Spurius Postumius Albus Regillensis (Konsulartribun)

Spurius Postumius Albus Regillensis war ein der Patrizierfamilie der Postumier entstammender Politiker der frühen Römischen Republik. Er amtierte 432 v. Chr. als Konsulartribun.

Postumius Albus Regillensis war wahrscheinlich ein Sohn des gleichnamigen Konsuls von 466 v. Chr.[1] Gemeinsam mit den Patriziern Lucius Furius Medullinus und Lucius Pinarius Mamercus wurde er 432 v. Chr. zum Konsulartribunen – einem hohen Staatsamt – gewählt.[2]

Der griechisch-sizilische Historiker Diodor gibt an, dass Aulus Postumius Tubertus 432 v. Chr. – also im Jahr des Konsulartribunats des Postumius Albus Regillensis – die Diktatur innegehabt habe. Der römische Geschichtsschreiber Titus Livius verlegt diese Diktatur hingegen ins folgende Jahr 431 v. Chr. und berichtet, dass Postumius Albus Regillensis als Legat am Krieg des Postumius Tubertus gegen die Aequer teilgenommen habe und dabei schwer verletzt worden sei.[3] Möglicherweise gab es eine Überlieferung, dass Postumius Albus Regillensis in seinem Konsulartribunat oder bald danach starb, sodass er in den Fasti später nicht mehr erwähnt wurde.[4]

Literatur

Anmerkungen

  1. Friedrich Münzer: Postumius 52b). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XXII,1, Stuttgart 1953, Sp. 933 f. (hier: Sp. 934).
  2. Titus Livius, Ab urbe condita 4, 25, 5; Diodor, Bibliothḗkē historikḗ 12, 60, 1; u. a.
  3. Livius, Ab urbe condita 4, 27, 8; 4, 28, 6 ff.
  4. Friedrich Münzer: Postumius 52). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XXII,1, Stuttgart 1953, Sp. 932.