Sarah Sagerer

Sarah Sagerer
Informationen über die Spielerin
Voller Name Sarah Sagerer
Geburtstag 8. Februar 1996 (29 Jahre)
Geburtsort Schörfling am Attersee, Österreich
Größe 1,91 m
Position Flügelspielerin
College Stetson University (2014–2019)
Trikotnummer 1
Vereine als Aktive
2020 CD Zamarat
2020–2021 Energa Toruń
2021–2022 Zagłębie Sosnowiec
2022 Virtus Segafredo Bologna
2022–2023 Akronos Tech Moncalieri
2023 Tauranga Whai
2024 Hapoel Petah Tikva
2024 Flammes Carolo Basket
2025 TTT Riga
2025 Energa Toruń
Nationalmannschaft
2011–2013 U18 Österreich
2023 – Frauen Österreich

Sarah Sagerer (* 8. Februar 1996) ist eine österreichische Basketballspielerin. Sie wird als Flügelspielerin eingesetzt.

Leben

Sagerer wuchs in Schörfling am Attersee auf und begann ihre Basketballkarriere beim SK-Kammer im Alter von zwölf Jahren. Ihre ältere Schwester Dagmar, zugleich auch ihr Vorbild, war der Grund für ihr anfängliches Interesse beim Basketball.[1]

Mit 16 Jahren entschied sich Sagerer für ein Austauschjahr an der Olentangy Orange High School im US-Bundesstaat Ohio. Ihre Mannschaft gewann die District Championship und stieß innerhalb des Bundesstaates bis ins Halbfinale vor, in dem man gegen den zweifachen Gewinner Twinsburg High School verlor.[2]

Sie musste aufgrund von Visaregelungen den Staat Ohio während ihr Seniorjahrs verlassen. Dann schloss sich Sagerer The Rock School in Gainesville (Florida) an.[3]

In der Saison 2014/15 wurde Sagerer in das Atlantic Sun All Freshman-Team berufen. An dem Tag, an dem Sagerer erstmals in der Anfangsaufstellung stand, erzielte sie 23 Punkte, 18 Rebounds und 5 Blocks. Sie wurde mit dem Atlantic Sun Newcomer of the Week und Swish Appeal sowie dem Mid-Major co-Performance of the Night ausgezeichnet.[4]

In der folgenden Saison 2015/16 kam die Österreicherin krankheitsbedingt nur langsam in die Gänge.[5] Sie beendete diese Saison jedoch stark und wurde mit einer Aufnahme im Atlantic Sun All-Tournament Team ausgezeichnet.

In der Saison 2016/17 trug Sagerer dazu bei, dass ihre Hochschulmannschaft erstmals die Hauptrundenmeisterschaft in der Geschichte des Damen-Basketballs gewann. Sie wurde zur Verteidigungsspielerin des Jahres gewählt und war Teil des Atlantic Sun First Team All-Conference.[6] Sagerer rangierte als Erste in ihrer Atlantic Sun Conference in den statistischen Kategorien Blocks, Rebounds und Verteidigungsrebounds. Sie zählte auch als Siebte in Blocks zu den besten Spielerinnen in der National Collegiate Athletic Association.[7]

In der Saison 2017/18 musste Sagerer ein Jahr aussetzen, da sie eine Rückenverletzung erlitt. Sie erholte sich vollständig und kam schließlich zurück. Zusätzlich erlangte sie ihren Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre mit dem Nebenfach Unternehmertum.[8]

In der Saison 2018/19 wurde Sagerer ASUN Preseason Player of the Year und ASUN Defensive Player of the Year. Im Durchschnitt erzielte sie 15 Punkte, 7,8 Rebounds und 2,6 Blocks und spielte 28,1 Minuten pro Spiel. Zusätzlich schloss sie ihre Master-Arbeit im Fach Betriebswirtschaftslehre ab. Sie erhielt einige Auszeichnungen und erhielt Aufnahme in das Challenge in Music City All-Tournament Team sowie in das Hatter Classic All-Tournament Team. Am 8. Januar 2019 erlitt Sagerer einen Kreuzbandriss,[9] welcher zu einem vorzeitigen Saisonende für sie führte.[10]

Professionelle Karriere

In der Sommerpause 2019 wurde sie vom italienischen Erstligisten Use Scotti Empoli verpflichtet.[11] Bevor die Saisonvorbereitung beginnen konnte, kam es zwischen Empoli und Sagerer zur Auflösung des Vertrags.[12]

Sagerer begann ihre Profikarriere 2020 beim spanischen Verein CD Zamarat in der Liga Femenina de Baloncesto, Spaniens höchster Spielklasse.[13] Später im Jahr 2020 wechselte sie nach Polen zu Energa Toruń.[14] In dieser Saison war sie die Drittbeste bei den Blocks, Elftbeste bei den Rebounds und Zwölftbeste im Punktedurchschnitt in der ersten polnischen Liga. Im Durchschnitt erzielte sie 16,6 Punkte und 7,2 Rebounds.[15] Für die Saison 2021–22 spielte sie dann bei Zagłębie Sosnowiec.[16][17]

