Serail zu Safed
| Serail zu Safed hebräisch הַסָּרָאיָה בִּצְפַת HaSarājah biZfat arabisch سَرَايَا صَفَد, DMG Sarāyā Ṣafad | ||
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Westfassade des Serails mit Uhrturm an der Kikkar haʿAtzmaʾut, 2019 | ||
| Daten | ||
| Ort | Safed (صَفَد, DMG Ṣafad; צְפַת Zfat), | |
| Architekt | Gottlieb Schumacher (Ausbau 1889) Eliʿeser Frenkel (Umbau 1975) | |
| Bauherr | ʿAlī ibn Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidani, Mutasallim des Qaḍāʾ Ṣafad | |
| Baujahr | 1730er Jahre 1889 aufgestockt | |
| Koordinaten | 32° 57′ 52,9″ N, 35° 29′ 48,1″ O | |
| Besonderheiten | ||
| Uhrturm | ||
Das Serail zu Safed in der israelischen gleichnamigen Stadt ist ein ehemaliges Serail, also ein osmanischer Gouverneurssitz. Er stammt aus den 1730er Jahren und damit aus Zeiten (um 1730 bis 1775) der Herrschaft Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidanis. Gemäß der damals fehlenden Trennung der Funktionen war das Serail zugleich Gouverneursresidenz, Verwaltungsgebäude der Bezirksregierung (قضاء, DMG Qaḍāʾ),[1] Kaserne der Sicherheitsorgane, Gefängnis und das Ganze in der Hülle eines festen Hauses zur Abwehr von Überfällen.[2] Das Serail, eins der schönsten Gebäude der Stadt, ist eine Landmarke Safeds.[1][3]
Aus Anlass des 25. Thronjubiläums des osmanischen Sultans wurde 1901 ein Uhrturm angebaut. In der britischen Zeit (1918–1948) blieb der Bau Sitz der Regierung des Bezirks (قضاء صَفَد, DMG Qaḍāʾ Ṣafad, נְפַת צְפַת Nfat Zfat, englisch Sub-district of Safed). Nach folgender militärischer und karitativer Nutzung dient der Bau seit 1975 als Kulturzentrum und Museum.
Namen
Im levantinischen Arabischen erscheint das persische Lehnwort als سراي oder سراية, DMG Sarāy, Sarāya (mask.).[4] Es bezeichnet Bauten für Repräsentation, Wohnzwecke und Verwaltung aus osmanischer Zeit, denn private Gemächer, auch solche für Haremsdamen, wie Verwaltungsräume, waren oft unter einem Dach. Die Bezeichnung für das Serail zu Safed lautet auf hebräisch הַסָּרָאיָה בִּצְפַת HaSarājah biZfat und auf arabisch سَرَايَا صَفَد, DMG Sarāyā Ṣafad ‚Serail Safeds‘. Am Ort ist auch Beit haSarajah (בֵּית הַסָּרָאיָה Bejt haSarājah, deutsch ‚Haus des Serails‘) gebräuchlich.
Lage
Das Serail steht auf ebener Fläche westlich vom Hügel Har Zfat, die neben dem Serail noch Raum für die weite westlich vorgelagerte Kikkar haʿAtzmaʾut (כִּכַּר הָעַצְמָאוּת) lässt, ein öffentlicher Platz. Es liegt südlich außerhalb der Altstadt, die sich an Westhängen des Burgbergs der Kreuzfahrerburg erstreckt, erstmals 1168 erbaut und 1240 riesig neu erbaut als Höhenburg der Templer,[5.1] seit dem Erdbeben in Galiläa 1837 Ruine.
Geschichte
Galiläa kam, wie die gesamte Levante, durch den Osmanisch-Mamlukischen Krieg (1516–1517) ans Osmanische Reich. Sultan Süleyman I. der Prächtige, ermöglichte Juden in Safed eine Blütezeit, in der Isaak Luria und andere Kabbalisten wirkten und die nicht einmal hundert Jahre andauerte.[1] Die Situation begann sich Mitte des 17. Jahrhunderts zu verschlechtern, als die Hohe Pforte schwächer wurde und lokale Führer begannen, sich gegenseitig zu bekämpfen, wobei es ihnen vorrangig darum ging, sich gegenseitig Gebiete abzuluchsen, um in weiteren und womöglich minder ausgeplünderten Bereichen die Steuern einzutreiben, wobei sie davon nur einen Bruchteil an die Hohe Pforte weitergaben. Safed sank herab zu einem elenden Flecken in der Peripherie eines zerrütteten Osmanischen Reiches.[1]
Diesem Verfall stemmte sich Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidani (um 1690–1775) entgegen, eine mutige und charismatische Persönlichkeit aus der erfolgreichen Beduinenfamilie al-Zayadina,[1] damals ansässig in ʿArraba. Aus gegebenem Anlass, zu einem nicht genau überliefertem Zeitpunkt zwischen 1713 und 1718, hatte er das Dorf al-Biʿna (البعنة) vor Erpressung überhöhter Abgaben an den Wālī des Eyâlets Sidon bewahrt, was seinen guten Ruf begründete.[6.1] Als Kaufmann erfolgreich konnte er in eine bedeutende damaszenische Familie einheiraten und rückte um 1730 in herausgehobene Stellung als Sprecher eines Stammes von Unruhestiftern. Die Banū Ṣaqr trieben zwischen Safed und Tiberias ihr Unwesen und baten al-ʿUmar al-Zaidani um seine Fürsprache beim Wālī von Sidon der schon militärisch gegen sie vorgehen wollte.[7] Als Dank für die erfolgreiche Vermittlung erwiesen die Banū Ṣaqr ihrem Sprecher Kampfesdienste, womit er im gleichen Jahr – mit Einwilligung des Wālīs – Tiberias im sich selbst überlassenen Südosten des Eyâlets einnahm, indem sie die Drusen vertrieben, die die Gegend verheerten.[7] Der Wālī ernannte ihn zum Steuerpächter (ملتزم, DMG multazim) der zugehörigen Nahiyat Tabariyya.[7]
Al-ʿUmar al-Zaidani befestigte sich Tiberias, erbaute das dortige Serail, und nahm 1738 die Festung Gadin (arabisch قَلْعَة جِدِّيْن, DMG Qalʿat Ǧiddīn ‚Burg Ǧiddīn‘) ein mitsamt den Dörfern Abu Sinan, Wabar und Tarschiha, wo der Steuerpächter die Steuerpflichtigen derart schröpfte, dass diese an al-ʿUmar al-Zaidani appellierten, sie von diesem Joch zu befreien. Er holte die Einwilligung des Wālīs ein, dort Steuerpächter statt Hussain bin Chaliqs zu werden und schlug ihn mit Hilfe der Banū Ṣaqr.[7] Den Multazim von Safed, das zwischen Tiberias und Gadin liegt, presste und lockte Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidani im gleichen Jahr ihm auch diese Stadt und die Nahiyat Safed zu überlassen,[7] wodurch er ein durchgehendes Gebiet in Galiläa zusammengebracht hatte. Ẓāhir al-ʿUmar setzte kaufmännisch denkend auf regelmäßige kontinuierliche Steuereingänge, statt auf einmalige Höchstbeträge, die die Steuerpflichtigen ruinierten.[8] Sein Konzept schloss auch ein, Landpächter vor Räubern zu schützen.[6.2] Bei Eroberung Gadins hatte al-ʿUmar al-Zaidani den maghrebinischen Söldner Aḥmad al-Dankizlī kennengelernt, der sich ihm anschloss und über den er mit den Jahren über 1.000 Maghribiner als Söldner anwarb, mit deren Hilfe er sich der unsicheren, zu Räubereien neigenden Banū Ṣaqr entledigte.[8]
