St. Anna (Steinach)

St. Anna
Basisdaten
Konfession römisch-katholisch
Ort Bad Waldsee, Deutschland
Diözese Rottenburg-Stuttgart
Baugeschichte
Fertigstellung 1853
Baubeschreibung
Baustil Neogotik
Koordinaten 47° 55′ 13,6″ N, 9° 44′ 9,8″ O

Kulturdenkmal des Landes Baden-Württemberg

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Die St.-Anna-Kapelle ist eine römisch-katholische Kapelle in Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg.[1]

Lage

Die Kapelle liegt an der Einbiegung der Steinacher Straße auf die Reutestraße, kurz vor dem Ortsausgang in Richtung Reute, südlich der Kapelle befindet sich das denkmalgeschützte Gasthaus Zum Kreuz.[2][1]

Beschreibung

Die St.-Anna-Kapelle ist ein Beispiel für die Neugotik in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie wurde 1853 als Ersatz für eine ältere Kapelle gebaut und zeichnet sich durch ihre für Weiler-Kapellen ungewöhnliche Größe aus.

Der massive, verputzte Saalbau verfügt über ein Satteldach, einen achteckigen Giebelreiter und einen eingezogenen polygonalen Chor. Die Gliederung der Fassade erfolgt durch Lisenen, Strebepfeiler und einen Fries, während Maßwerkfenster für die Beleuchtung sorgen.

Im Inneren der Kapelle findet sich ein Kreuzrippengewölbe mit einer weitgehend vollständigen, historistischen Ausstattung, was eine Seltenheit darstellt. Der Hochaltar wird von einer Muttergottes geziert, die 1869 als Gesellenstück von dem Waldseer Bildhauer Konstantin Dausch (1841–1908) geschaffen wurde. Dausch, der ab 1869 sein eigenes Atelier in Rom betrieb, wurde später durch zahlreiche mythologische und allegorische Skulpturen bekannt.

Die Kapelle ein ist Ausdruck der katholisch geprägten Frömmigkeit in der Region. Sie wurde mehrfach saniert, zuletzt grundlegend im Jahr 1984 und erneut 2009 wurde der Turm und der Innenraum restauriert wurde. Im Jahr 2015 erhielt die Kirchengemeinde eine 60 Zentimeter große Pietà-Büste als Vermächtnis des Pfarrpensionärs Walter Weber, die nun eine Seitenwand schmückt. Im Jahr 2020 waren aufgrund von Salpeter im Sockelbereich und einem maroden Fundament erneut umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich, bei denen auch der Vorplatz und die Eingangstreppe erneuert wurden.[1][3][4]

Einzelnachweise

  1. a b c Karte der Kulturdenkmale des Landes Baden-Württemberg. In: geoportal-bw.de. Abgerufen am 23. September 2025.
  2. Karte: Lagekarte - Daten- und Kartendienst der LUBW. Abgerufen am 23. September 2025.
  3. Pfarrer Weber stiftet Pietà für Steinacher Kapelle. 30. Januar 2015, abgerufen am 28. September 2025.
  4. Steinacher Kapelle erstrahlt in neuem Glanz. 17. September 2020, abgerufen am 28. September 2025.