Schellersheim (Adelsgeschlecht)

Schellersheim (auch Schelhass von Schellersheim o. ä.) ist der Name eines niedersächsisch-westfälischen Briefadelsgeschlechts.

Geschichte

Das Geschlecht stammt ursprünglich aus Sachsen und gehörte später zur schaumburgischen Ritterschaft. 1725 wurden die Brüder Johann Andreas Schellhass, Reichshofrat, und Ulrich Friedrich Justin Schellhass in den Adelsstand erhoben. Am 13. Februar 1732 wurde denselben mit Prädikat „Edler von Schellersheim“ der Reichsritterstand verliehen. Ferner erhielt derselbe Johann Andreas Schellhass, Edler von Schellersheim, zusammen mit seinen drei Söhnen während des Sächsischen Reichsvikariats am 23. Dezember 1741 den Reichsfreiherrenstand und bekam diesen am 6. November 1743 von Kaiser Karl VI. bestätigt.[1][2]

Die Familie besaß/besitzt unter anderem in Westfalen im Kreis Minden Gut Amorkamp in Holzhausen, Rittergut Eisbergen (seit 1747), Fülme und Schierholz (urkundlich 1788–1856).[1]

Das Erbbegräbnis der Schellersheim liegt am Westrand des Parkes von Gut Oheimb in Holzhausen.

Persönlichkeiten

  • Paul Andreas von Schellersheim († 1781), preußischer Geheimer Rat und Stiftshauptmann in Quedlinburg und zeitweise auch preußischer Regierungspräsident in Minden, Kapitular zu Herford, Propst zu St. Mauritz in Minden, Ritter des russischen Annenordens sowie Rittergutsbesitzer
  • Friedmann Heinrich Christian von Schellersheim (1752–1836), preußischer Archäologe, Ausgrabungsleiter der Archäologischen Zone Fiesole

Wappen

Blasonierung des Wappens von 1732
Von Silber und Rot geviert, auf der Kreuzung mit einer rot und golden gevierten Sonne belegt. Felder 1 und 4 ein gekrönter schwarzer Adler; Felder 2 und 3 ein von grünem Dreiberg aufspringender silberner Windhund mit goldenem Halsband. Sämtliche Tiere einwärtsgekehrt. Zwei gekrönte Helme: I. mit schwarz-goldenen Helmdecken ein offener Flug, rechts schwarz-silbern, links silbern-schwarz geteilt, dazwischen zwei goldene Ähren neben einem goldenen Stern, II. mit rot-silbernen Decken der aufspringende Windhund zwischen zwei Büffelhörnern, das rechte silbern-rot, das linke rot-silbern geteilt.[2]
Blasonierung des Wappens von 1741
Der Schild wie 1732, allerdings die Sonne in einem von Blau und Gold quadriertem Herzschild in gewechselten Farben. Drei gekrönte Helme: I. wie Helm I. von 1732 ohne den Stern; II. mit links schwarz-silbernen und rechts rot-silbernen Decken ein schwarzer Adler; III. wie Helm II von 1732.[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Ledebur (1856), S. 358.
  2. a b Hefner (1856), S. 110.
  3. Spießen (1901–1903), S. 111.