Speaking in Tongues (Eckroth-Hadfield-Album)

Speaking in Tongues
Studioalbum von Rachel Eckroth & John Hadfield

Veröffent-
lichung

Februar 2025

Aufnahme

11.–13. Oktober 2023

Label(s) Adhyâropa Records

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

10

Besetzung

  • Gesang, Juno 106, Sequential Prophet 6, Korg Minilogue, Wurlitzer 200A, Steinway-Flügel, Korn Monologue, Moog Subsequent 25, Vintage Vibe E-Piano, Mellotron M4000D: Rachel Eckroth

Studio(s)

Sierra Studios, Athen

Chronologie
Rachel Eckroth: One
(2023)
Speaking in Tongues

Speaking in Tongues ist ein Musikalbum von Rachel Eckroth und John Hadfield. Die vom 11. bis 13. Oktober 2023 in den Sierra Studios in Athen entstandenen Aufnahmen erschienen im Februar 2025 auf Adhyâropa Records.

Hintergrund

Die Pianistin Rachel Eckroth und der Schlagzeuger John Hadfield kennen sich seit ihrer Studienzeit; Eckroth spielt auf dem Album neben einem Steinway Flügel eine Reihe von Synthesizern, den Juno 106, Sequential Prophet 6, Korg Minilogue, Wurlitzer 200A, Korg Monologue, Moog Subsequent 25, ein Vintage Vibe E-Piano und ein Mellotron M4000D. Hadfield steuert Schlagzeug, OP-1, Ableton Live, Roland TR-808, Drum-Programming, Kalimba, Crotales, Morfbeats, Gamelan Strips und Myanmar Bells bei.

Titelliste

  • Rachel Eckroth & John Hadfield: Speaking in Tongues (Adhyâropa Records)
  1. God Particle 4:12
  2. Jeanne d’Arc 3:32
  3. Blood Moon 5:19
  4. The Gospel of 4:04
  5. Sanctus 5:06
  6. Andromeda 5:07
  7. The Jesus Side 4:18
  8. Speaking in Tongues 4:55
  9. Phase and Libration Part 1 3:30
  10. Phase and Libration Part 2 4:53

Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Rachel Eckroth und John Hadfield.

Rezeption

Dave Sumner (Bandcamp) zählt das Album zu einer der besten Veröffentlichungen des Jahres 2025. Die Pianistin und Keyboarderin Rachel Eckroth und der Schlagzeuger und Perkussionist John Hadfield würden das Thema Zungenrede nicht nur musikalisch, sondern auch aus mythologischer, religiöser und etymologischer Perspektive erforschen. Im musikalischen Ausdruck findet es seinen rhythmischen Ausdruck. Die Fülle an Klängen, die sie entfesseln, sei so wild, wie man es sich bei Glossolalie vorstellen mag, und besitze gleichzeitig die entscheidende Eigenschaft aller Sprachen: die Übermittlung von Gedanken und Bedeutung. Es sei ein mitreißendes Album mit vielen atemberaubenden Momenten und dem beständigen Gefühl einer einfachen Melodie, die unterschwellig präsent ist.[1]

Nach Ansicht von Mike Jurkovic, der das Album in All About Jazz rezensierte, würde die akustische Musik der Pianistin, Komponistin und Elektronikkünstlerin Rachel Eckroth etwas Wehmütiges und zugleich Kraftvolles besitzen, das viele ihrer Zuhörer tief berühre. Dies stehe im direkten Gegensatz zu ihrer elektronischen Seite, die, so cool sie auch klingen möge, mitunter etwas zu leicht in die verschwommenen, poporientierten Tendenzen von Vangelis, Kraftwerk oder Gary Numan abdrifte. Sicher, Eckroth lasse diese liebenswerten alten Genres heute aufregend klingen, doch es sei ihr Klavierspiel, das den wahren Zauber ausmache. Getreu den übergreifenden Themen von Eckroths und Hadfields Werken – Mythologie, Religion, Astronomie – seien „Phase and Libration Part 1“ und „Part 2“ Triumphe ihrer Zusammenarbeit. Zweifellos sei dieses Werk ein heißer Anwärter auf das beste Album des Jahres 2025.[2]

Das Titelstück zeichne sich durch eine besonders breite Palette an elektronischen Effekten und Loops aus, schrieb Matty Bannond im Jazz Journal. Eckroth sei normalerweise eine Solistin, die entweder alles oder nichts spiele und große Pausen zwischen den komplexen Klangstrukturen lasse. Hier spiele sie schneller und kraftvoller und wirble förmlich über ihren Flügel und verschiedene andere Tasteninstrumente. Eckroth und Hadfield hätten für Speaking In Tongues jede Menge Equipment ins Studio gepackt – und würden jedem Song eine bemerkenswerte Fülle verleihen. Ein so umfassender, intensiver Dialog sei durchaus ungewöhnlich. Und auch wenn dieses Album nicht alle großen Fragen des Lebens beantworte, lohne es sich doch, sich eingehend damit auseinanderzusetzen.[3]

Einzelnachweise

  1. Dave Sumner: The Best Jazz Albums of 2025. In: Bandcamp. 12. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025 (englisch).
  2. Mike Jurkovic: Rachel Eckroth & John Hadfield: Speaking In Tongues. In: All About Jazz. 20. Februar 2025, abgerufen am 14. Dezember 2025 (englisch).
  3. Matty Bannond: Rachel Eckroth & John Hadfield: Speaking in Tongues. In: Jazz. 11. März 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).