St. Johannes der Täufer (Lustadt)

St. Johannes der Täufer
Basisdaten
Konfession römisch-katholisch
Ort Lustadt, Deutschland
Diözese Bistum Speyer
Patrozinium Johannes der Täufer
Baugeschichte
Architekt Wilhelm Schulte I.
Bauzeit 1915–1922
Baubeschreibung
Einweihung 7. Mai 1922
Baustil Reformarchitektur
Bautyp Saalkirche
Koordinaten 49° 14′ 33,2″ N, 8° 15′ 53,9″ O
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Die denkmalgeschützte Kirche St. Johannes der Täufer im Oberdorf der Ortsgemeinde Lustadt im Kreis Germersheim ist das Kirchengebäude der gleichnamigen römisch-katholischen Gemeinde. Sie gehört zur Pfarrei Heilige Hildegard von Bingen mit Sitz in Bellheim und gehört damit zum Bistum Speyer. Die Kirche trägt das Patrozinium Johannes des Täufers und wird gelegentlich in Anlehnung an dessen lateinischen Namens (Ioannes Baptista) auch als St. Johannes Baptist[1] oder einfach nur als St. Johannes[2] bezeichnet.

Beschreibung

BW

Es handelt sich um eine vierachsige Saalkirche im Stil der Reformarchitektur. Deren Dachturm trägt eine Zwiebelhaube. Die Pläne wurden von dem Landauer Architekten Wilhelm Schulte I. entworfen.

Geschichte

Vor der Reformation war die Apostelkirche die katholische Kirche Oberlustadts. Anschließend wurde sie bis zu ihrer Zerstörung durch einen Blitzeinschlag im Jahr 1908 als Simultankirche genutzt. Die Protestanten erwarben die Ruine und bauten sie wieder auf. Das machte auch für die Katholiken einen Neubau erforderlich, der zwischen 1915 und 1922 umgesetzt wurde. Die Kirche wurde am 7. Mai 1922 geweiht.

In den Jahren 2002 bis 2004 wurde der Innenraum der Kirche renoviert und dabei nach Planungen des Eichstätter Bildhauers Rupert Fieger umgestaltet.

Orgel

Die Orgel wurde ursprünglich um 1890 von dem Orgelbauunternehmen Voit und Söhne für die katholische Pfarrkirche St. Anna in Kuhardt gebaut. In den Jahren 1957 und 1958 wurde sie von Hugo Wehr im Sinne der Orgelbewegung neobarock umgebaut und in die St.-Johannes-der-Täufer-Kirche verbracht. Sie verfügt über 12 Register auf zwei Manualen und Pedal.[3] Die Disposition lautet:[4]

I Hauptwerk C–f3
Prinzipal 8′
Gamba 8′
Octav 4′
Quinte 223
Octav 2′
II Oberwerk C–f3
Flöte 8′
Dolce 8′
Flöte 4′
Gemshorn 2′
Mixtur III 113
Pedal C–d1
Subbass 16′
Octavbass 08′
  • Koppeln:
    • Normalkoppeln: II/I, I/P, II/P
    • Superoktavkoppel: II/I
    • Suboktavkoppel: I/I

Literatur

Commons: St. Johannes Baptist (Lustadt) – Sammlung von Bildern
  • Unser Dorf Lustadt. In: Webauftritt der Katholischen Kirchengemeinde Bellheim.

Einzelnachweise

  1. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler. Kreis Germersheim. 6. November 2024 (rlp.de [PDF; abgerufen am 27. November 2024]).
  2. Unser Dorf Lustadt. In: Webauftritt der Katholischen Kirchengemeinde Bellheim. Abgerufen am 27. November 2024.
  3. Eintrag zur Orgel (Beschreibung Nr. 2072428). In: Orgeldatenbank orgbase.nl. Abgerufen am 28. November 2024.
  4. Orgel Oberlustadt. In: Webauftritt der Pfarrei Bellheim. 4. März 2021, abgerufen am 26. Februar 2025.