Von Kaufleuten respektiert und bäuerlichen Landpächtern für Rücksicht und Schutz geschätzt, begann Ẓāhir al-ʿUmar mit Verhandlung und militärischem Geschick in Galiläa eine Ordnung aufzubauen, die Schutz vor Raubüberfällen und amtlicher Ausbeutung und Willkür bot, indem er allgemeine Regeln aufstellte und durchsetzte, auf die sich die Einwohner verlassen konnten. Die Ruinenstadt Akkon mit ihrem natürlichen Hafen nahm Ẓāhir al-ʿUmar sich zur Hauptstadt und rekonstruierte ihre Befestigungen.[9] Die Nahiyat in Galiläa bis Safed und Tiberias gehörten jetzt zum Verwaltungsgebiet (später Sandschak Akkon genannt) mit Sitz in der regionalen Hauptstadt. In Ẓāhir al-ʿUmars Gebiet vor Raub geschützt konnten bäuerliche Produzenten ihre Produktion steigern und behielten nach Steuer und Pacht mehr von ihrem Ertrag für sich übrig als ihresgleichen in Gebieten anderer Herren. Ẓāhir al-ʿUmar übernahm den Export global gängiger Feldfrüchte auf die Weltmärkte.[6.3]
Wachsende heimische Produktion und steigende globale Preise brachten den Beteiligten auf allen Ebenen mehr ein, bei gleichzeitigem Schutz vor Willkür und Raub, so dass Ẓāhir al-ʿUmars bislang dünn besiedeltes Herrschaftsgebiet eine Sogwirkung auf Migranten von außerhalb entwickelte.[6.4] In den Folgejahren erhob sich al-ʿUmar al-Zaidani in seinen Steuerbezirken zum autonomistischen Regionalpotentaten, geflissentlich dem osmanischen Fiskus den geforderten Anteil an den Steuern zahlend und offenen Konflikt mit der wenig präsenten Hohen Pforte meidend, sondern deren Anerkennung suchend.[6.5] Sein Herrschaftsbereich blieb immer prekär, denn die Hohe Pforte ihrerseits beäugte argwöhnisch jede erfolgreiche lokale Regierungskunst als Gefahr für die Reichseinheit und ermutigte wieder und wieder Wālīs benachbarter Verwaltungsbezirke al-ʿUmar al-Zaidani zu stürzen.
Dieser setzte Brüder, Neffen, Cousins und seine acht Söhne als Mutasallim (متسلم) in den verschiedenen befestigten Plätzen seines Herrschaftsbereichs ein. Es saßen die Söhne ʿAbbās in Nazareth im dortigen Serail, Aḥmad zunächst in Sepphoris und nach Zugewinn weiter östlicher Gebiete dann in ʿAdschlun und as-Salt, ʿAlī in Safed, der älteste Ṣalībī in Tiberias,[10] ʿUthmān in Schafā ʿAmr und deren Onkel Saʿd al-ʿUmar al-Zaidani in Dair Ḥanna,[6.6] ältester Bruder Ẓahirs al-ʿUmars. Zur Sicherung der erlangten Position errichtete ʿAlī ibn Ẓahir al-ʿUmar das Serail zu Safed.[11][12] Die Einnahme Safeds in Obergaliläa hatte die Einflusszone seines Vaters derjenigen der schiʿitischen Metawali (متوالي, DMG Mutawāli) im nordgaliläischen Dschabal ʿĀmil aufgedrängt, die sich als mögliches Objekt weiterer Ausdehnung Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidanis in Stellung brachten.[6.7] Ẓahir al-ʿUmar fand einen lange Jahre stabilen Interessensausgleich.[13]
Im September 1746 erzwang Ẓāhir al-ʿUmar in seinem Herrschaftsbereich als einziger Mittelsmann ein Monopol im Baumwollhandel zwischen einheimischen Verkäufern und europäischen, vor allem französischen Käufern, um als Regionalpotentat eine Monopolrente fiskalisch abzuschöpfen.[6.8] Ẓāhir al-ʿUmar brachte auch weitere Gebiete unter seine Herrschaft, was einheimische Bauern eingenommener Landstriche meist wohlwollend hinnahmen. Bald gehörten außer Galiläa weitere Landstriche, wie die südlich von Haifa gelegene Scharonebene an der Küste und der nördliche Küstenstreifen bis einschließlich Sidon zu seinem Gebiet.[6.9] Dass die Handelswege Darb al-Hawarnah und Via Maris nunmehr abschnittsweise al-ʿUmar al-Zaidanis gut organisierten Herrschaftsbereich durchquerten, lief den Interessen der Damaszener und der Nabulusiten zuwider, so dass sie alarmiert waren.[6.10] Die seit langem verfallenen alten Handelsstraßen ließ Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidani bewusst in diesem Zustand, um feindliche Heeresbewegungen und besonders den Transport von Kriegsmaschinen gegen die Serails in seinem Gebiet zu erschweren.[6.11]
Während der Amtszeit ʿAlī ibn Ẓahir al-ʿUmar wuchs die jüdische Gemeinde Safeds (Teil des Alten Jischuvs), und die Stadt genoss mehrere Jahre Stabilität und Sicherheit.[1] Die Erdbeben in der Levante 1757 erschütterten am 30. Oktober und 25. November d. J. Safed und die Region schwer. Gebäude stürzten ein und erschlugen Hunderte Menschen. Auch das Serail nahm Schaden.[1] ʿAlī ibn Ẓahir al-ʿUmar ließ die Schäden beheben, denn den Verwandten als lokale Statthalter oblag jeweils in ihrem Bereich der Festungsbau und Rekrutierung wie Unterhalt einer Truppe zur Sicherheit vor Ort, mit der sie Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidani bei Bedarf beisprangen.[11] ʿAlī ibn Ẓahir al-ʿUmar auf dem Serail zu Safed, als Führungskraft und strategisch der talentiertes Sohn seines Vaters, forderte von diesem immer wieder mehr Teilhabe bzw. 1774 schließlich die Nachfolge als Herrscher.[14] Sein Bruder Aḥmad ibn Ẓahir al-ʿUmar aus Tiberias half dem Vater ʿAlī 1774 zurück in die Disziplin zu zwingen, doch lang anhaltene Konflikte mit konkurrierenden Herren osmanischer Nachbarprovinzen wie Ägypten, Syrien, aus Nablus oder dem Libanongebirge (Drusen) hatten die Streitkräfte und materiellen Ressourcen Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidanis erschöpft.[14] Unbezahlt gebliebene Söldner meuterten.
