Speichersdorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 53′ N, 11° 47′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bayreuth | |
| Höhe: | 462 m ü. NHN | |
| Fläche: | 52,91 km² | |
| Einwohner: | 5840 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 110 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95469 | |
| Vorwahl: | 09275 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 72 190 | |
| Gemeindegliederung: | 31 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausplatz 1 95469 Speichersdorf | |
| Website: | www.speichersdorf.de | |
| Erster Bürgermeister: | Christian Porsch (Unabhängige Bürgervertretung) | |
| Lage der Gemeinde Speichersdorf im Landkreis Bayreuth | ||
Speichersdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken).
Geografie
Geografische Lage
Speichersdorf liegt am Fuße des Fichtelgebirges an der Bundesstraße 22 zwischen den Städten Bayreuth (18 km) und Weiden in der Oberpfalz (40 km). Es ist umgeben vom Steinwald im Osten sowie vom Rauhen Kulm im Südosten.[2]
Gemeindegliederung
Es gibt 31 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3][4]
- Aumühle (Einöde)
- Beerhof (Weiler)
- Brüderes (Dorf)
- Buschmühle (Einöde)
- Forsthaus (Einöde)
- Frankenberg (Kirchdorf)
- Göppmannsbühl a.Bach (Dorf)
- Göppmannsbühl a.Berg (Dorf)
- Guttenthau (Dorf)
- Haidenaab (Kirchdorf)
- Holzmühle (Einöde)
- Hundsmühle (Einöde)
- Kellerhut (Einöde)
- Kirchenlaibach (Pfarrdorf)
- Kodlitz (Dorf)
- Lettenhof (Weiler)
- Nairitz (Dorf)
- Plössen (Dorf)
- Ramlesreuth (Kirchdorf)
- Rosenhof (Weiler)
- Roslas (Weiler)
- Selbitz (Dorf)
- Sorg (Einöde)
- Speichersdorf (Pfarrdorf)
- Tauritzmühle (Unterkunftshaus)
- Teufelhammer (Einöde)
- Weiherhut (Weiler)
- Weißenreuth (Einöde)
- Windischenlaibach (Dorf)
- Wirbenz (Pfarrdorf)
- Zeulenreuth (Dorf)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Guttenthau, Haidenaab, Kirchenlaibach, Kodlitz, Nairitz, Plössen, Prebitz (nur Gemarkungsteil 1), Ramlesreuth, Roslas, Seybothenreuth (Gemarkungsteil 1), Seybothenreuther Forst (Gemarkungsteil 1), Speichersdorf, Windischenlaibach, Wirbenz und Zeulenreuth.[5] Die Gemarkung Speichersdorf hat eine Fläche von 5,722 km². Sie ist in 1517 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3772,10 m² haben.[6][7]
Nachbargemeinden
- Im Norden: Gemeinde Kirchenpingarten, Landkreis Bayreuth
- Im Osten: Gemeinde Immenreuth, Stadt Kemnath, beide Landkreis Tirschenreuth
- Im Süden: Stadt Neustadt am Kulm, Landkreis Neustadt an der Waldnaab; Gemeinde Prebitz, Landkreis Bayreuth
- Im Westen: Stadt Creußen, Gemeinde Seybothenreuth und Gemeinde Emtmannsberg, alle Landkreis Bayreuth
Geschichte
Ortsname
Der Ort wurde erstmals am 15. Mai 1195 in einem Schutzbrief des Papstes Coelestin III. für das Kloster Weißenohe als „Spieresdorf“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist wohl mhd. spîcher für ‚Kornboden, Speicher‘.[8]
Ortsgeschichte
Die Geschichte des Ortes war zunächst mit dem Hochstift Bamberg und später mit dem Grafengeschlecht von Leuchtenberg verbunden. Am 10. April 1281 verpfändete Landgraf Friedrich II. von Leuchtenberg die Burg Kulm an den Burggrafen Friedrich III. von Nürnberg aus dem Haus Hohenzollern.[9] Das Gemeindegebiet gehörte fast vollständig zum Oberamt Neustadt am Kulm des hohenzollerischen Markgraftums Brandenburg-Bayreuth, das 1792 von Preußen erworben wurde. Die Herren von Lindenfels waren als Hofmarksherren Inhaber der Niedergerichtsbarkeit. Von 1791/92 bis 1803 unterstand Speichersdorf dem preußischen Justiz- und Kammeramt Neustadt am Kulm.[10] Am 30. Juni 1803 wurde der Ort an Pfalzbayern abgetreten.[11]
Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Speichersdorf gebildet. Zu diesem gehörten Kirchenlaibach und Zeulenreuth.[12] Wenig später entstand die Ruralgemeinde Speichersdorf ohne weitere Orte.[13] Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kemnath[14] und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kemnath (1919 in Finanzamt Kemnath umbenannt). Ab 1862 gehörte Speichersdorf zum Bezirksamt Kemnath (1939 in Landkreis Kemnath umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kemnath (1879 in Amtsgericht Kemnath umgewandelt).
