St. Josef (Rodalben)

St. Josef

Daten
Ort Rodalben
Architekt Richard Steidle
Baustil barockisierende Basilika
Baujahr 1929–1930
Koordinaten 49° 14′ 27,8″ N, 7° 38′ 6,7″ O

St. Josef – alternativ neue katholische Pfarrkirche genannt – ist eine römisch-katholische Pfarrkirche innerhalb der Stadt Rodalben, Rheinland-Pfalz. Sie liegt im Bistum Speyer und steht unter Denkmalschutz.

Lage

Das Gebäude steht mit der Hausnummer 2 auf der südlichen Seite der Haustelstraße. Unmittelbar westlich verläuft der Clauser Weg und weiter südwestlich die Kirchbergstraße. Unmittelbar südlich der Kirche befindet sich eine Parkanlage.[1]

Architektur

Die Kirche ist eine südöstlich ausgerichtete barockisierende Basilika, die vom Architekten Richard Steidle entworfen wurde.

Geschichte

Da die Jahrhunderte alte örtliche Marienkirche für die zwischenzeitlich stark gestiegene Bevölkerungszahl von Rodalben zu klein geworden war, entstanden Pläne für ein neues Gotteshaus. Um die Jahrhundertwende wurde ein Gelände erworben und 1901 ein Kirchenbauverein gegründet.[2]

Am 13. März 1929 begann der Bau; bereits am 21. September des folgenden Jahres konsekrierte Bischof Ludwig Sebastian die Kirche.[3] Der Status als Pfarrkirche ging von der Marienkirche auf das neue Gebäude über.

1933 und 1934 kam es zwischen dem damaligen Pfarrer Josef Ackermann und den nationalsozialistischen Machtinhabern zu Auseinandersetzungen, weil die Kirche mit der Hakenkreuzfahne beflaggt werden sollte. Verhinderte Ackermann dies im Mai 1933 erfolgreich, war es im Juni ein Jahr später nicht mehr möglich.[3]

Während des Zweiten Weltkriegs zogen mehrere Brandbomben das Kirchendach in Mitleidenschaft. Die Fensterscheiben wurden während der Kriegshandlungen zerstört. Die Schäden wurden jedoch schon kurze Zeit später behoben. Die Glocken waren 1941 zu Rüstungszwecken konfisziert und eingeschmolzen worden. Die Christmette 1945 hatte 1500 Besucher.[4]

Bis Ende 2015 war die Kirche Sitz der gleichnamigen Pfarrei St. Josef. Seit 2016 ist sie Pfarrkirche der neu geschaffenen Großpfarrei Maria Königin der sieben ehemals selbstständigen Pfarreien der Verbandsgemeinde Rodalben.[5]

Ausstattung

Die Orgel mit drei Manualen und 35 Registern und elektro-pneumatischen Kegelladen wurde 1949 von Paul Sattel gefertigt.

Disposition
I Hauptwerk C–g3
Quintade 16′
Prinzipal 8′
Rohrflöte 8′
Oktav 4′
Nachthorn 4′
Quint 223
Oktav 2′
Mixtur 6f
Trompete 8′
Clarine 4′
II Schwellwerk C–g3
Singend Prinzipal 8′
Bordun 8′
Weidenpfeiff 8′
Geigenprinzipal 4
Koppelflöt 4'
Nasat 223
Gemshorn 2′
Nachthorn 1′
Terz 135
Dulzian 16′
Krummhorn 8′
III Positiv C–g3
Spitzgedackt 8′
Prinzipal 4′
Rohrpfeiff 4′
Blockflöt 2′
Quint 113
Scharff 4f
Regal 4′
Pedal C–f1
Prinzipalbass 16′
Untersatz 16′
Gedacktbass 16′
Oktavbass 8′
Choralbass 4′
Offenflöte 2′
Posaune 16 ′

Literatur

Commons: St. Josef (Rodalben) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Vinzenz Bernhard: Rodalber Kirchengeschichte - eng mit der Ortsgeschichte verbunden. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 236.
  2. Vinzenz Bernhard: Rodalber Kirchengeschichte - eng mit der Ortsgeschichte verbunden. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 230.
  3. a b Vinzenz Bernhard: Rodalber Kirchengeschichte - eng mit der Ortsgeschichte verbunden. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 231.
  4. Vinzenz Bernhard: Rodalber Kirchengeschichte - eng mit der Ortsgeschichte verbunden. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 234 f.
  5. pfarrei-feilbingert.de: künftige Struktur Bistum Speyer. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. April 2020; abgerufen am 10. April 2020.