Die Hohe Pforte, seit 1768 gebunden im Sechsten Russischen Türkenkrieg, erlangte im Frieden von Küçük Kaynarca im Juli 1774 militärische Schlagkraft frei, die sie gegen Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidani richtete. Von der Pforte ermuntert zog der osmanische Vasall Muhammad Bey Abu Dahab des Eyâlets Ägypten aus gen Jaffa, das seit 1771 den Südpunkt des Herrschaftsbereichs Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidanis bildete, und überwand die Stadtbefestigung am 20. Mai 1775, wobei er ein Exempel statuierte und alle Männer der Stadt enthaupten ließ.[14] Die demoralisierende Wirkung blieb nicht aus, wer sich bewegen konnte, verließ Akkon, Ẓahir al-ʿUmars Hauptstadt, einschließlich seiner selbst am 24. des Monats.[14] Sein Sohn ʿAlī rückte in die Stadt ein und erklärte sich zum Nachfolger, bis eine Woche später die Ägypter Akkon einnahmen und dem flüchtigen Ẓahir al-ʿUmar in die Berge nachsetzten. Doch am 10. Juni starb unerwartet Abu Dahab, worauf alles ägyptisches Kriegsvolk nach Kairo strömte, um bei den gewaltsamen Kämpfen um die Nachfolge, wie bei den ägyptischen Mamluken üblich, ihren Beitrag zu leisten.[6.12]
Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidani begab sich am 12. Juni 1774 zurück nach Akkon, wo im Jahr darauf die osmanische Marine unter Kommando Kapudan Paschas für die Hohe Pforte die während des Konflikts aufgelaufenen Steuern nachforderte. Statt die Forderung zu erfüllen, riet Ibrāhīm al-Ṣabbāġ (إبراهيم الصباغ; um 1715–1775), ab 1757 Leibarzt und ab 1761 zudem Wesir und Finanzverwalter al-ʿUmar al-Zaidanis, lieber zu kämpfen, doch Aḥmad al-Dankizlī, Chef der erschöpften Truppen, handelte heimlich mit Kapudan Pascha aus, sich kampflos zu ergeben, die ausstehenden Steuern zu begleichen und dem Pascha zur persönlichen Bereichung das Vermögen des Wesirs zu überlassen.[15] So geschah es, der Wesir wurde nach Einnahme der Stadt getötet, sein Vermögen ging an den Marinechef. Ẓahir al-ʿUmar floh mit wenigen Getreuen, von denen einer seiner megrebinischen Söldner ihn bei passender Gelegenheit ermordete.[15]
Als neuen Scheich ernannte die Hohe Pforte Aḥmad ‹al-Dschazzār› Pascha ab 1777 mit Titel eines Wālī des Eyâlets Sidon,[6.13] als der er 1779 aber seinen Sitz im gut organisierten und modern wie bequem ausgebauten Akko nahm.[6.14] Aḥmad ‹al-Dschazzār› Pascha, dem Gewalttätigkeit den Beinamen ‹der Schlächter› (الجزّار al-Ǧazzār) eingetragen hatte,[6.15] fehlten wirtschaftlicher Sachverstand, freundschaftliche und als Bosniake familiäre Beziehungen in seinem Machtbereich und die Fähigkeit, seiner Macht widerstreitende lokale und regionale Potentaten durch Zugeständnisse und Abkommen für sich zu gewinnen.[6.16] Stattdessen setzte er auf Gewalt, um angebliche und tatsächliche Gegner zu beseitigen und potentielle Widersacher abzuschrecken.[6.17] Diese Gewalt, überzogen und brutal und zudem oft die Falschen treffend, verschreckte und wiegelte Viele zum Widerstand auf, was wiederum Dschazzār Pascha überall angebliche Verschwörer vermuten und dann verfolgen ließ.[6.18]
Daher unterhielt Dschazzār Pascha einen personalstarken Repressionsapparat aus teuren fremden Söldnern ohne Bindungen zu lokaler Bevölkerung.[6.19][5.2] Steigende Ausgaben erforderten höhere Steuerforderungen und -einnahmen, die z. B. ein neues obrigkeitliches Monopol im Getreidehandel einbringen sollte.[16] Die Zahl der Bauern sank, teils durch Flucht vor Repressalien oder vor Steuerexekution und schließlich in Folge Todes durch die Beulenpest 1786.[6.20]
Galiläer wanderten ab und mehr und mehr Agrarflächen lagen brach.[16] Entsprechend sanken die Ernten, die Agrarexporte und die Einnahmen aus darauf erhobenen Zöllen, während die Unzufriedenheit in der verbliebenen Bevölkerung stieg.[6.21] In den 1750er Jahren kam noch die Hälfte aller französischen Baumwollimporte des Mittelmeerraums aus Akko, 1789 überwogen Importe aus Smyrna und Thessalonike, die aber schon um mehr als das Doppelte von US-Lieferungen überflügelt wurden.[6.22] Die US-Produktion von Baumwolle stieg am Ende schneller als die ständig wachsende französische Baumwollnachfrage, was die Preisentwicklung bremste und schließlich gar umkehrte.[6.23]
Dschazzārs Versuch aber, französische Käufer 1790 an Direktkäufen bei Bauern zu hindern, womit sie Exportabgaben umgehen wollten, ließ diese nach Beirut weiterziehen.[6.24] Dschazzār Paschas Nachfolger, sein Adoptivsohn Süleyman Pascha ‹al-ʿĀdil› (Amtszeit 1805–1819), ließ die Produzenten drängen, auf Getreide umzustellen, das die durch Kontinentalsperre vom preußischen und polnischen Getreide abgeschnittene britische Nachfrage zu fast jedem Preis abnahm.[6.25] Nachdem preußisches Getreide ab 1814 wieder nach Britannien gelangte, fielen Importe dieser Art aus Galiläa dramatisch ab, woraufhin die Produzenten wieder auf Baumwolle umstellten, die sie exportierten.[6.26] Die 1820 einsetzende Erholung der Produktion in Europa und Britisch Indiens Rückkehr in den Europahandel erzeugten einen Wettbewerb bei Getreide und Baumwolle, in dem Galiläas Produzenten nur durch Investitionen in höhere Produktivität, Produktionserneuerung und/oder Erschließung neuer Produkte hätten mithalten können.[17]
Doch Süleyman Pascha und sein Sohn und Nachfolger ʿAbdullah Pascha ibn ʿAlī (Amtszeiten 1820–1822 und 1823–1832) suchten als Wālīs des Eyâlets Sidon mit Sitz in Akkon sinkenden Exportzolleinnahmen in Folge fallender galiläischer Exporte zu wehren, indem sie Abgabenerhöhungen, willkürliche Enteignungen und Zwang durch Staatsmonopole bei bestimmten Exportartikeln und unerlässlichen Verbrauchsgütern einführten.[6.27] Auch die unter al-ʿUmar al-Zaidani aufgeblühte jüdische Gemeinde in Safed schwand, da ʿAbdullah Pascha Juden als Nichtmuslime wieder hohe Sondersteuern (Dhimma) auferlegte. Im Vergleich zu akkonischen Potentaten erwiesen sich osmanische Statthalter in Beirut als sachverständiger, und der Levantehandel verlagerte sich dorthin. Galiläa verfiel, Bauern verließen ihr Land, das brach fiel, und verdingten sich andernorts als Tagelöhner. Beduinen aus östlichen Wüsten kamen in das zunehmend entvölkerte Land und trieben dort extensive Hütehaltung. Der nächste Wālī von Sidon nahm seinen Sitz ebendort, da Akkon zu sehr herabgesunken war. Das Sandschak Akkon dagegen behielt seinen Sitz in der Stadt.
