Schule von Salerno
Die Schule von Salerno (lateinisch Schola Medica Salernitana) war ein städtisch geprägtes Lehr- und Heilmilieu in Salerno, das vom 11. bis zum 13. Jahrhundert überregional wirkte und als früheste dauerhaft bezeugte medizinische Lehrstätte des lateinischen Westens gilt; im modernen Sinn war sie keine Universität.[1][2] Ihr Profil entstand aus Übersetzungen und Kompilationen, die einen didaktischen Kanon formten (u. a. das Pantegni im Umfeld von Constantinus Africanus), sowie aus Hand- und Nachschlagewerken der Materia medica (Circa instans), terminologischen und rezeptarischen Hilfsmitteln (Alphita, Antidotarium Nicolai) und der gynäkologisch‑geburtshilflichen Überlieferung um Trota und das spätere Trotula‑Ensemble.[3][4][5] Mit den Konstitutionen von Melfi (1231) wurden Studiendauer, Prüfung und Zulassung für Ärzte im Königreich Sizilien rechtlich gefasst; die salernitanischen Texte wirkten bis in Spätmittelalter und Frühe Neuzeit hinein (u. a. Regimen sanitatis).[6][2]
Geschichte
Periodisierung (Ventura vs. Keil)
Iolanda Ventura gliedert die Entwicklung in drei Phasen, die nicht starr nach Jahrhunderten, sondern durch zwei Zäsuren bestimmt sind: Frühsalerno von den Anfängen (9.–10. Jh.) bis kurz vor dem Tod des Constantinus Africanus (vor 1098/1099) und der ersten Verbreitung seines Übersetzungskorpus; Hochsalerno als gesamtes 12. Jahrhundert, gekennzeichnet durch Quantitätszuwachs und Qualitätssteigerung der Texte, die Konsolidierung der Articella‑Kommentarkultur sowie eine stärkere Professionalisierung der medizinischen Praxis und Lehre; Spätsalerno ab 1194 (Einnahme Salernos durch Heinrich VI.), Beginn der Dekadenzphase mit Konkurrenz durch Paris, Montpellier und Padua; die Überlieferung zeigt wenige, zudem wenig erforschte Spuren im 13. Jahrhundert (bei Nachwirkungen bis ins 14. Jh.). Die Begründung beruht ausdrücklich auf der Textlage (fehlende Institutionsquellen): Redaktionsstufen, Handschriften‑Diffusion und Werkfunktionen dienen als Periodisierungsindikatoren; Einzeldatierungen bleiben häufig termini ante/post quem (z. B. Practica des Platearius nach 1127; Circa instans ca. 1150–1170 erschlossen über frühe Diffusion).[7] Demgegenüber bleibt Gundolf Keils Darstellung im Lexikon des Mittelalters lehrer‑/werkzentriert und setzt eine längere Kontinuitätslinie der „Schule“ voraus; die Periodengrenzen werden dort nicht aus der Text- und Überlieferungsanalyse, sondern aus der Aufeinanderfolge „bedeutender Lehrer“ hergeleitet.[8]
Frühsalerno (9.–11. Jahrhundert)
Im 9. Jahrhundert begünstigten politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen im langobardischen Fürstentum Salerno die Ausbildung eines gelehrten Heil‑Milieus: Die Nähe zur Seehandelsmacht Amalfi und die Verbindungen nach Byzanz erleichterten den Austausch mit griechisch‑lateinischen und arabisch vermittelten Traditionen; in Skriptorien wie Montecassino wurden spätantike medizinische Traktate kopiert und tradiert. Direkte Belege für eine institutionalisierte „Schule“ liegen für das 9./10. Jahrhundert nicht vor; die Frühphase erschließt sich aus Indizien und regionalen Netzwerken.[1][2]
Um 1000/1050 tritt ein städtisch verankertes Umfeld von Ärzten und Lehrenden deutlicher hervor. Genannt werden u. a. Alfanus von Salerno und Gariopontus, deren Wirken exemplarisch für die Verbindung von Praxis, gelehrter Lektüre und didaktischer Verdichtung steht. Die Quellenlage deutet eher auf ein Milieu als auf eine fest umrissene Institution; gleichwohl bilden sich Texte und Lehrzusammenhänge heraus, die im 12. Jahrhundert an Reichweite gewinnen.[2][4]
Die Überlieferung der Frühphase ist heterogen; sie umfasst gelehrte Briefe (z. B. bei Alfanus), medizinische Kompendien und terminologische Hilfsmittel im Umfeld von Montecassino und Salerno. In diese Entwicklung münden später die im 12. Jahrhundert einsetzenden Übersetzungen und Kompilationen, die den salernitanischen Lehrkanon prägen sollten (siehe Hochsalerno).
