Skarbiszowice

Skarbiszowice
Seifersdorf
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Skarbiszowice
Seifersdorf
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Opole
Powiat: Opole
Gmina: Tułowice
Geographische Lage: 50° 36′ N, 17° 41′ O

Höhe: 165–185 m n.p.m.
Einwohner: 206 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 49-130
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau

Skarbiszowice (deutsch Seifersdorf) ist ein Ort in Oberschlesien in der Stadt- und Landgemeinde Tułowice im Powiat Opolski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie

Skarbiszowice liegt drei Kilometer nordöstlich von Tułowice (Tillowitz), und etwa 21 Kilometer südwestlich Oppeln in der Nizina Śląska (‚Schlesische Tiefebene‘). Skarbiszowice liegt zwischen den Schienen der beiden Bahnstrecken Szydłów–Lipowa Śląska und Opole–Nysa. Östlich des Dorfes liegen weitläufige Waldgebiete, die zum Forst Tułowice gehören. Nachbarorte sind nordwestlich die Dörfer Wydrowice (Weiderwitz) und Sady (Baumgarten), nördlich Grodziec (Groditz) und östlich Szydłów (Schiedlow).

Geschichte

„Sybethticz“ wurde erstmals im Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 urkundlich erwähnt.[2] Der Ortsname wird auf einen damaligen Grundbesitzer oder Gründer des Dorfes zurückgeführt, einen Ritter namens Seyfert. Im Nordwesten des Dorfes lag im Mittelalter eine kleine Ritterburg.[3]

1693 wurde das Dorf von der Herrschaft Falkenberg erworben. Damals bestanden im Dorf sechs Gärtner#Der Gärtner als KleinbauerGärtner- und 18 Häuslerstellen.[3] Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Seifersdorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Seifersdorf ab 1816 zum Landkreis Falkenberg O.S., mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1818 wurde in Seifersdorf eine Schule eingerichtet. 1845 bestand das Dorf aus 55 Häusern, einer katholischen Schule und einem Vorwerk. Die Einwohnerzahl lag damals bei 325, davon 37 evangelisch.[4] 1855 lebten 407 Einwohner im Ort. 1865 zählte das Dorf sechs Bauern-, 14 Gärtner- und 11 Häuslerstellen sowie 389 Einwohner. Die einklassige katholische Schule wurde im gleichen Jahr von 90 Kindern besucht.[5] 1874 wurde der Amtsbezirk Tillowitz gegründet, der aus den Landgemeinden Baumgarten, Ellguth-Tillowitz, Michelsdorf, Schedliske, Schiedlow, Seifersdorf, Tillowitz und Weiderwitz sowie den Gutsbezirken Baumgarten, Ellguth-Tillowitz, Schedliske, Schiedlow, Seifersdorf, Tillowitz und Weiderwitz bestand.[6] 1885 zählte Seifersdorf 227 Einwohner.[7]

1933 lebten in Seifersdorf 421 Einwohner. 1939 stieg die Einwohnerzahl auf 472.[8] Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Falkenberg O.S.

Die Rote Armee rückte am 18. März 1945 in Seifersdorf ein. Danach kam der bisher deutsche Ort Seifersdorf an Polen, wurde in Skarbiszowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Die verbliebene deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, am 20. Juni 1946 weitgehend vertrieben.[3] 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Opolski.

Am Ortsrand von Skarbiszowice wurde bis 2007 Ton zur Weiterverarbeitung in einer nahe gelegenen Porzellanfabrik abgebaut. Mangels Ergiebigkeit wurde der Abbau nach fast 90 Jahren eingestellt.

Sehenswürdigkeiten

  • Gutshof aus dem 19. Jahrhundert
  • Wegekapelle aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts[9]
  • Wegekreuz an der Straße nach Sady.

Einzelnachweise

  1. GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (XLSX-Datei, polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 7. August 2019
  2. Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis
  3. a b c Heimatverein des Kreises Falkenberg O/S: Heimatbuch des Kreises Falkenberg in Oberschlesien. Scheinfeld, 1971. S. 234–236
  4. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 627.
  5. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1137.
  6. Amtsbezirk Tillowitz
  7. Kreis Falkenberg O.S.
  8. Verwaltungsgeschichte – Kreis Falkenberg O.S. (Memento vom 3. September 2017 im Internet Archive)
  9. Dörfer im Oppelner Land (polnisch).