Zwischen Erstem und Zweitem Ägyptisch-Osmanischen Krieg, während einer Revolte gegen die ägyptischen Besatzung (1831–1841) wandten sich Aufständische 1834 in einem Pogrom gegen die jüdische Gemeinde Safeds und ermordeten über 500 Juden und verletzten viele weitere mehr.[18] Das Erdbeben in Galiläa 1837 zerstörte in der ganzen Region Gebäude, in denen viele Menschen starben, zerstörte die Kreuzfahrer-Mamluken-Festung auf dem Burgberg und beschädigte auch das Serail zu Safed. Im Jahr drauf überfielen Drusen die ungeschützte Stadt.[19.1] Die desolate Situation nach Ende der ägyptischen Besatzungszeit 1841 ließ zunächst nur einfache Reparaturen am Serail zu. Das Serail diente weiter als Sitz von Verwaltung und Mutasallim der Nahiyat Safad im Sandschak Akkon. Auch das Gefängnis bestand fort. Safed erholte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und zu dessen Ende lebten dort wieder 12.000 Einwohner, zur Hälfte Juden zur anderen nichtjüdische Araber (überwiegend Muslime, zu geringem Anteil auch arabische Christen).[5.3] Das Sandschak Akkon ließ 1889 Gottlieb Schumacher, Bezirksingenieur des Sandschaks, das Serail erneuern[20] und aufstocken, wobei der Westflügel hofseitig als offene Galerie angelegt wurde. Im Jahre 1900/1901 wurde ein Uhrturm angebaut.
Der osmanische Versuch im Ersten Weltkrieg auf Seiten der Mittelmächte, den Suezkanal zu blockieren, um so die Verbindungen zwischen den Teilen des Britischen Imperiums auf weite Umwege zu zwingen und im Falle eines Sieges das bis 1882 osmanische Chedivat Ägypten dem britischen Einfluss wieder zu entreißen, endete schließlich mit der Niederlage und Auflösung des Osmanischen Reiches. Den osmanisch eröffneten Sinaifeldzug trieben siegreiche Gegenvorstöße der Egyptian Expeditionary Force (EEF) der Triple Entente vom ägyptischen Sinai immer weiter nordostwärts über die osmanische Grenze ins Mutesarriflik Jerusalem, wo britisches Militär die levantinische Frontlinie zwischen Entente und Mittelmächten als Palästinafront, christlicher, europäischer Fremdbezeichnung des Heiligen Landes folgend, obwohl es keine osmanische Verwaltungseinheit dieses Namens und dieser territorialen Fassung gab.[19.2]
Den Sandschak Akkon eroberten die EEF im September 1918 und das Vereinigte Königreich gliederte es in die Besatzungszone osmanisches Gebiets namens Occupied Enemy Territory South (OETA South) ein., wie mit Frankreich im Sykes-Picot-Abkommen 1916 abgestimmt. Das Serail diente den britischen Besatzungstruppen als lokale Militärregierung für den Qaḍāʾ Ṣafad, ein Unterbezirk dieses Sandschaks.[20] Mit Einrichtung der Zivilverwaltung ab Juli 1920 bekam der Qaḍāʾ Ṣafad als einer der Subdistrikte des neuen Territoriums Palästina auch in den andern beiden Landessprachen amtliche Bezeichnungen auf englisch Sub-district of Safed und auf hebräisch נְפַת צְפַת Nfat Zfat. Die Briten bauten das Serail für die Zwecke des Subdistrikts um, das Gefängnis wurde zur Untersuchungshaftanstalt herabgestuft, Garagen für Dienstfahrzeuge kamen dazu. Den Subdistrikt leitete jeweils ein Assistant District Commissioner, der aber nicht mehr im Serail wohnte.[21]
Zwischen 23. und 29. August 1929 verübten nichtjüdische, meist muslimische Palästinenser eine landesweite Serie antisemitischer Pogrome, das letzte in Safed, dabei mordeten sie 133 jüdische Palästinenser und verletzten 339,[22][23] während die Polizei 116 arabische Gewalttäter und teils anwesende Unbeteiligte erschoss und Juden in Notwehr oder Kampf 20 Araber töteten.[24][25] Die Palestine Police evakuierte 17 palästinensische jüdische Gemeinden vorübergehend, um sie zu schützen.[26] Am Sonntag, den 24. August demonstrierten muslimische Palästinenser in Safed, um ihre Zustimmung zu Pogromen andernorts kundzutun, und am 29. des Monats schritten dann nichtjüdische arabische Gewalttäter aus Safed und Umgebung zur Untat in der jüdischen Altstadt. Von auswärts kamen Dorfbewohner zum Pogrom und zogen ihrem Weg entlang in die Altstadt eine Blutspur, vorbei am Haus des jüdischen Lehrers Aphriat, den sie mit Gattin und Mutter erschlugen, dem jüdischen Waisenhaus, wo sie Heimkinder totprügelten und beim Anwalt Toledano, den sie erstachen und dann zertrampeltem.[27.1]
Die arabischen Gewalttäter ermordeten 18 jüdische Palästinenser, darunter Frauen, schlitzten Babys auf, erschlugen alte Leute und verletzten weitere 80 Juden. Parallel plünderten Pogromisten um 200 jüdische Haushalte der Altstadt und legten Brände.[28][29] Während des gesamten Pogroms gab die Polizei keinen Schuss ab.[27.2] Viele Juden flohen zum Serail, wo die Verwaltung des Subdistrikts ihnen Schutz im Hof gewährte.[20] Dann eilte der Pogrommob ebenfalls zum Serail und Eiferer bestürmten es, woran die Briten sie nicht hinderten.[20] Arabische Palästinenser erklommen das Dach und schossen ungehindert auf die Schutzlosen im Hof.[3] Derweil plünderten ihre Nachbarn weiter jüdische Häuser in der Altstadt.[1] Viele jüdische Überlebende verließen die Stadt. Im Großen Arabischen Aufstand (1936–1939), seinerzeit größte Erhebung gegen eine britische Kolonialverwaltung, erhoben sich arabische Nationalisten mit tödlichen Gewaltakten gegen tatsächliche und vermeintliche, zivile wie militärangehörige Vertreter der britischen Mandatsmacht, und gegen die Minderheit jüdischer Palästinenser, worauf die jüdische Gemeinde auf etwa 1.800 Seelen schrumpfte.[5.3]
Die UNO, an die Großbritannien, der Gewalt im Lande überdrüssig, seinen Mandatsauftrag zurückgab, sah angesichts dieser Gewalt in der Ein-Staat-Lösung keine Chance für Erfüllung der Mandatsbestimmungen einer sicheren jüdischen Heimstatt und einer arabischen Unabhängigkeit und schlug mit Mehrheitsbeschluss im November 1947, einen Plan vor, das Mandatsgebiet im Mai 1948 zu teilen und die Folgestaaten in die Unabhängigkeit zu entlassen. Die vorgeschlagene Aufteilung lehnte die arabisch-palästinensische Seite weithin ab und wurde darin unterstützt von arabischen Nachbarstaaten und deren Armeen. Diese Nachbarstaaten – sämtlich Mitglieder der Arabischen Liga – kündigten die Invasionen ihrer Streitkräfte an, für den Fall, dass ein jüdischer Staat gegründet werden sollte.