Gründungsmythos
Die bekannte Erzählung von vier „Gründern“ (Pontus, Salernus, Helinus/Elinus, Abdela/Abdallah), die die vier Wissenschaftssprachen repräsentieren, ist frühneuzeitliche Memorialliteratur (gedruckt 1515) und keine Quelle für die Entstehungsphase; sie wirkte jedoch identitätsstiftend in der Rezeption.[9][10]
Hochsalerno (12. Jahrhundert)
Im 12. Jahrhundert verdichten sich Übersetzungen und Kompilationen zu einem didaktischen Kanon, der über Salerno hinaus wirkte. Kern ist das (der Überlieferung nach mit Constantinus Africanus verbundene) aus ʿAlī ibn al‑ʿAbbās al‑Maǧūsī abgeleitete Pantegni; seine Rezeption und Bearbeitung prägten Lesestoff und Unterricht und wirkten in die Articella‑Tradition hinein.[3]
Als Überlieferungszeuge der salernitanischen Sammel- und Unterrichtspraxis gilt u. a. der Codex Salernitanus (12. Jahrhundert).
Zum salernitanischen Handbuch- und Referenzbestand zählen insbesondere:
- Circa instans (Materia medica) – ein verbreitetes Pharmakologie‑Kompendium mit intensiver Rezeptions- und Druckgeschichte (13.–15. Jh.).[7]
- Alphita – terminologisches/lexikographisches Hilfsmittel, das die medizinische Fachsprache systematisiert.[4]
- Antidotarium Nicolai – Rezeptar‑/Pharmakopöe mit großer schulübergreifender Wirkung.[4]
Im Bereich der Frauenheilkunde ist zwischen der historischen Heilerin Trota und dem später standardisierten Trotula‑Ensemble zu unterscheiden; De curis mulierum wird Trota zugewiesen, das Ensemble selbst bündelt Texte verschiedener Herkunft und Redaktionen.[5]
Die Lehrpraxis des 12. Jahrhunderts verbindet längere Practica und knappe Kurzhandbücher mit Glossierung und Auszugstechnik. Dafür stehen u. a. die Platearii‑Texte: Johannes Platearius der Ältere/Johannes Platearius der Jüngere (Practica/Practica brevis) sowie Matthäus Platearius (traditionsgemäß mit dem Circa instans verbunden). Zuschreibungen sind teils umstritten; maßgeblich ist die Funktion im Unterricht (Systematisierung, schnelle Konsultation).[4]
Weitere salernitanische Namen der Hochphase sind Copho und – im erweiterten Wirkungshorizont – Schüler von auswärts (oft genannt wird Gilles de Corbeil), was die überregionale Anziehungskraft des salernitanischen Kanons spiegelt. Unterrichts- und Prüfungsmodi folgen dabei dem im lateinischen Westen verbreiteten Muster von lectio (Lektüre), glossa (Kommentar) und repetitio (Wiederholung), das in Salerno durch die genannten Kompendien besonders stark handbuchförmig ausgeprägt ist.[1]
Spätsalerno (13.–15. Jahrhundert)
Mit den Konstitutionen von Melfi (Liber Augustalis, 1231) schuf Friedrich II. einen staatlichen Regulierungsrahmen für die ärztliche Ausbildung und Zulassung im Königreich Sizilien. Vorgesehen waren u. a. drei Jahre Logik, fünf Jahre Medizin und ein Praxisjahr unter Aufsicht; die Approbation war an Prüfung und Lizenz gebunden. Der Rechtsrahmen trennte Zuständigkeiten von Ärzten und Apothekern und sah Aufsicht über Apotheken sowie Qualitäts- und Preisregeln vor; spätere Ordnungen unter Anjou und Aragón präzisierten Details.[6][1]