Der Aufschwung des Eisenbahnerdorfs Speichersdorf begann 1862 mit dem Bau des Bahnhofs Kirchenlaibach an der Bahnstrecke Weiden–Bayreuth der Bayerischen Ostbahn. Durch den Bau der Fichtelgebirgsbahn von Schnabelwaid nach Oberkotzau[15] entstand 1878 ein Kreuzungsbahnhof zweier Hauptstrecken. Ein Jahrhundert lang war die Eisenbahn ein entscheidender Faktor im Leben der Gemeinde Speichersdorf. Durch die einschneidenden Rationalisierungsmaßnahmen der Deutschen Bahn hat der Bahnhof viel von seiner ehemaligen Bedeutung verloren.
1935–1937 wurde im Südosten ein Militärflugplatz erbaut, der bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Ausbildungsflughafen war.
1946 wurde Zeulenreuth nach Speichersdorf eingemeindet.[13] Die Gemeinde hatte nun eine Gebietsfläche von 6,596 km².[16]
1949 errichtete die aus Eger stammende Firma Richter Messwerkzeuge ihren Firmensitz in Speichersdorf,[17] 1960 nahm ein Zweigwerk der Rosenthal GmbH (Porzellanhersteller) den Betrieb auf. Da der Inhaber Philip Rosenthal auch eine Flugverbindung wollte, wurde das Werk auf dem Gelände des alten Militärflughafens errichtet und dieser wieder zum Leben erweckt. 1990 wurde im alten Flugzeughangar das Zentrallager des Unternehmens eröffnet. Heute befindet sich dort unter anderem eine Flugschule.[18]
1954 begann der Bau der Volksschule, die ab 1956 als Gemeinschaftsschule geführt wurde. Nach mehreren Erweiterungen ist sie heute eine Grund- und Hauptschule.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde der Landkreis Kemnath am 1. Juli 1972 aufgelöst; in den Jahren 1972 bis 1978 schlossen sich diese ehemals selbstständigen Gemeinden zur heutigen Großgemeinde Speichersdorf zusammen und wechselten dabei zum Teil den Landkreis (von Kemnath nach Bayreuth) und den Regierungsbezirk (von der Oberpfalz nach Oberfranken).[19]
Seitdem, jedoch insbesondere seit Beginn des Baubooms in den 1990er Jahren, wuchs die Einwohnerzahl der Gemeinde Speichersdorf stetig an und sie ist mittlerweile die drittgrößte Kommune im Landkreis Bayreuth.
