St. Theresia vom Kinde Jesu (Bornum)

Die Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu war die katholische Kirche in Bornum, einem Stadtteil von Bockenem, im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen. Sie war eine Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Clemens in Bockenem im Dekanat Alfeld-Detfurth des Bistums Hildesheim.

Geschichte

Nachdem sich durch die Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa infolge des Zweiten Weltkriegs die Anzahl der Katholiken in Bornum und Umgebung erheblich vergrößert hatte, wurden 1958/59 die Kirche und das angrenzende Gemeindehaus errichtet. Am 25. Mai 1959 erfolgte die Benediktion der Kirche. Die Kirche war nach der heiligen Therese von Lisieux benannt. Nebenpatrone waren die Heiligen Josef von Nazaret und Hedwig von Andechs, die Schutzpatronin von Schlesien, wo viele der Heimatvertriebenen hergekommen waren. Vor dem Bau der Theresienkirche befand sich die Kirche für die katholischen Einwohner von Bornum in Bockenem.

Die Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu wurde als massiver Langhausbau mit Dachreiter erbaut und stand auf dem Grundstück Bachstraße 18, an der Ecke zur Bockenemer Straße, in knapp 125 Meter Höhe über dem Meeresspiegel.

Am 10. April 2010 erfolgte die Profanierung der Kirche durch Generalvikar Werner Schreer. 2011 wurde der Dachreiter abgebrochen, und die beiden in der Wilhelmshütte (Bornum) gegossenen Bronzeglocken von 1960, St. Bernward und Godehard und St. Hedwig, an die evangelische Kirche in Ferbitz (Brandenburg) verschenkt, wo sie seit 2013 im Kirchturm hängen.[1] Das Gebäude wurde verkauft und wird heute (2013) von einem Dachdeckerunternehmen genutzt. 2017 wurde der Kreuzweg der Kirche in der St.-Michael-Kirche in Bilderlahe wieder aufgehängt. Heute befindet sich die nächstgelegene katholische Kirche fünf Kilometer entfernt in Bockenem.[2]

Siehe auch

Literatur

  • Die katholische Kirche – Pfarrgemeinde St. Clemens Bockenem mit St. Theresia Bornum. In: Manfred Klaube: 1000 Jahre Kirche im Ambergau. Verlag und Druckerei J. Lühmann, Bockenem 2005, S. 90–95.

Einzelnachweise

  1. Wolfgang Nier: Glockeneinweihung in Ferbitz. Kirchenkreis Prignitz, 2. September 2013, abgerufen am 29. Juni 2021.
  2. Michael Vollmer: St. Michael erstrahlt in neuem Glanz. In: KirchenZeitung, Ausgabe 22/2017 vom 4. Juni 2017.

Koordinaten: 51° 58′ 43,3″ N, 10° 8′ 17″ O