Parallel verschoben sich die akademischen Anziehungspunkte: Mit der Gründung der Universität Neapel Federico II (1224) und der wachsenden Bedeutung von Montpellier entstand Konkurrenz um Studenten und Gelehrte; Salerno blieb wirkmächtig, regionalisierte sich aber funktional und institutionell.[2]
Zur späten Textproduktion gehören enzyklopädische Kompendien wie das Liber pandectarum medicinae des Matthaeus Silvaticus, die Materia‑medica‑Tradition (u. a. Überlieferung des Circa instans) sowie praktische Rezeptarien; sie belegen Fortdauer und Anpassung des salernitanischen Kanons im 14. Jahrhundert.[4]
Das Nachleben prägte vor allem das didaktische Hygienelehrgedicht Regimen sanitatis: Es popularisierte salernitanische Lehre weit über Süditalien hinaus (Handschrift und Frühdruck), bildet jedoch keine Quelle für die Entstehungsphase der Schule.[1]
Nachwirkung
Der in Salerno verdichtete Lehrkanon (u. a. Pantegni im Umfeld der Articella) zirkulierte handschriftlich weit über Süditalien hinaus und floss in curriculare Lektürepraktiken des lateinischen Westens ein (lectio–glossa–repetitio). Diese Diffusion erklärt die nachhaltige Präsenz salernitanischer Texte in Bibliotheken und Lehrzusammenhängen des 13.–15. Jahrhunderts.[3][1]
Besonders wirkmächtig war die Materia‑medica‑Schiene: Circa instans wurde breit rezipiert, glossiert und – ab dem 15. Jahrhundert – auch früh gedruckt; zusammen mit terminologischen und rezeptarischen Hilfsmitteln wie Alphita und Antidotarium Nicolai prägte es Handwerk und Unterricht bis in die Frühe Neuzeit.[7][4]
Das didaktische Hygienelehrgedicht Regimen sanitatis popularisierte salernitanische Lehre europaweit; seine weite Handschriften- und Frühdrucküberlieferung machte es zum Träger der Memorialisierung Salernos, auch wenn es keine Quelle für die Frühphase darstellt.[1]
Zur städtischen Erinnerung trugen frühneuzeitliche Narrative (z. B. Cronica Elini) und spätere Gelehrtenhistoriographie bei; die Forschung wertet diese Texte als Identitäts- und Memorialliteratur, nicht als Zeugnisse der Entstehungsphase. Neuere Synthesen ordnen diese Nachwirkung explizit von der Frühgeschichte ab und beschreiben die Transformation von Lehre, Kanon und Stadtimage zwischen 14. und 16. Jahrhundert.[2]
Forschungsgeschichte
Die Deutung der „Schule“ hat sich deutlich verschoben. Ältere Forschung (19. bis frühes 20. Jahrhundert) und klassische Überblickstexte des 20. Jahrhunderts arbeiteten oft mit der Universitätsanalogie und mit Gründungs‑/Kontinuitätsnarrativen; prägend ist etwa Kristellers Synthese (1945), die Entwicklung und Beitrag Salernos zur Gelehrsamkeit stark akzentuiert.[11]
Italienische National- und Editionstradition (19. Jahrhundert): Maßgeblich ist Salvatore De Renzi, der mit der mehrbändigen Collectio Salernitana (1852–1859) Dokumente und Texte zur Scuola Medica erschloss und damit die moderne Beschäftigung prägte. Seine Sammlung legte Fundament, ist aber aus heutiger Sicht heterogen in Auswahl und Kommentierung und teilte nationalhistorische Prämissen des 19. Jahrhunderts.[12][9]
