St. Margareta (Hockstein)
St. Margareta ist eine römisch-katholische Filialkirche in Hockstein, einem Stadtteil im Bezirk Mönchengladbach Süd der Stadt Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Die Kirche wurde zwischen 1948 und 1949 nach Plänen von Karl Diehl und Hans Frontzek errichtet. Die Kirche trägt das Patrozinium der hl. Margareta von Antiochia und gehört zur Pfarre Herz Jesu Rheydt.
Geschichte
In Hockstein bestand bereits im 16. und 17. Jahrhundert eine Kapelle, die zur Pfarre Odenkirchen gehörte. Da sich in Odenkirchen ab 1531 die Reformation durchsetzte und die dortige Pfarrkirche von den Protestanten in Anspruch genommen wurde, wichen die Katholiken für die Feier ihrer Gottesdienste auf die Kapelle in Hockstein aus, die katholisch geblieben war. Diese Kapelle soll 1628 von den Protestanten zerstört worden sein. Über Jahrhunderte verfügte Hockstein über kein eigenes Gotteshaus mehr.
1902 gründeten die Bewohner Hocksteins einen Kirchbauverein. Schon 1910 standen genügend finanzielle Mittel bereit, sodass der Bonner Architekt Friedrich Tasche mit der Planung beauftragt wurde. Noch 1910 wurde seitens der kirchlichen Behörde und 1911 seitens der staatlichen Behörde die Baugenehmigung erteilt. Schon 1912 war die neue Kirche fertiggestellt. Zusätzlich wurde das Rektorat St. Margareta Hockstein innerhalb der Pfarre St. Laurentius Odenkirchen gebildet, 1919 folgte die Ernennung eines ersten eigenen Geistlichen. Die Erhebung zur Pfarre war am 1. Oktober 1952.
Am 27. und 28. Dezember 1944 wurde die Kirche bei Bombenangriffen in Folge des Zweiten Weltkriegs total zerstört.
Nach Beseitigung der Trümmer wurde am 12. September an selber Stelle der Grundstein zur heutigen Kirche gelegt. Die Planung lag in Händen der Düsseldorfer Architekten Karl Diehl und Hans Frontzek. Nach einjähriger Bauzeit war die Kirche fertiggestellt, der erste Gottesdienst wurde am 17. Juli 1949 gefeiert. Der Bau des Glockenturmes folgte in den Jahren 1954/1955.
Zwischen 1974 und 1981 folgten um und Erweiterungsbauten nach Plänen des Architekten Ferdinand Vehling. Die feierliche Kirchweihe war am 18. Juli 1982.[1]
Die Pfarre St. Margareta Hockstein wurde zum 1. Januar 2010 aufgelöst und mit der ebenfalls aufgelösten Pfarrvikarie St. Konrad von Parzham Ohler in die Pfarre Herz Jesu Rheydt eingegliedert. Seitdem ist St. Margareta eine Filialkirche dieser Pfarre.
Baubeschreibung
St. Margareta ist eine dreischiffige und vierachsige Basilika in Formen der Moderne mit halbrunder Apsis im Osten und seitlich vorgebautem Glockenturm im Westen.
Rektoren und Pfarrer
Folgende Priester wirkten als Rektor bzw. seit Pfarrerhebung 1952 bis zur Auflösung der Pfarre 2010 als Pfarrer an St. Margareta:[2]
- 1919–1928: Friedrich Busar
- 1928–1934: Christian Berrenrath
- 1934–1942: Heinrich Weingartz
- 1942–1962: Werner Radermacher
- 1962–1962: Anton Hamm
- 1962–1986: Franz Schul
- 1986–1989: P. Hans Josef Schuck SMM
- 1989–1990: Ludwig Kamm
- 1990–1991: Otto Kaempffer
- 1991–1993: Vakant
- 1993–2006: Harald Josephs
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 1114.
- ↑ Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 1114.
Koordinaten: 51° 9′ 6,1″ N, 6° 25′ 15,2″ O