Eingemeindungen
Im Jahr 1946 wurde die Gemeinde Zeulenreuth eingegliedert.[20] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kamen am 1. Januar 1972 Guttenthau, Haidenaab (mit der 1946 eingegliederten Gemeinde Göppmannsbühl am Berg), Plössen, Ramlesreuth und Wirbenz hinzu. Am 1. Juli 1972 folgten Kirchenlaibach und Windischenlaibach (mit der am 1. April 1971 eingegliederten Gemeinde Nairitz) und Roslas von der aufgelösten Gemeinde Mockersdorf.[21][20] Am 1. Mai 1978 kamen Brüderes, Buschmühle und Weißenreuth von der Nachbargemeinde Seybothenreuth und Frankenberg aus der Gemeinde Prebitz hinzu.[20][22]
Demographie
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Speichersdorf
| Jahr | 1824 | 1840 | 1852 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2007 | 2015 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 243 | 269 | 270 | 262 | 270 | 259 | 302 | 402 | 416 | 414 | 382 | 498 | 445 | 539 | 559 | 563 | 585 | 593 | 1390 | 1427 | 1391 | 2649 | 4831 | 6151 | 5809 | 5886 |
| Häuser[23] | 37 | 41 | 54 | 50 | 38 | 66 | 120 | 182 | 1089 | 1534 | 1608 | |||||||||||||||
| Quelle | [13] | [24] | [24] | [25] | [26] | [27] | [28] | [29] | [30] | [31] | [24] | [32] | [24] | [33] | [24] | [34] | [24] | [24] | [24] | [35] | [16] | [36] | [37] | [38] | [39] | [40] |
Ort Speichersdorf
| Jahr | 1819 | 1824 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 140 | 243 | 262 | 250 | 249 | 238 | 222 | 1153 | 446 | 1667 | 1879 |
| Häuser[23] | 37 | 40 | 35 | 35 | 82 | 61 | 360 | ||||
| Quelle | [14] | [13] | [25] | [27] | [30] | [32] | [34] | [35] | [16] | [36] | [37] |
Konfessionen
2014 lebten 2634 Protestanten und 2512 Katholiken. Durch die Umkehr des Verhältnisses der Konfessionen seit der vorherigen Volkszählung entfällt in der Gemeinde seit diesem Jahr der katholische Feiertag Mariä Himmelfahrt.[41]
Politik
Bürgermeister
- 1969–1978 Werner Porsch (FDP, † 2004)
- 1978–1995 Franz Scherm (CSU, † 1995)
- 1996–2020 Manfred Porsch (UBV)
- seit 2020: Christian Porsch (UBV)
Gemeinderat
Die Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:
| 2002 | 2008 | 2014 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|
| CSU | 7 | 7 | 7 | 6 |
| SPD | 4 | 3 | 4 | 4 |
| Unabhängige Bürgervertretung | 6 | 7 | 5 | 6 |
| Freie Wählergemeinschaft | 3 | 3 | 4 | 4 |
| Gesamt | 20 | 20 | 20 | 20 |
Wappen und Flagge
- Wappen
| Blasonierung: „In Silber mit von Rot und Silber gestücktem Bord ein mit drei sechsstrahligen goldenen Sternen belegter schwarzer Schrägbalken.“[42] | |
| Wappenbegründung: Die der Ortsgeschichte entstammenden Wappensymbole verkörpern einerseits durch den rot-silbernen Bord die frühere Zugehörigkeit zum Markgraftum Brandenburg-Bayreuth, zum anderen durch den Schrägbalken eines der örtlichen Adelsgeschlechter, die als Inhaber von Hofmarken und Rittergütern geschichtliche Bedeutung hatten. Es handelt sich um den heraldischen Hinweis auf die Herren von Lindenfels auf Schloss Guttenthau, das im heutigen Gemeindegebiet liegt.