Deutsche Institutionalisierung („Sudhoff‑Schule“): Karl Sudhoff etablierte die Medizingeschichte als Fach (Institut Leipzig). Seine Schule prägte die quellenphilologische Erschließung und die Narrativierung von Salerno als „Schule“ mit Kontinuität. Zu den maßgeblichen Vertretern/Schülern zählen Henry E. Sigerist (Sudhoffs Nachfolger in Leipzig), Paul Diepgen und – in der späteren deutschsprachigen Tradition – Walter Artelt und Gundolf Keil; ihre Synthesen und Lehrartikel trugen die Linien bis ins späte 20. Jahrhundert weiter.[13]
Deutschsprachige Systematik bot Keil im Lexikon des Mittelalters (1995): lehrer- und werkzentriert, mit dem impliziten Bild einer längerfristig konsistenten »Schule«.[8]
Seit den 1990er/2000er‑Jahren dominiert ein milieu- und textgeschichtlicher Zugriff: Die SISMEL‑Projektlinie und spezialisierte Studien (z. B. Burnett/Jacquart zum Pantegni) rekonstruieren Kanonbildung, Redaktionsstufen und Diffusionswege; zugleich werden Autor- und Werkzuschreibungen stärker differenziert (Constantinus‑Komplex, Trota ≠ „Trotula“).[3][4][5]
Jüngere Synthesen (MEFRM 137/1, 2025) verbinden institutionelle Entwicklung, Wissensbestände und städtische Identität und trennen explizit Frühphase, Kanonbildung, Normierung und Nachwirkung; sie vermeiden den Universitätsbegriff für Salerno und gewichten die Quellenlage (v. a. Text‑/Überlieferungsgeschichte) gegenüber späteren Memorialtexten.[2]
Ablauf der Ausbildung
1240 erließ Friedrich II. eine Verordnung, die das medizinische Studium regelte. Die 1224 von ihm gegründete Universität von Neapel entwickelte sich zur Rivalin Salernos.[14]
Der Lehrplan bestand aus:
- 3 Jahre Logik,
- 5 Jahre der Medizin (einschließlich der Chirurgie und der Anatomie einschließlich der Autopsie menschlicher Körper),
- 1-jährige Praxis bei einem Arzt
Die Schule von Salerno war neben der Medizin auch Unterrichtsstätte für Philosophie, Theologie und Recht. Manche betrachten die Schule von Salerno, die erste medizinische Lehr- und Forschungsanstalt Europas, als die erste Universität, die je gegründet wurde, obwohl sie die Bezeichnung „Universität“ nie trug.
Ärzte und Persönlichkeiten im Zusammenhang mit der Schule
Auswahl; chronologisch geordnet. Kurzangaben zu Funktion, Werken und – wo nötig – strittigen Zuschreibungen. Datierungen sind Näherungen.
- Gariopontus (auch Warimbod und Guarimpot) (in der 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts tätig), Arzt und Subdiakon, Verfasser des Passionarius (Galieni), einer Bearbeitung des Werks von Galen (Zudem über Aurelius-Escolapius auf Inhalte des Caelius Aurelianus und somit Soran zurückgreifend[16])
- Alfanus von Salerno (* um 1015; † 9. Oktober 1085), Übersetzer medizinischer Schriften, später Erzbischof von Salerno.
- Constantinus Africanus (* in Karthago; † vor 1098/99 in Montecassino), Übersetzer arabischsprachiger medizinischer Werke.
- Johannes Afflacius (* um 1040; † um 1120 in Neapel), Übersetzer medizinischer Werke und Mönch[17]
- Bartholomäus von Salerno (12. Jahrhundert), Nachfolger von Constantinus Africanus.
