Schmerldorf
Schmerldorf Gemeinde Memmelsdorf
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 56′ N, 11° 0′ O |
| Höhe: | 283–294 m ü. NHN |
| Einwohner: | 162 (31. Dez. 2024)[1] |
| Postleitzahl: | 96117 |
| Vorwahl: | 09542 |
Luftbild (2025)
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Schmerldorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Memmelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Schmerldorf liegt in der Gemarkung Kremmeldorf.[3]
Geografie
Das Dorf liegt am Leithenbach, einem linken Zufluss des Leitenbachs, und ist von Acker- und Grünland umgeben. Die Kreisstraße BA 16 führt nach Kremmeldorf zur Staatsstraße 2210 (1 km östlich) bzw. zur Staatsstraße 2190 bei Drosendorf (1,8 km westlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1379 das erste Mal genannt, früher waren auch die Namen „Smirendorf“ oder „Schmirreldorf“ gebräuchlich.[5] 1408 verkaufte Hans von Eckdorf den „Hof zu Smirendorf“ an den Domherrn und obersten Schulmeister Friedrich Czolner von Halburg.[6] Der Hof war freies Mannslehen, er konnte nur an einen Mann übertragen werden.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schmerldorf aus 20 Anwesen. Das Hochgericht links des Bachs hatte das bambergische Centamt Memmelsdorf, rechts des Bachs das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das Amt Memmelsdorf und das Amt Scheßlitz. Grundherren waren
- das Amt Memmelsdorf: 3 Häuser mit Stadel, 1 Haus;
- das Amt Scheßlitz: 4 Halbhöfe, 2 Tropfhäuser;
- das Domkapitel Bamberg, Vikarien- und Receptoratsamt: 2 Halbhöfe;
- das bambergische St. Katharina-Hospital: 1 Halbhof, 1 Haus;
- die Nürnberger Patrizier Löffelholz von Kolberg: 2 halbe Gülthöfe;
- die Grafen von Giech zu Thurnau: 1 Hof mit 2 Häusern;
- die Gemeinde: 2 Tropfhäuslein.[7]
Im Jahre 1802 kam Schmerldorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Schmerldorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kremmeldorf und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Schmerldorf zugewiesen.[8] Am 1. Januar 1972 wurde Schmerldorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Memmelsdorf eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
In Schmerldorf gibt es vier Baudenkmäler:[10]
- Feldkapelle
- Bildstock
- Bildnische
- Forstgrenzstein
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 61 | 89 | 98 | 111 | 89 | 94 | 155 | 104 | 126 | 137 | 162 |
| Häuser[11] | 14 | 18 | 18 | 19 | 19 | 19 | 33 | ||||
| Quelle | [8] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [1] |
Religion
Schmerldorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich links des Bachs nach Mariä Himmelfahrt (Memmelsdorf) gepfarrt und rechts des Bachs nach St. Kilian (Scheßlitz).[7] Seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist nur noch die Pfarrei Memmelsdorf zuständig.[12]
Einrichtungen
- Freiwillige Feuerwehr
- Vereinsraum
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schmirldorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 155 (Digitalisat).
- Konrad Schrott: Memmelsdorf – Ortsteile. Herausgegeben im Selbstverlag der Gemeinde Memmelsdorf
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Ortsteile. In: memmelsdorf.de. Abgerufen am 22. Dezember 2024.
- Schmerldorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. Dezember 2024.
- Schmerldorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 22. Dezember 2025.
- Schmerldorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 22. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Einwohnerzahlen nach Ortsteilen. Gemeinde Memmelsdorf, abgerufen am 10. Februar 2025.
- ↑ Gemeinde Memmelsdorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 22. Dezember 2024.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 22. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ Ortsteile auf der Website memmelsdorf.de
- ↑ Johann Looshorn: Geschichte des Bistums Bamberg, Band 4, S. 94.
- ↑ a b W. Weiß: Bamberg, S. 164.
- ↑ a b W. Weiß: Bamberg, S. 251f.
- ↑ Memmelsdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ Denkmalliste für Memmelsdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 832, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1002, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 949 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 993 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1014 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 877 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 646 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 290 (Digitalisat).