Im Vorlauf dieser angekündigten Invasionen mühten sich die nationalen Bewegungen im Lande – antizionistische überwiegend nichtjüdische einerseits und andererseits zionistische überwiegend jüdische Palästinenser – darum, auch mit Gewalt Positionen und Posten einzunehmen bzw. zu halten, die im bevorstehenden Krieg strategisch wichtig erschienen, was sich zum Bürgerkrieg zwischen arabischen und jüdischen Palästinensern (Dezember 1947 – Mai 1948) auswuchs. Die Arabische Liga hatte die Arabische Befreiungsarmee aufgestellt, die ab Ende 1947 ins Mandatsgebiet einsickerte, um im Bürgerkrieg bewaffnete und zivile Angehörige der britischen Mandatsmacht und jüdische Palästinenser zu attackieren.[30]
Im Frühjahr 1948 begannen die Briten im Rahmen ihres Abzugs das Mandatsgebiet zu räumen, in der Peripherie beginnend. Safed räumten sie am 16. April d. J. Am Serail lief der Abtransport von Unterlagen und beweglicher Habe, die mit nach Großbritannien sollten. Am britisch beschlagnahmten Beit Schalwah (בית שלוה) in der jüdischen Altstadt fuhr die Mandatsmacht um 14 Uhr letztmals weiß beflaggte Fahrzeuge vor, um – wie bei früheren Gelegenheiten auch – Juden in Safed, die nach Jahren der Verfolgung nur noch eine kleine Minderheit am Ort ausmachten, die eskortierte Flucht zu ermöglichen,[31] welche Gelegenheit einige wahrnahmen. Das lokale Hagannah-Kommando reagierte ablehnend und gab die Parole aus: Die Verteidiger werden verteidigen.
Nach Abfahrt der letzten britischen Fahrzeuge bezogen Einheiten der Arabischen Befreiungsarmee das Serail als örtliches Hauptquartier,[3] das große Tegart-Fort auf dem Har Knaʿan (הר כנען) nördlich oberhalb des muslimischen Viertels al-Ṣawāwīn (حارة الصواوين) und den Beit Schalwah.[31] Nicht kämpfende jüdische Safawiten/Zfatiten begaben sich in Schutzräume. Die massiv gebaute AR"I-Synagoge richteten die Verteidiger als Lazarett und Schutzraum für Nonkombattanten ein.[31] Mit Abzug der Briten um 15 Uhr eröffnete die Arabische Befreiungsarmee umgehend den am Ende 14-stündigen Angriff gegen die verbliebenen Juden der Stadt. Diese waren nicht ausreichend vorbereitet. Die arabischen Versuche mit schwerem Feuer, Haussprengungen und vom Burgberg herabrollenden Fassbomben in die jüdische Altstadt einzudringen, konnte die Hagannah abwehren.[31] Sie hatte zehn Verletzte zu beklagen, die arabische Erste-Hilfe-Station verzeichnete 18 Tote und mehr Verwundete. Die mäßige Zahl jüdischer Kämpfer erwartete dringend Verstärkung durch die Palmach.
Ein Zug von 35 Mann des Dritten Bataillons der Palmach unter Zugführer Elʿad Peled erreichte am Schabbat ha-Gadol, den 17. April 1948, im Schutze der Nacht von Nordosten kommend die jüdische Altstadt gegen 5:00 Uhr früh. Peled übernahm das Kommando aller jüdischen Verteidiger und ließ die Befestigungen in der Altstadt verstärken.[31] Da Pessach war, erbat er von den Rabbinern Avraham Zeida Heller und Ephraim Schraga Wingot die Erklärung, dass die Befestigungen dem Schutz von Menschenleben dienten und dass es daher angesichts der Kriegsgefahr geboten sei, die Befestigungsarbeiten trotz pessachdiger Schabbatruhe zu verrichten.[31] Die entstehenden Befestigungen sicherten die jüdische Altstadt an ihren Zugängen, vor allem gen Osten zu Markt und Marktmoschee (جامع السوق Ǧāmiʿ al-Sūq von 1901) hin, der das muslimische Viertel vom jüdischen trennte.[32]
Dennoch gelang den arabischen Kämpfern die erste Befestigungslinie vom Markt aus zu nehmen und erst an der zweite Linie vermochten Verteidiger der Altstadt unter Abschnittskommandeur Benjamin Geiger sie aufzuhalten. Ein Befreiungsschlag würde nur mit Verstärkung gelingen. Der Kommandeur der arabischen Streitkräfte in der Region, Adib asch-Schischakli, damals Befehlshaber der 2. Jarmuk-Brigade der Arabischen Befreiungsarmee, später syrischer Präsident,[33] startete am 1. Mai 1948 einen schweren Angriff auf Ramot Naftali, um dort jüdische Kräfte zu binden, die daher nicht zum Entsatz Safeds bereit stünden. Doch Jigʾal Allon sandte das übrige Dritte Bataillon der Palmach als Verstärkung ins belagerte Safed und eben nicht ins angegriffene Ramot Naftali.[31]
Die Verstärkung nahm auf dem Weg am 3./4. Mai 1948 die arabischen Dörfer Biriyya und ʿAin Zaitun nordwestlich Safeds ein,[31] womit jüdische Kräfte die Stadt bis zum 9. Mai des Jahres langsam von drei Seiten umzingelten. In der Zwischenzeit gelang den Verteidigern der Altstadt, den Burgberg, um Angriffe von oben zu unterbinden, und den Beit Schalwah einzunehmen, den seit Anfang Mai 1948 irakische Streitkräfte besetzten, um die Blockade der nördlichen Zufahrt zur Altstadt aufzuheben.[31] Nach Vorrücken des dritten Palmach-Bataillons in Safeds Vororte am 9. Mai, setzten sich tags darauf die Einheiten der Arabischen Befreiungsarmee über die einzig noch offene Nordostseite ab, gefolgt von arabischen Zivilisten, die sich ihres militärischen Schirms entblößt fanden.