Das Wappen wurde am 2. Juni 1972 durch die Regierung von Oberfranken genehmigt. |
- Flagge
Die Gemeindeflagge ist schwarz-weiß gestreift mit aufgelegtem Wappen.[43]
Partnergemeinden
Seit dem 1. August 1997 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Kreuttal in Niederösterreich. Ihr war eine langjährige Freundschaft zwischen den Reservistenkameradschaften aus Unterolberndorf, Gemeinde Kreuttal, und Speichersdorf vorausgegangen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bau- und Bodendenkmäler
- Schloss Göppmannsbühl
- Tauritzmühle (um 1900 erbaute Mühle, 1970 fast vollständig abgebrannt; sie wurde 1982–1984 als Wanderschutzhütte des Fichtelgebirgsvereins Ortsgruppe Speichersdorf wieder aufgebaut und ist seit 2004 verpachtet)
- Steinkreuz in der Plössener Heide nördlich von Kirchenlaibach und Zeulenreuth, am höchsten Punkt der Plössener Heide (Blöße Heide), an der ehemaligen Pfälzer Handelsstraße. Die Abbildung des Schwertes mit dem Griff nach unten zeigt die Hochgerichtsbarkeit an; dort stießen die alten Grenzen des bayerischen Nordgaus und des fränkischen Radenzgaues zusammen. Wegen der Grenzstreitigkeiten im Mittelalter wurden die Grenzen durch derartige Steinkreuze kenntlich gemacht.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Speichersdorfer Kirwa der Kirwaburschen und Madla Speichersdorf e. V. jeweils am zweiten Wochenende im Oktober
- Maibaumaufstellen und Maifest der Kirwaburschen und Madla Speichersdorf e. V. und der Feuerwehr Speichersdorf, jeweils am 30. April und 1. Mai
- Jährlich im Sommer findet in Speichersdorf das Kindheitstraum-Festival statt; im Juni 2022 kamen 4500 überwiegend junge Besucher zu der zweitägigen Veranstaltung auf dem Gelände des Flugplatzes[44]
Freizeit
- Elf Bolzplätze (drei in Speichersdorf, acht weitere in den Ortsteilen)
- 16 Kinderspielplätze (fünf in Speichersdorf, elf weitere in den Ortsteilen)
- Naturlehrpfad (etwa einen Kilometer nördlich von Speichersdorf, Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Tressauer Straße)
- Im Winter: gespurte Langlauf-Loipen mit dem Ausgangspunkt Parkplatz an der Tressauer Straße
Wirtschaft
In Speichersdorf befindet sich der Sitz der Raiffeisenbank am Kulm.
Infrastruktur
Feuerwehren
In der Gemeinde bestehen elf Freiwillige Feuerwehren (FF), und zwar in Speichersdorf (Stützpunktfeuerwehr), Kirchenlaibach, Wirbenz, Frankenberg, Guttenthau/Roslas, Haidenaab/Göppmannsbühl, Nairitz/Kodlitz, Plössen, Ramlesreuth, Windischenlaibach und Zeulenreuth. Sie sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe.
Die FF Speichersdorf verfügt als Stützpunktfeuerwehr über Ausrüstungen für Technische Hilfeleistung, Atemschutz, Chemikalien- und Strahlenschutz sowie über mehrere wasserführende Löschfahrzeuge.
Die FF Kirchenlaibach unterstützt mit ihrer Ausrüstung in Technischer Hilfeleistung und Atemschutz die FF Speichersdorf bei größeren Einsätzen. Die restlichen Feuerwehren der Gemeinde verfügen über jeweils einen Tragkraftspritzenanhänger (Ausnahme FF Wirbenz und FF Windischenlaibach: je ein Tragkraftspritzenfahrzeug) und sind nicht in der Lage, Einsätze selbstständig durchzuführen. Daher wird bei jedem Einsatz in der Gemeinde in der Regel die FF Speichersdorf oder die FF Kirchenlaibach durch die Integrierte Leitstelle Bayreuth über Digitalfunk mitalarmiert.
Polizei
Die Gemeinde gehört zum Einsatzbereich der Polizeiinspektion (PI) Bayreuth-Land. Aufgrund der relativ großen Entfernung von dieser Dienststelle (etwa 20 km) kommt im Bereich der polizeilichen Gefahrenabwehr, insbesondere bei zeitkritischen Einsätzen, der PI Kemnath, Kreis Tirschenreuth, ebenfalls Bedeutung zu.
