Schalldorf (Postmünster)
Schalldorf Gemeinde Postmünster
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| Koordinaten: | 48° 26′ N, 12° 54′ O |
| Einwohner: | 54 (1. Mai 1987)[Ohne Beleg] |
| Eingemeindung: | 1. April 1971 |
| Postleitzahl: | 84389, 84347, 84378 |
Schalldorf ist ein Gemeindeteil (Dorf) und eine Gemarkung der Gemeinde Postmünster im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn. Bis 1971 bildete es eine selbstständige Gemeinde mit dem Ort Stegmühl als Gemeindesitz.
Lage
Das Dorf Schalldorf liegt im Rottal am Rottauensee an der Bundesstraße 388 etwa 1,5 Kilometer nördlich von Postmünster.
Die Gemarkung Schalldorf (096463) umfasst 12,562 km² Fläche und hat 480 Einwohner.[1]
Geschichte
Im dritten bayerischen Herzogsurbar wird Zalchstorf als im Lehensbesitz des Otto von Postmünster bezeichnet.[2]
Ein Adelssitz in Schalldorf entstand im 18. Jahrhundert. Der kurfürstlich bayerische Geheimrat, Kämmerer und Generalmajor Maximilian Emanuel Franz Freiherr von Lerchenfeld-Prennberg wurde am 31. März 1770 in den Reichsgrafenstand mit der Anrede Hoch- und Wohlgeboren erhoben und erhielt bereits 1767 Schalldorf im Pfleggericht als Lehen. Der Sitz ist noch 1802 als im Besitz der Freiherren Lösch auf Stein, Jetzendorf und Birkenfeld nachzuweisen.[3]
1808/1810 wurde der Steuerdistrikt Schalldorf im Landgericht Pfarrkirchen geschaffen, aus dem die Landgemeinde Schalldorf mit Gemeindesitz in Stegmühl hervorging.[4] Die Gemeinde umfasste die Orte:
- Stegmühl (Gemeindesitz)
- Aist (1840 Aister)
- Amixlöd
- Bach
- Baumgarten
- Berg
- Böll
- Brandl
- Brenn
- Buch
- Dirnhub
- Dobl
- Ed
- Edholzen
- Eham
- Engberg
- Fasselsberg
- Federlehen
- Fischerwimm
- Freiung
- Gambach
- Geiern
- Hangetlehen
- Hinteröd
- Hofing
- Kaismühle, Bahnhof
- Kigl
- Kogl
- Koppenöd
- Kräuterl
- Kronwitten
- Kuchl
- Lenzhub
- Mitteröd
- Mühlstraß
- Quingl
- Rauchöd
- Reischl
- Reising
- Reith
- Roßtauschen
- Saam
- Schalldorf
- Scheibmühl
- Schirgnhub (1840 Schörgenhub)
- Schönöd
- Schreihof (1840 Schreyhof)
- Schwanhof
- Spendlholzen
- Steinbüchl
- Thal (1840 Thall)
- Trausburg (1840 Traunspurg)
- Winklschuß
- Wippl (1840 Wippel)
- Zaun
- Zellweck (1840 Zöllbach)
Mit der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Postmünster am 1. April 1971 durch den Zusammenschluss mit den früheren Gemeinden Neuhofen, Gangerbauer und Schalldorf erheblich vergrößert.[5]
Literatur
- ↑ Gemarkung Schalldorf (Postmünster) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 17. September 2025.
- ↑ Rita Lubos: Das Landgericht Eggenfelden. In: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 28. Bayerische Kommission für Landesgeschichte, S. 53, abgerufen am 17. September 2025.
- ↑ Rita Lubos: Das Landgericht Eggenfelden. In: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 28. Bayerische Kommission für Landesgeschichte, S. 301, abgerufen am 17. September 2025.
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 419 (Digitalisat).
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 552.
Weblinks
- Schalldorf in der Ortsdatenbank von bavarikon.