St. Barbara (Hörlitz)

Die frühere katholische Kirche St. Barbara ist ein umgenutztes Kirchengebäude im Ortsteil Hörlitz der Gemeinde Schipkau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz des deutschen Bundeslandes Brandenburg.

Geschichte

Mit der Entwicklung des Braunkohlenbergbaus in der Lausitz zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs auch die katholische Bevölkerung. Nachdem die katholischen Pfarrei Senftenberg 1930 ein Grundstück an der Grenzstraße in der Hörlitzer Flur erhalten hatte, wurde im Jahr 1931 die Kirche errichtet. Sie wurde am 25. Oktober 1931 der Schutzpatronin der Bergleute, der heiligen Barbara, geweiht. Nach der Aufgabe des alten Dorfkerns 1935 bildete die Barbarakirche gemeinsam mit der benachbarten evangelischen Heilandskirche die geistliche Mitte des Ortes.

Bedingt durch die Eröffnung des Tagebaus Meuro 1958 kam es zu einem Bevölkerungsrückgang. Ab 1985 fanden keine Gottesdienste mehr statt. Auf die durch bischöfliches Dekret vom 8. Januar 1998 erklärte Profanierung folgten 2003 der Verkauf und 2009 der Umbau zu einer Wohnnutzung.

Architektur

Der Kirchenentwurf stammte vom Senftenberger Pfarrer von Tessen. Er ist der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen und steht damit im Kontrast zur gegenüberliegenden evangelischen Heilandskirche, die eher expressionistisch ist.

Der kreisförmiger Baukörper hatte eine vorgelagerte Eingangshalle nach Nordosten sowie einen eingeschossigen Umgang. Die Belichtung des Zentralbaus erfolgte über eine Art Obergadenfenster.

Der Turm ist südlich an das Gebäude gesetzt und ist asymmetrisch zur Hauptachse angeordnet. Er besitzt Rundbogenöffnungen nach allen Seiten, die mit Schalllamellen versehen waren. Im Zuge des Umbaus zu einem Wohnhaus wurde eine Terrassenkonstruktion an den Turm gefügt.

Siehe auch

Commons: St.-Barbara-Kirche zu Hörlitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 31′ 41,8″ N, 13° 56′ 47,1″ O