Rettungsdienst
Das Gebiet der Gemeinde gehört zum Leitstellenbereich der Integrierten Leitstelle Bayreuth, die für die Entgegennahme von Notrufen und die Alarmierung der Rettungsmittel zuständig ist. Aufgrund der größeren Entfernung nach Bayreuth kommen im Regelfall der Notarzt und der Rettungswagen aus dem etwa acht Kilometer entfernten Kemnath in Speichersdorf zum Einsatz. Bei Nichtverfügbarkeit des Kemnather Notarztes werden häufig die Rettungshubschrauber Christoph 20 aus Bayreuth oder Christoph 80 aus Weiden i.d.OPf. nach Speichersdorf beordert.
Öffentliche Einrichtungen
- Offener Jugendtreff
- Haus der Vereine (im Alten Rathaus)
- Seniorenwohn- und Pflegeheim Luise-Elsäßer-Haus der Diakonie Weiden/Opf.
- Gemeindebücherei im Neuen Rathaus
- Eisenbahnmuseum La Statione
Bildung
- Werner-Porsch-Volks- und Mittelschule (Grund- und Mittelschule)
- SVE Speichersdorf
- Volkshochschule Speichersdorf
- Katholischer Kindergarten Santa Maria
- Katholischer Kindergarten St. Franziskus
- Evangelischer Kindergarten Krabbelkiste
- Evangelischer Kindergarten am Birkenweg
- Staatlich anerkannte Musikschule des Fichtelgebirgsvereins
Verkehr
Speichersdorf liegt an der Bundesstraße 22, die in diesem Abschnitt die Porzellanstraße darstellt, und ist damit an die Bundesautobahnen 9 (18 km) und 93 (38 km) angebunden. Die B 22 führt nach Seybothenreuth (5 km nordwestlich) bzw. nach Kemnath (8,5 km östlich). Die Staatsstraße 2184 führt über Plössen nach Neustadt am Kulm (7 km südöstlich) bzw. nach Windischenlaibach und Seidwitz nach Creußen zur Bundesstraße 2 (11 km westlich). Die Kreisstraße BT 42 führt die B 22 unterquerend über Tressau nach Kirchenpingarten zur Staatsstraße 2177 (5 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Roslas zur Kreisstraße BT 18 (2,5 km südöstlich) und über Selbitz nach Ramlesreuth (1,7 km südlich).[2]
In Speichersdorf befinden sich der Bahnknotenpunkt Kirchenlaibach der Bahnlinien Nürnberg–Cheb und Bayreuth–Weiden und der Flugplatz Rosenthal-Field Plössen. An der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb liegt der Haltepunkt Haidenaab-Göppmannsbühl auf dem Gemeindegebiet, der zugleich Grenzpunkt des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) auf der Linie RB24 ist (Coburg – Bad Steben).
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Kaspar von Ruppert (1827–1895), Reichstags- und Landtagsabgeordneter (Zentrum) aus Kirchenlaibach
- Werner Porsch (1915–2004), FDP-Bundestagsabgeordneter (1967–1969), Altbürgermeister, seit 1980 Ehrenbürger der Gemeinde Speichersdorf
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen
- Christof Nickl (1886–1967), Politiker der CSU, geboren in Roslas, Mitglied des Deutschen Bundestags (1949–1953)
- Manfred Strößenreuther (1948–1986, tödlich verunglückt bei einem Flugzeugabsturz in Speichersdorf), Kunstflugweltmeister
- Adolf von Zerzog (1799–1880), Nairitzer Schlossbesitzer und Abgeordneter für Regensburg in der Frankfurter Nationalversammlung
- Franc Dierl (* 1970), Politiker der CSU, wohnhaft in der Gemeinde Speichersdorf
- Adam Jaskolka (* 1979), Schauspieler, Sänger und Regisseur, lebte von 1989 bis 2002 in Speichersdorf
- Hämatom (Gründung 2004), Metalband
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Speichersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 379 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 640–644.
- Georg Paul Hönn: Speigersdorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 295 (Digitalisat).
