Tyroff (Familie)
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Tyroff ist der Name einer Nürnberger Kupferstecherfamilie. Über mehrere Generationen brachte die Familie bedeutende heraldische Werke heraus.
Geschichte
Martin Tyroff (* 19. November 1704 in Nürnberg; † 2. Dezember 1759 ebenda)[1], Sohn eines Johann Georg Jacob Tyroff, war Zeichner und Kupferstecher in Nürnberg. Unter anderem zeichnete er Martin Luther, Maria Theresia und Kaiser Franz I.[2][3] Er heiratete am 14. September 1729 Barbara Sybilla Weigel (1699–1738), Tochter von Christoph Weigel und Witwe des Augsburger Malers Johann Kenkel († 1722).[3][4] Durch diese Ehe kam er in Besitz der Weigelischen Verlagsbuchhandlung, die er weiterführte. Am 30. August 1740, 1738 war seine erste Frau gestorben, heiratete Martin Tyroff in zweiter Ehe Maria Magdalena Gelly, Tochter des Erlangener Handelsmanns Peter Gelly.[3]
Mit seiner ersten Ehefrau Barbara hatte er drei Kinder, wobei der Sohn Johann David (1733–1770)[1] die Kupferstecherei erlernte.[5] Hermann Jakob (1742–1786), ein Sohn Martins aus zweiter Ehe,[1] war Schüler seines Vaters und wurde ebenfalls Kupferstecher.[6] Nach Martin Tyroffs Tod erbte sein Sohn Johann David die Verlagsbuchhandlung,[2][7] wobei beide Brüder das Geschäft unter dem Namen Johann David Tyroff, ehemals des älteren Christoph Weigels Kunsthandlung oder Chr . Weigels d . Ä . seel . Erben weiterführten[5].
An die Erfolge seines Vaters konnte er nicht anknüpfen.[5][6] Die Herausgabe des Wappenkalenders wurde in den 50er Jahren eingestellt. 1766 erschienen noch zwei Neuerscheinungen.[5] 1773 wurde die Kupferstichwerkstatt aus dem Amtsblatt gestrichen und 1790 verkaufte der Johann David Tyroff das Geschäftshaus und große Teile des Verlags an Adam Gottlieb Schneider.[8] Hermann Jacob, bis dahin auch Fürstlich Gandersheimischer Agent, war Begründer der Tyroff`schen adeligen Wappenwerkes, dessen erste 71 Kupfertafeln er selber herstellte und ab 1786 verlegte.[1] In den Jahren 1759 bis 1761 war Hermann Jacob als Erbe der „Kupferstichwerkstatt auf dem Laufer Platz“ in Nürnberg verzeichnet.[9]
Konrad Tyroff (1771–1826), ein Sohn Hermann Jakobs, führte das Tyroff`schen adeligen Wappenwerkes weiter.[6] Ein jüngerer Bruder von Konrad war Ludwig Christoph (* 1774), welcher auch als Kupferstecher in Nürnberg aktiv war.[10]
Mit Konrad Tyroffs Sohn Johann Andreas Tyroff (1801–1872) erlosch die Familie Tyroff.[11]
Wappen
Ein Siegel des Johann Andreas Tyroff ist das Wappen der Familie Tyroff folgendermaßen blasoniert:[12] ein geteilter Schild, oben ein aufwachsender bekleideter, ein Hifthorn haltender Arm; unten ein geflügeltes Pferd. Auf dem gekrönten Helm (Kleinod) der Arm mit dem Hifthorn.
Literatur
- Tyroff in: Alfred Grenser: Deutsche Künstler im Dienste der Heraldik. Selbstverlag, Wien 1876. S. 5–6. (Volltext)
- Heidrun Ludwig: Nürnberger naturgeschichtliche Malerei im 17. und 18. Jahrhundert. Basilisken-Presse, Marburg an der Lahn 1998. S. 380–382. (Volltext)
- Paul Johannes Rée: Tyroff, Kupferstecherfamilie. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 39, Duncker & Humblot, Leipzig 1895, S. 56.
Weblinks
- Tyroff, Kupferstecherfamilie. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Archivalische Zeitschrift. Band 61-62. Böhlau, 1965, S. 249.
- ↑ a b Paul Johannes Rée: Tyroff, Kupferstecherfamilie. Deutsche Biographie, 1895, abgerufen am 17. August 2025.
- ↑ a b c Heidrun Ludwig: Nürnberger naturgeschichtliche Malerei im 17. und 18. Jahrhundert. Basilisken-Presse, Marburg an der Lahn 1998, S. 381 (google.de).
- ↑ Manfred H. Grieb: Nürnberger Künstlerlexikon: Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-091296-8, S. 765.
- ↑ a b c d Börsenverein des Deutschen Buchhandels Historische Kommission: Archiv für Geschichte des Buchwesens. Band 23. Buchhändler-Vereinigung, 1956, S. 793.
- ↑ a b c Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon. Band 13, 1849, S. 178.
- ↑ Manfred H. Grieb: Nürnberger Künstlerlexikon: Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-091296-8, Weigel, Johann Christoph d. Ä., S. 1635 (google.de [abgerufen am 17. August 2025]).
- ↑ Christina Hofmann-Randall: Fränkische Kinderbücher aus fünf Jahrhunderten. Universitätsbibliothek, 2001, ISBN 978-3-930357-46-8, S. 37.
- ↑ Heidrun Ludwig: Nürnberger naturgeschichtliche Malerei im 17. und 18. Jahrhundert. Basilisken-Presse, Marburg an der Lahn 1998, S. 380 (google.de).
- ↑ Peter Mortzfeld, Herzog August Bibliothek: Register 4: Künstler (Maler, Zeichner, Stecher). Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2011, ISBN 978-3-11-096274-1, S. 385.
- ↑ Alfred Grenser: Deutsche Künstler im Dienste der Heraldik. Selbstverl. des Verf., 1876, S. 5 (google.de [abgerufen am 17. August 2025]).
- ↑ Alfred Grenser: Deutsche Künstler im Dienste der Heraldik. Selbstverl. des Verf., 1876, S. 5–6 (google.de [abgerufen am 17. August 2025]).