Scott Fry
Scott Allen Fry (* um 1949 in Bellefonte, Centre County, Pennsylvania) ist ein pensionierter Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der United States Sixth Fleet.
Im Jahr 1971 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral. Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er unter anderem die Naval Destroyer School (Schule für den Dienst auf US-Zerstörern) in New Port in Rhode Island. Er diente auf mehreren Kriegsschiffen. Von 1976 bis 1978 war er Offizier für Operationen (Operations Officer) auf der Fregatte USS Julius A. Furer. Anschließend gehörte er bis zum März 1980 dem Stab der 4. Zerstörerstaffel (Destroyer Squadron FOUR) an, die in Charleston in South Carolina ansässig war.
Es folgte eine Versetzung zum Personalamt der Marine (Bureau of Naval Personnel) dem er zwischen März 1980 und März 1983 angehörte. Danach erhielt er das Kommando über die Fregatte USS McCloy, das er bis zum Jahr 1985 innehatte. Das einige Jahre später an Mexiko verkaufte Schiff war Teil der Atlantikflotte. Zwischen August 1985 und September 1988 gehörte er in unterschiedlichen Funktionen dem Stab der Marineakademie in Annapolis an. Danach übernahm er das Kommando über den Zerstörer USS Conolly, das er bis zum November 1990 innehatte.
Seine nächste Mission führte ihn in die Bundeshauptstadt Washington, D.C., wo er bis zum Juni 1992 als Assistant Secretary of the Navy for Manpower and Reserve Affairs dem Stab des Marineministeriums angehörte. Anschließend kommandierte er bis zum Jahr 1993 die 32. Zerstörerstaffel (Destroyer Squadron THIRTY-TWO). Im Oktober 1993 wurde er nach Neapel in Italien versetzt, wo er dem Stab der United States Naval Forces Europe angehörte. Gleichzeitig gehörte er auch dem Stab des dortigen NATO-Hauptquartiers an (Allied Forces Southern Europe).
Im April 1994 wurde er zum Stab des Chief of Naval Operations (CNO) versetzt, dem er bis zum Juni 1995 angehörte. Anschließend gehörte er bis zum Juni 1997 der Stabsabteilung J5 bei den Joint Chiefs of Staff an. Ab August 1997 kommandierte er die 8. Kreuzer-Zerstörer-Gruppe (Cruiser-Destroyer Group EIGHT). Diese war unter anderem im Mittelmeer eingesetzt. Im November 1998 kehrte er zum Stab der Joint Chiefs of Staff zurück, wo er zunächst deren Stabsabteilung für Operationen (J3) leitete. Zwischen dem 15. Juli 2000 und 15. Oktober 2001 bekleidete er den ranghohen Posten des Director of the Joint Staff.
Anschließend übernahm Scott Fry als Nachfolger von Gregory G. Johnson das Kommando über die sechste amerikanische Flotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum November 2003, als er von Henry G. Ulrich III abgelöst wurde. Gleichzeitig kommandierte er in Personalunion die Naval Striking and Support Forces NATO. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Orden und Auszeichnungen
Scott Fry erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
- Defense Distinguished Service Medal
- Navy Distinguished Service Medal
- Defense Superior Service Medal
- Legion of Merit
- Meritorious Service Medal
- Navy & Marine Corps Commendation Medal
- Joint Meritorious Unit Award
- National Defense Service Medal
- Armed Forces Expeditionary Medal
- Southwest Asia Service Medal
- Armed Forces Service Medal
- NATO-Medaille
- Kuwait Liberation Medal (Kuwait)
Weblinks
- Scott beim International Center for 9/11 justuce (englisch)
- Fry in der WayBack Machine (englisch, zuletzt abgerufen am 29. September 2025)