- Nicolaus von Salerno, genannt auch „Nicolaus Praepositus“ (12. Jahrhundert),[18][19] Verfasser des Antidotarium Nicolai.
- Copho (frühes 12. Jahrhundert), Verfasser einer Fieber- und Krankheitslehre.
- Trota von Salerno (frühes 12. Jahrhundert), Autorin einer Practica und eines der Texte des nach ihr benannten Trotula‑Ensembles.
- Johannes Platearius der Ältere (Ende des 11. Jahrhunderts), früher als Ehemann Trotas angesehen und vermutlich Vater des Matthaeus Platearius[20] und des Johannes Platearius der Jüngere. Als Name der Familie findet sich auch „de Platea“.[21]
- Johannes Platearius der Jüngere (12. Jahrhundert), Autor des (im 14. Jahrhundert, um 1330, durch den Flamen Jan Yperman im Werk Medicine (lateinisch De medicina) unvollständig übersetzten, kritisch bearbeiteten und ergänzten) zwischen etwa 1125[22] und 1135 verfassten, 71 Kapitel umfassenden Traktats Practica brevis (bzw. Curae [Platearii], Originaltitel in der verschollenen Leithandschrift). Sohn von Johannes Platearius dem Älteren.[23][24]
- Matthäus Platearius, Bruder oder Neffe von Johannes Platearius dem Jüngeren, möglicherweise Verfasser des Circa instans[25]
- Archimatthäus von Salerno, Autor mehrerer Schriften, evtl. identisch mit einem Matthäus Platearius
- Petrus Musandinus (* um 1090 in Salerno; † 1150), Verfasser einer Krankendiät, Schüler von Bartholomäus von Salerno und dessen Nachfolger.
- Romuald von Salerno (* vor 1115; † um 1181), Arzt und ab 1153 Erzbischof von Salerno.
- Maurus von Salerno (* um 1130; † 1214), Schüler von Petrus Musandinus (und dessen Nachfolger) und Matthaeus Platearius.
- Urso von Salerno († 1225).
- Gilles de Corbeil (* um 1140; † um 1224), Schüler von Maurus von Salerno.
- Giovanni da Procida (1210–1298), Schüler.
- Matthaeus Silvaticus (* um 1285; † 1342).
Siehe auch
- Universität Montpellier#Geschichte (Schule von Montpellier)
Literatur
Überblick und Handbuchartikel
- Gerhard Baader: Die Schule von Salerno. In: Medizinhistorisches Journal. 13 (1978), S. 124–145.
- Bernhard D. Haage, Wolfgang Wegner: Salerno, Medizinschule von. In: Werner E. Gerabek u. a. (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, S. 1281 f.
- Kay Peter Jankrift: Die Schule von Salerno. In: Krankheit und Heilkunde im Mittelalter. Darmstadt 2003, S. 41–45.
Forschungsstand, Kanon- und Textgeschichte
- Charles Burnett; Danielle Jacquart (Hrsg.): Constantine the African and ʿAlī ibn al‑ʿAbbās al‑Maǧūsī: The Pantegni and Related Texts (= Studies in Ancient Medicine. Band 10). Brill, Leiden 1994.
- La Scuola Medica Salernitana. Gli autori e i testi. SISMEL – Edizioni del Galluzzo, Firenze 2007.
- Iolanda Ventura: Un manuale di farmacologia medievale e i suoi lettori: il "Circa instans", la sua diffusione, la sua ricezione (XIII–XV secolo). In: La Scuola Medica Salernitana. Gli autori e i testi. SISMEL – Edizioni del Galluzzo, Firenze 2007.
- Monica H. Green (Hrsg.): The Trotula: A Medieval Compendium of Women's Medicine. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2001.
- Fuat Sezgin: Constantinus Africanus and Arabic Medicine. The School of Salerno. Frankfurt am Main 2006 ff.