Am 11. Mai 1948 begannen Palmach-Einheiten mit der Durchsuchung der übrigen Stadt, die sie jedoch verlassen vorfanden. Im Serail fanden sie Hunderte Kilogramm Sprengstoff, Hunderttausende Schuss Munition und reichlich andere Ausrüstung. Das Tegart-Fort auf dem Har Knaʿan dagegen, hatte die Arabische Befreiungsarmee komplett räumen können, die Palmach hisste um 16:25 Uhr die hebräische Flagge auf dem prominenten Turm des Forts. Die Abschnittskommandeure fungierten in Ermangelung einer Zivilverwaltung einstweilen auch in zivilen Angelegenheiten. Tage später, mit Ausrufung der Unabhängigkeit Israels am 14. Mai 1948, wurde Safed Teil des neuen Staates. Die Hagannah übernahm das Serail mit den aufgefundenen Reserven. Die im Juli 1948 gegründeten Streitkräfte zur Verteidigung Israels richteten im Serail ein Unterbezirksersatzamt ein, erste Vereidigungen von Rekruten fanden noch im gleichen Jahr statt.[20]
Ab 1951 verabredeten das US-amerikanische Joint Distribution Committee und die Malbe"N (מַלְבֵּ״ן, מוֹסְדוֹת לְטִפּוּל בְּעוֹלִים נֶחֱשָׁלִים Mōsdōt ləṬippūl bəʿŌlīm Nechschalīm, deutsch ‚Einrichtungen für Pflege von eingeschränkten Einwanderern‘) die Fürsorge für Einwanderer mit besonderen Bedürfnissen wegen geistiger oder körperlicher Einschränkungen zu übernehmen. Die Regierung Israels erbat Hilfe in der Not, da sie außer Palästinaflüchtlingen (27.000 jüdische Israelis, die aus Heimatorten im Gazastreifen, Jerusalem (Ost) oder im Westjordanland geflohen oder vertrieben waren,[34] 31.000 arabische Israelis, die ihre Heimat in Israel verloren hatten und nicht im Ausland, sondern in anderen israelischen Orten lebten,[35] für die beide bis 1952 UNWRA zahlte[36]) weitere Hunderttausende Europa- sowie Arabien-Flüchtlinge und -Vertriebene (insgesamt 512.345 zwischen 1948 und 1950) aufgenommen hatte, womit sich das Zahlenverhältnis von beheimateten Israelis (745.655) zu geflüchteten Israelis (585.345 einschließlich Binnenflüchtlingen) bei 134 : 100 einpendelte.[37] Im Zuge dessen richteten Joint und Malbe"N im Serail ein Heim für pflegebedürftige Schoahüberlebende ein.[20] Dazu gehörten eine Krankenstation und eine Heimsynagoge, die Noʿam Synagoge. Da das Serail modernen pflegerischen Anforderungen nicht gerecht wurde, bezogen das Heim mitsamt Bewohnern 1975 einen Neubau.
Mit finanzieller Unterstützung der britischen Philanthropen Isaac Wolfson (1897–1991) und Edith Specterman (verh. Wolfson; 1903–1981), Eigentümer der GUS plc, restaurierte der Architekt Eliʿeser Frenkel (אליעזר פרנקל; 1929–2012), Sohn Jizchaq Alexandre Frenels, ein Angehöriger der Künstlerkolonie in der Altstadt, die nach 1948 entstand,[5.3] die Substanz des Serails und baute es 1975 für die künftigen Anforderungen als Wolfson-Kulturzentrum (הַמֶּרְכָּז הַקְּהִלָּתִי עַ״שׁ ווּלְפְסֶון HaMerkaz haQəhillatī ʿal Schem Wolfson) um.[20] Es beherbergt eine Ausstellung zur Geschichte Safeds und historische Licht- und Tonshows. Die Touristeninformation der Stadt befindet sich hier.
Einer der Räume dient als kleine Noʿam-Synagoge, andere der Musikschule und eine Hebräisch-Sprachschule für neue Einwanderer.[3] Gelegentlich finden im Innenhof Kammermusikkonzerte statt, und in den Sommermonaten werden im Rahmen des Klezmer Festivals Safed Musikworkshops abgehalten. Zur dauerhaften Finanzierung bekommt das Kulturzentrum Lottomittel und firmiert daher inzwischen als מֶרְכַּז תַּרְבּוּת, נֹעַר וּסְפּוֹרְט [מַתְנָ״ס] עַ״שׁ אַיְיזִיק וְאִידִית׳ ווּלְפְסֶון Merkaz Tarbūt, Noʿar ūSpōrṭ [MaTNaS] ʿal Schem Ajsiq wəʾIdith Wulfssen.
Serail
Die meisten Befestigungen, die Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidani und seine Statthalter sich errichteten, basieren auf Ruinen früherer Festungsanlagen (z. B. Zitadelle (Akkon), Festung Gadin) der Kreuzfahrer oder Mamluken.[1] ʿAlī ibn Ẓahir al-ʿUmar, den sein Vater nach der Einnahme der Nahiyat Safed als Mutesallim eingesetzt hatte, ließ das Serail errichten.[11] Er wählte für den Standort des Serails eine ebene Fläche am Hügel Har Zfat.[1] Die Ruine der Kreuzfahrerburg auf dem Stadtgipfel (im Volksmund auch הַפִּיטְמָה haPitmah genannt) wurde nicht überbaut. Möglicherweise verließ ʿAlī sich bei der Wahl des Bauplatzes auf Safeds Gesamtlage auf einem Berggipfel, dessen Zufahrtswege beschwerlich waren und Eindringlinge abschreckten.[1] Das Serail diente als Residenz ʿAlīs und zugleich als Regierungssitz für Safed und die Nahiya, minder als militärische Festung.[1] Nach Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidanis Sturz 1775 und Reintegration seines Herrschaftsbereichs in die reguläre osmanische Verwaltung galt Safed, anders als zu Zeiten der Kreuzfahrer und Mamluken, nicht als strategisch wertvoll.[1] Entsprechend war nur eine kleine Garnison im Serail stationiert.[1]
Das Serail ist eine zweistöckige Dreiflügelanlage offen nach Osten, wo es an den Hang des benachbarten Har Zfat anschließt, auf dem sich östlich ein großer Obstgarten erstreckte, der in Resten bis heute erhalten ist.[1] Das Parterre des Westflügels auf einem 1,6 Meter hohen Sockel über dem Niveau der Kikkar haʿAtzmaʾut und eher wenigen, hoch ansetzenden Fenstern drückt den Wehrcharakter des Serails aus. Ähnlich auch zwei vorstehende runde Türme, die die etwa 40 Meter lange Westfassade flankieren, vielleicht Anklänge an die früher entwickelten vorgeschobenen halbrunden Türme, die die Tore der Festungen Gadin, jener in Dair Ḥanna, auf der erst Saʿd al-ʿUmar al-Zaidani, ältester Bruder Ẓahirs, saß, bevor letzterer Sohn ʿAlī ibn Ẓahir al-ʿUmar dort seinem Onkel Burg- und Bauherr folgte, und beim Serail Tiberias, in dem ʿAlis ältester Bruder Ṣalibi (صليبي ابن ظاهر العمر, DMG Ṣalībī ibn Ẓahir al-ʿUmar) saß.[10] Serail und Turm sind steinsichtig errichtet in hellem Kalkstein der Region.