- Landkreis Bayreuth in Zusammenarbeit mit der Bayer. Landeszentrale für Polit. Bildungsarbeit (Hrsg.): Unser Landkreis Bayreuth. Bayerische Verlagsanstalt, Bamberg 1983, ISBN 3-87052-916-4, S. 129.
- Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 211.
- Heribert Sturm: Kemnath: Landrichteramt Waldeck-Kemnath mit Unteramt Pressath (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. I, 40). Michael Laßleben, Kallmünz 1975, ISBN 3-7696-9902-5 (Digitalisat).
- Richard Winkler: Bayreuth – Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 30). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1999, ISBN 3-7696-9696-4.
Weblinks
- Offizielle Webpräsenz der Gemeinde Speichersdorf
- Speichersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 5. Januar 2023.
- Speichersdorf: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik
Einzelnachweise
- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
- ↑ a b Topographische Karte 1:50.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. September 2025 (Entfernungsangaben entsprechen gemessener Luftlinie).
- ↑ Speichersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 5. Mai 2023.
- ↑ Gemeinde Speichersdorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 30. November 2021.
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ Gemarkung Speichersdorf (092505). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 10. Dezember 2024.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Dezember 2024.
- ↑ W. A. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen, S. 211.
- ↑ Die Geschichte der Gemeinde Speichersdorf.
- ↑ Addreßhandbuch für die Fränkischen Fürstenthümer Ansbach und Bayreuth. Verlag der beiden Waisenhäuser, Ansbach und Bayreuth 1801, OCLC 869860275, S. 244 (Digitalisat).
- ↑ R. Winkler: Bayreuth, S. 415.
- ↑ H. Sturm: Kemnath, S. 321.
- ↑ a b c d H. Sturm: Kemnath, S. 343.
- ↑ a b A. H. Hoenig (Hrsg.): Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden. Bayreuth 1820, OCLC 165644543, S. 116 (Digitalisat). Dort als Speikersdorf aufgelistet.
- ↑ Robert Zintl: Bayreuth und die Eisenbahn, S. 56.
- ↑ a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 541 (Digitalisat).
- ↑ Richter Messwerkzeuge - Unternehmensgeschichte.
- ↑ Chronik des Flugplatzes Rosenthal Airfield Plössen.
- ↑ Als aus Oberpfälzern Franken wurden In: Nordbayerischer Kurier vom 27. Dezember 2021, S. 15.
- ↑ a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 90, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 26).
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 432.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 677 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1824 und von 1871 bis 2022 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b c d e f g h Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 110, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
- ↑ a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 694, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 106 (Digitalisat).
- ↑ a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 868, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, OCLC 992516308, S. 40 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, OCLC 460588127, S. 113 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 817 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern : Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1890. Heft 58 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1892, OCLC 162230561, S. 113 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 851 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichnis für das Königreich Bayern Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juli 1911. Heft 84 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1911, OCLC 162230664, S. 111 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 857 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 732 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 151 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 297–298 (Digitalisat).
- ↑ LfStat: Speichersdorf: Amtliche Statistik 2017. (PDF) In: statistik.bayern.de. S. 6 und 12, abgerufen am 20. September 2025.
- ↑ LfStat: Speichersdorf: Amtliche Statistik 2018. (PDF) In: statistik.bayern.de. S. 6 und 12, abgerufen am 20. September 2025.
- ↑ LfStat: Speichersdorf: Amtliche Statistik 2023. (PDF) In: statistik.bayern.de. S. 6 und 12, abgerufen am 20. September 2025.
- ↑ Anna Fischhaber: „Das ist nicht in Ordnung“. Süddeutsche Zeitung, 14. August 2013, abgerufen am 20. November 2017.
- ↑ Wappen von Speichersdorf in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Speichersdorf. In: kommunalflaggen.eu. Abgerufen am 20. September 2025.
- ↑ Schattenplätze waren schnell belegt in: Nordbayerischer Kurier vom 27. Juni 2022, S. 15.