- Mélanges de l’École française de Rome – Moyen Âge 137/1 (2025): Salerno e la scuola medica. Sviluppi istituzionali, saperi, identità (secoli XI–XV).
Quellen und Editionen
- Salvatore De Renzi (Hrsg.): Collectio salernitana, ossia Documenti inediti e trattati di medicina appartenenti alla scuola medica salernitana… 5 Bände. Neapel 1852–1859; Neudruck Bologna 1967 (= Bibliotheca di storia della medicina II. Band 1–5).
Historiographie
- Walter Artelt: Die Salernoforschung im 17., 18. und 19. Jahrhundert. Sudhoffs Archiv 40 (1956), S. 211–230.
- Karl Sudhoff: Konstantin der Afrikaner und die Medizinschule von Salerno. Sudhoffs Archiv 23 (1930), S. 293–298.
- Paul Oskar Kristeller: The School of Salerno: Its Development and Its Contribution to the History of Learning. Bulletin of the History of Medicine 17 (1945), S. 138–184.
- Paul Oskar Kristeller (Hrsg.): Studi sulla Scuola medica salernitana. Neapel 1986.
Rezeption und Umfeld
- Gastone Lambertini: Die Schule von Salerno und die Universitäten von Bologna und Padua. In: Illustrierte Geschichte der Medizin. Sonderauflage Salzburg 1986, Bd. II, S. 726–729.
- Anne-Liese Thomasen: Salerno und das nordische Mittelalter. Pagine di storia della medicina 16 (1972), S. 71–82.
- Daniel Carlo Pangerl: Salerno: Pioniere medizinischer Gelehrsamkeit. In: Medizin im Mittelalter. Zwischen Erfahrungswissen, Magie und Religion (Spektrum der Wissenschaft – Spezial 2/2019), S. 42–45.
Weblinks
- Fachliteratur (Open Access):
- „Salerno e la scuola medica“ – Mélanges de l’École française de Rome – Moyen Âge 137/1 (2025), Volltext (italienisch)
- Lexika / Überblick:
- Suche nach Schule von Salerno im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
- Treccani: „Scuola medica salernitana“ – Dizionario di Medicina (italienisch)
- Institutionen / Museen:
- Museo Virtuale della Scuola Medica Salernitana – Stadt Salerno (italienisch)
- Museo Virtuale della Scuola Medica Salernitana – Ministero della Cultura (italienisch)
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g Brill Online Reference Works: Medicine, faculty of (en).
- ↑ a b c d e f g Salerno e la scuola medica. Sviluppi istituzionali, saperi, identità (secoli XI–XV). In: Mélanges de l’École française de Rome – Moyen Âge 137/1 (2025). École française de Rome, 2025, abgerufen am 16. Oktober 2025 (italienisch).
- ↑ a b c d Charles Burnett, Danielle Jacquart (Hrsg.): Constantine the African and ʿAlī ibn al‑ʿAbbās al‑Maǧūsī: The Pantegni and Related Texts (= Studies in Ancient Medicine. Band 10). Brill, Leiden 1994.
- ↑ a b c d e f g h La Scuola Medica Salernitana. Gli autori e i testi. SISMEL – Edizioni del Galluzzo, 2007.
- ↑ a b c Monica H. Green (Hrsg.): The Trotula: A Medieval Compendium of Women's Medicine. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2001.
- ↑ a b The Liber Augustalis or Constitutions of Melfi (1231). Syracuse University Press, Syracuse.
- ↑ a b c Iolanda Ventura: Un manuale di farmacologia medievale e i suoi lettori: il 'Circa instans', la sua diffusione, la sua ricezione (XIII–XV secolo). In: La Scuola Medica Salernitana. Gli autori e i testi (Atti Salerno 2004). SISMEL – Edizioni del Galluzzo, 2007.
- ↑ a b Gundolf Keil: Salerno. Die Medizinische Schule. II. Lehrinhalte und bedeutende Lehrer. In: Lexikon des Mittelalters, Bd. 7, Sp. 1298–1300.
