das heißt nach der sandigen Bodenbeschaffenheit des bergischen Heidesandstreifens benannt.[1]
Bevölkerung
Sand hatte 2024 insgesamt 2.504 Einwohner.[4]
Bergbau
In der angrenzenden Hardt hat es im 19. und teilweise noch im frühen 20. Jahrhundert mehrere Gruben gegeben, in denen Eisen-, Blei- und Zinkerz gefördert wurde.[5][6]
Siehe auch
- St. Severin (Sand)
- Alter Kirchhof Sand
- Kirchenwüstung St. Severin, Kirchhof Sand
- Rochuskapelle Sand
- Ehemalige Pulvermühle IV von Gut Schiff
- Lerbach
- Locher Mühle
- Dombacher Mühle
- Naturschutzgebiet Strundetal
- Naturschutzgebiet Hardt (Bergisch Gladbach)
- Liste der Stadtteile von Bergisch Gladbach
- Liste der Straßen im Bergisch Gladbacher Stadtteil Sand
- Liste der Parks, Grünflächen und Plätze in Bergisch Gladbach
Literatur
- Johann Bendel: Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein. Geschichte und Beschreibung. Sagen und Erzählungen. 2. und 3. Auflage. J. Bendel, Köln-Mülheim 1925.
- Peter Matthias Odenthal: Der Held vom Ommerborn, Köln 1942
- Pfarrgemeinde St. Severin Bergisch Gladbach-Sand: Die Geschichte von Sand, Bergisch Gladbach 1981
- Michael Werling, Harald von der Osten-Woldenburg: Geophysikalische Prospektion der alten Sander Kirche, in: Heimat zwischen Sülz und Dhünn, Geschichte und Volkskunde in Bergisch Gladbach und Umgebung, Heft 13, Hrsg. Vom Bergischen Geschichtsverein Rhein Berg e. V., Bergisch Gladbach 2006, S. 46 ff.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Andree Schulte Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-9804448-0-5, S. 150
- ↑ Albert Eßer, Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte, Stadtarchiv Bergisch Gladbach 2006, S. 80, ISBN 3-9804448-6-4
- ↑ Peter Matthias Odenthal: Der Held vom Ommerborn, Roman, Bad Honnef 1942
- ↑ Statistik – Stadt Bergisch Gladbach. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
- ↑ Herbert Stahl (Redaktion), Gerhard Geurts, Herbert Ommer: Das Erbe des Erzes, Band 2, Die Gruben auf den Gangerzlagerstätten im Erzrevier Bensberg. Köln 2004, ISBN 3-00-014668-7
- ↑ Herbert Stahl (Redakteur), Gerhard Geurts, Hans Dieter Hilden, Herbert Ommer, Das Erbe des Erzes, Band 3, Die Gruben in der Paffrather Kalkmulde, Bergisch Gladbach, 2006, ISBN 3-932326-49-0
Koordinaten: 50° 59′ N, 7° 10′ O