Die Osmanen, die durch den Sturz Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidanis 1775 wieder die Kontrolle über das Gebiet erlangten, ließen das Serail 1889 durch Gottlieb Schumacher, Bezirksingenieur des Sandschaks Akkon, erneuern und aufstocken.[38] Im Zuge dessen entstand das Obergeschoss, das zur Hofseite eine offene Galerie aufweist. Die Stützen und Arkaden der Galerie erinnern an jene in Häusern, wie sie wohlhabende Familien und Effendis sich im späten 19. Jahrhundert in Galiläa erbauten. Insbesondere die offenen Galerien von Serail Nazareth, das einer der Gattinnen Ẓahir al-ʿUmar al-Zaidanis als Wohnsitz diente, und Serail zu Safed ähneln sich sehr.[1] Die Treppe zum Südturm ließen die Briten zu ihrer Zeit errichten.[20]
Uhrturm
Zeitig vor dem 25. Amtsjubiläum des allislamischen Kalifen und osmanischen Sultans ʿAbdülhamid II. (1842–1918; reg. 1876–1909) erließ die Hohe Pforte Dekrete, ihm zu Ehren Uhrtürme zu errichten, denn er sah darin Symbole seiner Modernisierungspolitik des Reichs.[39] Der Sultan-Kalif (vgl. Cäsaropapismus) hatte selber bereits viele Uhrtürme erbauen lassen, weshalb manche sich schon über ihn mokierten, sich mehr für Uhren und die Eisenbahnen zu interessieren als fürs Regieren zum Besten seines Reichs.[1] Der Aufruf ließ Patrioten und Royalisten reichsweit 144 weitere Uhrtürme initiieren.[39] Sechs der zum Jubiläum neu erbauten Uhrtürme entstanden an Orten im Gebiet des heutigen Israels.[40]
Für den Uhrturm (arabisch برج الساعة, DMG Burǧ al-Sāʿa, hebräisch מִגְדַּל הַשָּׁעוֹן Migdal haSchaʿōn) wurde der runde Nordturm des Serails gekürzt und auf dem Stumpf entstand 1900/1901 der quadratische Uhrturm des Serails zu Safed.[1] Der Südturm wurde mit seinem Kegeldach restauriert. Der Uhrturm trägt eine Gedenktafel mit poetischen Versen, die seinen Bau zum Thronjubiläum Abdülhamids II. verherrlichen. Der Turm gliedert sich in vier klar von einander abgesetzte Geschosse, da die jeweils höhere Etage auf kleinerem Grundriss steht als die darunter. Im dritten Stock befindet sich eine große, prächtige Uhr aus der Erbauungszeit, die noch heute in Betrieb ist. Einzig im vierten Stock gibt es Schallöffnungen für die Stundenglocke. Bis in die 1940er Jahre stand auf dieser Etage auch eine Ramadan-Kanone, die zum Fastenbrechen gezündet wurde. Bürgermeister Oded Hameʾiri ließ 2002 die Turmuhr wiederherstellen, so dass seither die Originalglocke wieder alle halbe Stunde schlägt.[1]
Trivia
Der Doʾar Jisraʾel (דֹּאַר יִשְׂרָאֵל ‚Post Israels‘) brachte am 3. Mai 2004 (12. Ijjar 5764) die Marke ‹Uhrturm in Zfat, Osmanisches Serail› (מגדל השעון בצפת, הסראיה העותמאנית) mit einem Postwert von 1,30 NIS heraus. Die Briefmarke gestalteten Zina Roitman und Zvika Roitman und gehört zur Serie ‹Osmanische Uhrtürme› (מגדלי שעון עותמאניים). Die Marke misst 30,8 mm X 40 mm.
Bibliographie
- Gavriel Barqai (גַּבְרִיאֵל בַּרְקַאי) und Eli Schiller (אֵלִי שִׁילֶּר), צפת ואתריה, Jerusalem: אריאל, 2002 / 5763[41]
Weblinks
- Efi Nachmias (אֵפִי נַחְמִיאָס), בית הסראיה בצפת, online ab 12. September 2020, 1,31 min (Aufnahmen der Westfassade des Serails, hebräisch kommentiert)
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s ʿAtzmonah Wachsmann Schabtai (עצמונה וקסמן שבתאי), סיפורו של מבצר הסארייה בצפת roashhorot.blogspot.com, 22. September 2020; abgerufen am 24. September 2025.
- ↑ Überfälle befahl die Hohe Pforte, um unbotmäßige oder vermeintlich unbotmäßige Gouverneure zu disziplinieren oder abzusetzen, begannen konkurrierende Regionalpotentaten, die sich einen Sieg ausmalten oder schlicht räuberische Banden oder Stämme, die sich reiche Beute erwarteten.
- ↑ a b c d NN, “Saraya Safed”, auf: Zissil Encyclopedia of Tzfat; abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ Hans Wehr: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart. 5. Auflage. Harrassowitz, Wiesbaden 1985, S. 563; (1. Auflage 1952: Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ Avraham Lewensohn (אַבְרָהָם לֶבִינְסוֹן; 1923–1986), Reiseführer Israel mit Straßenkarten und Stadtplänen. [‹Israel Tourguide›. 2. Auflage. 1979; deutsch], Miriam Magall (Übs.), Tel Aviv-Jaffa: בית א. לבנסון und Tourguide, 1982, Seite wie gesondert angegeben.
- ↑ Thomas Philipp, Acre: the rise and fall of a Palestinian city, 1730–1831, New York und Chichester: Columbia University Press, 2001, (=History and society of the modern Middle East series; Bd. 6), Seite wie gesondert angegeben. ISBN 0-231-12327-2.
- ↑ a b c d e Thomas Philipp, Acre: the rise and fall of a Palestinian city, 1730–1831, New York und Chichester: Columbia University Press, 2001, (=History and society of the modern Middle East series; Bd. 6), S. 32. ISBN 0-231-12327-2.
- ↑ a b Thomas Philipp, Acre: the rise and fall of a Palestinian city, 1730–1831, New York und Chichester: Columbia University Press, 2001, (=History and society of the modern Middle East series; Band 6), S. 33. ISBN 0-231-12327-2.
- ↑ Jill Gill, Norman Wareham: Every Pilgrim’s Guide to the Holy Land. 3. Auflage. SCM-Canterbury Press, London 1998, ISBN 1-85311-212-7, S. 178.
- ↑ a b Martin Dow, Andrew Petersen, Denys Pringle, Caroline Singer: Qalʿat Jiddin: a Castle of the Crusader and Ottoman periods in Galilee. In: Levant, 1994, Band 26, Nr. 1, S. 135–166, hier S. 162.
- ↑ a b c Thomas Philipp, Acre: the rise and fall of a Palestinian city, 1730–1831, New York und Chichester: Columbia University Press, 2001, (=History and society of the modern Middle East series; Bd. 6), S. 138. ISBN 0-231-12327-2.
- ↑ Khaldun Bshara (خَالْدُون بَشَارَةٌ), Derelict Structures – The Ottoman Saraya: All That Did Not Remain. (PDF; 0,7 MB) palestine-studies.org In: Jerusalem Quarterly, Nr. 69 (Frühjahr 2017), S. 66–77, hier Fußnote 2 auf S. 76.
