Schiffsjunge von der „Columbus“

Film
Titel Schiffsjunge von der „Columbus“
Originaltitel Юнга со шхуны «Колумб»
Transkription JUNGA SO SCHUNY „KOLUMB“
Produktionsland Sowjetunion
Originalsprache Russisch
Erscheinungsjahr 1963
Länge 77 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Filmstudio Alexander Dowschenko, Kiew, Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik
Stab
Regie Jewgeni Scherstobitow
Drehbuch Juri Tschuljukin
Musik Ason Fattach, W. Korkin
Kamera Wassili Kuratsch
Besetzung
  • Irina Mizik: Ljuda
  • Wladimir Kislenko: Marko
  • Wiktor Miroshnitschenko: Lewka
  • Iwan Ryschow: Stach Otscheret, Skipper der Columbus
  • Serjoscha Krivoschlykow: Gritzko
  • Tanja Fatejewa: Katja
  • Dmitri Falko: Kowaltschuk
  • Witold Janpavlis: Der Unbekannte
  • Andruscha Derewjanko: „Hai“
  • Sofja Karamasch: Markos Mutter
  • Oleg Mokschanzew: Der Saboteur
  • Alexei Bunin: KGB-Mitarbeiter
  • Alfred Schestopalow: Konteradmiral
  • Anatoli Jurchenko: Kapitän 3. Ranges
  • Schemma Tschaika: Ljudas Tante
  • Gennadi Juchtin: Der Rothaarige
  • Boris Swetlow: Kapitän der Kaiman
  • Anatoli Grinewitsch: Erster Offizier der Kaiman
  • Walentin Tschernjak: Kommandant von Boot Nr. 295, Kapitän 3. Ranges
  • Wladimir Klunny: Grenzsoldat

Schiffsjunge von der „Columbus“ (auch Der Schiffsjunge von der „Kolumbus“; russischer Originaltitel: JUNGA SO SCHUNY „KOLUMB“, kyrillisch: Юнга со шхуны «Колумб») ist ein sowjetischer Abenteuer- und Agentenfilm von 1963. Die deutsche Synchronisation wurde von der DEFA unter der Regie von Ilse Stobrawa übernommen, die deutsche Erstaufführung fand am 11. September 1964 statt.

Handlung

Die sowjetische Schwarzmeerküste in der Gegenwart. Das Mädchen Ljuda macht in einem kleinen Küstenort Ferien und freundet sich mit dem Schiffsjungen Marko an, der auf dem Schoner bzw. Wassertransporter Columbus arbeitet. Marko ist außerdem mit Angehörigen der Grenztruppen befreundet, die die Küstenlinie überwachen.

Bei einem nächtlichen Ausflug stellen beide im Haus von Katja fest, dass dort von ihrem Vater ein Saboteur versteckt wird. Er gehört zu einer Gruppe von nicht näher benannten ausländischen Agenten, die von dem Frachter Kaiman aus vor der Küste operieren. Der Frachter ist ein Mutterschiff für Kleinst-U-Boote. Mit einem dieser U-Boote soll der Saboteur einen Anschlag ausführen.

Ljuda und Marko versuchen mit einem kleinen Ruderboot, die Grenztruppen zu alarmieren, geraten jedoch in Seenot. Sie werden von der Columbus gerettet. Während sie völlig erschöpft schlafen, nimmt die Columbus zwei scheinbar sowjetische Offiziere in einem Schlauchboot auf. Tatsächlich handelt es sich um den U-Bootfahrer und den Saboteur. Sie überwältigen den Skipper und Markos Bruder Lewka, der auf der Columbus arbeitet, und zerstören die Funkanlage des Schoners.

Als Marko erwacht, stellt er fest, dass sich der Schoner in der Gewalt der fremden Agenten befindet. Es gelingt ihm heimlich, die Funkanlage zu reparieren und per Funktelegrafie die Schwarzmeerflotte zu alarmieren. Die Rettung scheint nahe, als Markos Bruder und der Skipper die beiden angeblichen Offiziere überwältigen können. Doch da begegnet der Schoner der Kaiman, deren Besatzung sich schon bereit macht, die Columbus zu kapern. Im letzten Moment erscheinen Hubschrauber und Schiffe der Schwarzmeerflotte und stellen die Kaiman.

Produktionsnotizen

Der Film entstand nach der Literaturvorlage Schiffsjunge vom Schoner Columbus von Nikolai Trublaini, der erstmals 1940 als Buch erschien und mehrmals neu aufgelegt wurde.

Als Requisite wurde u. a. ein Geleitzerstörer des Projekts 50, NATO-Bezeichnung Riga-Klasse, verwendet.

Im Deutschen Fernsehfunk wurde der Film, soweit bekannt, erstmals am 30. August 1974 ausgestrahlt.

Siehe auch

Literatur