- ↑ a b Scuola medica salernitana. In: Dizionario di Medicina. Istituto della Enciclopedia Italiana, abgerufen am 16. Oktober 2025 (italienisch).
- ↑ Daniel Carlo Pangerl: Salerno: Pioniere medizinischer Gelehrsamkeit. In: Spektrum der Wissenschaft – Spezial Archäologie Geschichte Kultur 2/2019.
- ↑ Paul Oskar Kristeller: The School of Salerno: Its Development and Its Contribution to the History of Learning. In: Bulletin of the History of Medicine 17 (1945), Heft 2.
- ↑ Salvatore De Renzi: Collectio Salernitana. 5 Bände. Neapel 1852–1859.
- ↑ Henry E. Sigerist: Geschichte der Medizin. Leipzig 1926 ff.; Paul Diepgen: Geschichte der Medizin. Berlin 1949.
- ↑ siehe Weblink A. G. Chevalier: Die Schule von Salerno
- ↑ Kräuterbuch-Kompilationen, Forschergruppe Klostermedizin
- ↑ Christina Becela-Deller: Ruta graveolens L. Eine Heilpflanze in kunst- und kulturhistorischer Bedeutung. (Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertation Würzburg 1994) Königshausen & Neumann, Würzburg 1998 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 65). ISBN 3-8260-1667-X, S. 235.
- ↑ Hermann Lehmann: Die Arbeitsweise des Constantinus Africanus und des Johannes Afflacius im Verhaeltnis zueinander. In: Archeion, Band 12 (1930), Seite 272–281 (doi:10.1484/j.arch.3.391)
- ↑ Library of Congress
- ↑ Ernest Wickersheimer: Nicolaus Prepositus, ein französischer Arzt ums Jahr 1500. In: Archiv für Geschichte der Medizin. Band 5, 1911, S. 302.
- ↑ Bernhard D. Haage, Wolfgang Wegner: Platearius (de Platea). In: Werner E. Gerabek u. a. (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. 2005, S. 1167 f.
- ↑ Gundolf Keil: „dits die beste raet die icker toe can gegeuen genomen vte platearise“. Quellenkundliche Anmerkungen zu Ypermans Medicine. In: Geneeskunde in nederlandstalige teksten tot 1600. Koninklijke Academie voor Geneeskunde van België, Brüssel 2012 (2013), ISBN 978-90-75273-29-8, S. 93–137, hier: S. 109.
- ↑ Konrad Goehl: Die Datierung der ‚Curae Platearii‘. In: Sudhoffs Archiv. Band 90, 2006, S. 233 f.
- ↑ Gundolf Keil: „dits die beste raet die icker toe can gegeuen genomen vte platearise“. Quellenkundliche Anmerkungen zu Ypermans Medicine. In: Geneeskunde in nederlandstalige teksten tot 1600. Koninklijke Academie voor Geneeskunde van België, Brüssel 2012 (2013), ISBN 978-90-75273-29-8, S. 93–137, hier: S. 103–120 und 133–137. Vgl. dazu: Konrad Goehl: Anmerkungen zu Gundolf Keils quellenkundlicher Dekodierung von Ypermans ‘Medicine’. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013 (2014), S. 547–550.
- ↑ Gundolf Keil: „blutken – bloedekijn“. Anmerkungen zur Ätiologie der Hyposphagma-Genese im ‚Pommersfelder schlesischen Augenbüchlein‘ (1. Drittel des 15. Jahrhunderts). Mit einer Übersicht über die augenheilkundlichen Texte des deutschen Mittelalters. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013, S. 7–175, hier: S. 23.
- ↑ Konrad Goehl: Anmerkungen zu Gundolf Keils quellenkundlicher Dekodierung von Ypermans ‘Medicine’. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013 (2014), S. 547–550, hier: S. 549 (zur die Fundamente der abendländischen Medizin legenden Familie Platearius).