- ↑ Nach Scharmützeln um zwei Dörfer, die Ẓahir al-ʿUmar den Metawalis entriss, bestand lange kühle respektvolle Ruhe, bis 25 Jahre später, 1767, beide Seiten ein Beistandsbündnis schlossen. Die Metawalis stellen bei Gefahr von außen Truppen, Ẓahir al-ʿUmar regelte ihre Steuerpflichten gegenüber dem Wālī in Sidon und verteidigt sie gegen die aggressiven Drusen. Thomas Philipp: Acre: the rise and fall of a Palestinian city, 1730–1831. Columbia University Press, New York / Chichester, 2001, ISBN 0-231-12327-2, S. 37 (=History and society of the modern Middle East series, Band 6).
- ↑ a b c d Thomas Philipp, Acre: the rise and fall of a Palestinian city, 1730–1831, New York und Chichester: Columbia University Press, 2001, (=History and society of the modern Middle East series; Bd. 6), S. 43. ISBN 0-231-12327-2.
- ↑ a b Thomas Philipp, Acre: the rise and fall of a Palestinian city, 1730–1831, New York und Chichester: Columbia University Press, 2001, (=History and society of the modern Middle East series; Bd. 6), S. 45. ISBN 0-231-12327-2.
- ↑ a b Thomas Philipp, Acre: the rise and fall of a Palestinian city, 1730–1831, New York und Chichester: Columbia University Press, 2001, (=History and society of the modern Middle East series; Bd. 6), S. 121. ISBN 0-231-12327-2.
- ↑ Dazu hätte es freien Grundeigentums bedurft, um es als Sicherheit beleihen zu lassen, damit die so erlangten Kredite Produzenten zur Investition bereitstehen. Allein die rechtliche Institutionen einsetzbares und verlierbares Eigentum fehlte.
- ↑ “1834 Safed Arab Pogrom” (Eintrag), auf: Zissil Encyclopedia of Tzfat; abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ Alex Carmel (אָלֶכְּס כַּרְמֶל), Geschichte Haifas in der türkischen Zeit 1516-1918 [תּוֹלְדֹוֹֹת חֵיפָה בִּיְמֵי הַתּוּרְכִּים, Haifa: הוצאת הספרים של אוניברסיטת חיפה, 1969; dt.], Clara Zellermeyer (Übs.), Wiesbaden: Harrassowitz, 1975, (=Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins; Bd. 3), Seite wie gesondert angegeben. ISBN 3-447-01636-1.
- ↑ a b c d e f g h NN, סאראיה (5. Oktober 2020), auf: צפת.נט; abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Dazu wurden andere Logis angemietet, zeitweise die Villa Haddad.
- ↑ Benny Morris: Righteous Victims: A History of the Zionist-Arab Conflict. Random House, New York City 1999, ISBN 0-679-74475-4, S. 116.
- ↑ Hillel Cohen: Year Zero of the Arab-Israeli Conflict 1929. Brandeis University Press, Waltham 2015, S. xxi. ISBN 978-1-61168-812-2.
- ↑ Shaw Commission: Report of the Commission on the disturbances of August 1929. Hrsg.: Regierung des Vereinigten Königreichs (= ‹Command paper› (Cmd.). No. 3530). London 1930, S. 65 (englisch, wikimedia.org [DjVu; abgerufen am 26. September 2025]).
- ↑ Stewart Ross, Causes and Consequences of the Arab-Israeli Conflict, London: Evans Brothers, 2004, S. 22. ISBN 0-237-52585-2.
- ↑ אירועים ביטחוניים בתולדות משמר העמק (vor 2017), auf: אתר קיבוץ משמר העמק; abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ David Hacohen, Time to Tell: An Israeli Life, 1898–1984, Plainsboro: Associated University Presses, 1985, Seite wie gesondert angegeben. ISBN 978-0-8453-4789-8.
- ↑ NN, “Reign of Terror in Safed: Victims Seek Sanctuary in Scots College – Principal's Wife Describes Palestine Pogroms”, in: The Glasgow Herald, 14. September 1929, S. 10.
- ↑ “Tarpat 1929 Arab Riots in Safed” (Eintrag), auf: Zissil Encyclopedia of Tzfat; abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ Benny Morris, 1948 – A History of the First Arab-Israeli War, New Haven: Yale University Press, 2008, S 90. ISBN 978-0-300-12696-9.
- ↑ a b c d e f g h i “Safed War of Independence” (Eintrag), auf: Zissil Encyclopedia of Tzfat; abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ Orly ʿAmit-Levenberg (אורלי עמית-לבנברג),d Jaʿel Raschaf (יעל רשף), אחד מזקני צפת / בנימין גייגר (deutsch: Einer der Alten Zfats / Binjamin Geiger), Givʿatajim: דפי חיים, 2011, S. 209seq.
- ↑ Kobi Peled (קוֹבִּי פֶּלֶד), “The fall of a village in the 1948 war: A historical close-up of the conquest of Miʿilya and its surrender” (18. Januar 2017), in: British Journal of Middle Eastern Studies, Bd. 45 (2018), Nr. 3, S. 410–429, hier S. 426.
- ↑ “Jewish Refugees From Palestine/Israel(1948-1950)”, auf: Jewish Virtual Library; abgerufen am 28. Januar 2025.
- ↑ Jalal Al-Husseini, “Jordan and the Palestinians”, in: Atlas of Jordan: History, Territories and Society, Myriam Ababsa (Hrsg.), Paris: Presses de l'Ifpo, 2014, S. 230–245, hier Abs. 1. ISBN 2-35159-438-X.
- ↑ Die UNWRA unterstützte 27.000 jüdische (1948) und 31.000 arabische Israelis (1949). Vgl. “Jewish Refugees From Palestine/Israel (1948-1950)”, auf: Jewish Virtual Library; abgerufen am 28. Januar 2025.
- ↑ Um die vielen mittellosen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den muslimisch dominierten Nachbarländern, entwurzelt als diese im Zuge des Palästinakriegs ihre jüdischen Bürger auswiesen, kümmerte sich die UNO nicht.
- ↑ Ejal Jakob Eisler (אֱיָל יַעֲקֹב אַיְזְלֶר), “Schumacher, Gottlieb Samuel” (Eintrag; 23. Juni 2025), auf: Württembergische Kirchengeschichte online: Personen; abgerufen am 3. Oktober 2025.
- ↑ a b Ekrem Buğra Ekinci, “The voice of the rule: Ottoman clock towers” (23. Dezember 2021), in: Daily Sabah; abgerufen am 22. August 2025.
- ↑ “המסגד הגדול (מסג׳ד אל-ג׳רינה)” (2014), in: Website der מוֹעָצָה לְשִׁמּוּר אַתְרֵי מוֹרֶשֶׁת בְּיִשְׂרָאֵל Mōʿatzah ləSchimmūr Atrej Mōreschet bəJisraʾel, deutsch ‚Rat für Schutz von Erbestätten in Israel‘; abgerufen am 21. August 2025.
- ↑ Das Jahr 5763 (תשס״ג) des jüdischen Kalenders dauerte vom 7. September 2002 bis 26. September 2003 des gregorianischen Kalenders, jeweils zum Sonnenuntergang.