Schagen (Adelsgeschlecht)

Schagen (auch Scagen o. ä.) ist der Name eines erloschenen niedersächsischen Adelsgeschlechts.

Geschichte

Das Geschlecht hatte seinen namensgebenden Stammsitz auf Burg Schagen im Bistum Osnabrück. 1186 wird die Burg als Wohnsitz von Giselbert von Schagen erstmals erwähnt. Danach erscheinen 1235–1246 Johann von Schagen, 1242 Herbord von Schagen und 1312 Friedrich von Schagen. 1248 besaß Johann von Schagen mit seiner Frau Anna und seinem Sohn Herbord den Zehnten zu Wildeshausen. Ab 1260 werden die Ritter von Schagen auch als Burgmannen des Bistums Münster auf Burg Vechta erwähnt. Auch stellten sie Burgmänner zu Jade. Die Familie besaß pfandweise die Stadt Wildeshausen (1293, 1367 und 1385). 1367 versprach Ritter Friedrich von Schagen, Vogt von Wildeshausen, zusammen mit seinen Söhnen Friedrich, Herbord, Johann und Hugo die Rechte der Stadt Wildeshausen nicht zu verletzen. Als Vögte von Wildeshausen hatte die Familie zeitweise auch die Münze von Wildeshausen im Besitz. Entsprechend finden sich Wildeshausener Münzen mit dem Namen von Friedrich von Schagen (siehe z. B. Bremer Silbermünzenfund). 1424 beantragte das Domkapitel Osnabrück den Zwangsverkauf des überschuldeten Besitzes Burg Schagen. Neuer Besitzer von Burg Schagen wurde 1426 der Domherr Claus von Voß. Neben Burg Schagen hatte die Familie u. a. auch umfangreichen Besitz im Oldenburgischen: Bakum (urkundlich 1350), Burg Donnerschwee (1399), Elsfleth (1600–1700), Lohburg (1354), Gut Lohe (1375–1520), Steinfeld (1350) und Struckhusen (1605).[1][2]

Die Familie erlosch nicht wie von Max von Spießen angegeben um 1600,[3] sondern erst mit dem Tod von Otto Bernhard von Schagen zu Anfang des 18. Jahrhunderts.[2]

Persönlichkeiten

Wappen

Blasonierung: In Rot ein silberner Wellenbalken. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein Pfauenwedel.[4]

Während Anton Fahne darstellte, dass die von Schagen Wellen im ihrem Wappen führten,[1] interpretierte Max von Spießen diese fälschlicherweise als Damaszierung.[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Fahne (1858), S.
  2. a b Ledebur (1856), S. 349.
  3. a b Spießen (1901–1903), S. 110.
  4. Hefner (1872), S. 10.