Nach Ablauf ihres Vertrags bei Zagłębie Sosnowiec wechselte Sagerer 2022 zu Virtus Segafredo Bologna, um das Team in den Playoffs zu unterstützen, und trug maßgeblich dazu bei, dass Virtus den zweiten Platz sowohl im italienischen Pokal als auch in den Playoffs erreichte.[18] Für die Saison 2022–23 blieb sie in Italien bei Akronos Tech Moncalieri.[19] 2023 spielte sie für Tauranga Whai in Neuseelands Tauihi Basketball Aotearoa.[20] 2024 wechselte sie nach Israel zu Hapoel Petah Tikva in der Ligat Ha’Al Nashim.[21] Ende August 2024 schloss sie sich dem französischen Erstligisten Flammes Carolo Basket an. Während einer einmonatigen Probezeit empfahl sich Sagerer bei dem Verein für einen Vertrag.[22] 2025 unterschrieb sie bei TTT Riga in der Latvian–Estonian Women’s Basketball League.[23] Später 2025 kehrte sie nach Polen zurück und schloss sich erneut Energa Toruń an.[24]

Internationale Bewerbe

U18

Bei der FIBA-U18-Europameisterschaft Division B führte Sagerer die österreichische Auswahl in den Kategorien Punkte, Rebounds und Blocks an. Im Durchschnitt erzielte sie 13,7 Punkte, 10,4 Rebounds und 3,6 Blocks je Begegnung.[25]

Basketball im 3-gegen-3

2011 spielte Sagerer für die österreichische U18-Auswahl in der Basketballspielart 3-gegen-3 und nahm an der ersten U18-WM in Italien teil.[26] 2017 war sie Teil des österreichischen 3-gegen-3-Nationalteams, das an der Europe-Cup-Ausscheidungsrunde teilnahm, verpasste aber die Qualifikation, nachdem man gegen Frankreich mit einem Punkt verlor.[27]

2021 spielte Sagerer für die österreichische Nationalmannschaft und versuchte sich, für die Olympischen Sommerspiele in Tokio zu qualifizieren. Die Auswahl verpasste knapp das Viertelfinale trotz Siegen gegen Italien, das im Jahr 2018 Weltmeister war, Schweiz und Taiwan.[28]

Bei der FIBA 3×3-Weltmeisterschaft 2023 in Wien belegte das österreichische Frauen-3×3-Team den 7. Platz, wobei Sarah Sagerer die Mannschaft in der Punktewertung anführte.[29]

EuroBasket

Sagerer spielte in der Eurobasket 2023 mit. Während der Qualifikationsrunde zur EuroBasket 2025 war sie eine Schlüsselspielerin des österreichischen Frauennationalteams, mit einem Durchschnitt von 15,3 Punkten pro Spiel und führte das Team regelmäßig in der Punktewertung an.[30] Ihre Leistungen trugen zur Wettbewerbsfähigkeit des Teams bei und brachten ihr die Auszeichnung als wertvollste Spielerin Österreichs in den Qualifikationen ein.

Einzelnachweise

  1. Ziel nach „Lehre“ in USA: Profi-Karriere in Europa. In: krone.at. Abgerufen im November 2019.
  2. Orange falls short in first state semi. In: This Week Community News. Abgerufen am 20. November 2019 (englisch).
  3. Orange falls short in first state semi. In: This Week Community News. Abgerufen am 20. November 2019 (englisch).
  4. Mid-major Performance of the Night: Stetson's duo of Brianti Saunders and Sarah Sagerer. In: Swish Appeal. Abgerufen am 20. August 2017 (englisch).
  5. Stetson women’s basketball team squares off with Minnesota, Boise State in Puerto Rico. Abgerufen am 20. August 2017 (englisch).
  6. Five Hatters Earn ASUN Postseason Honors. In: GoHatters. Abgerufen am 20. August 2017 (englisch).
  7. UT Lady Vols overcome 20-point deficit to avoid upset, beat Stetson 65-55. Abgerufen am 27. März 2019 (englisch).
  8. Sarah Sagerer. In: Stetson Hatters. Abgerufen am 20. November 2019 (englisch).
  9. Girls go West (Teil 3). In: basketballrotweissrot.at. Abgerufen am 26. November 2019.
  10. Sarah Sagerer. In: Stetson Hatters. Abgerufen am 20. November 2019 (englisch).
  11. A1 UFFICIALE – Empoli ingaggia Sarah Sagerer. In: Basketinside.com. Abgerufen am 23. November 2019.
  12. SaraFrison: USE Scotti Rosa: risolto il contratto di Sarah Sagerer. Arriva Kamila Stepanova. In: Basket World Life. 22. August 2019, abgerufen am 26. November 2019.
  13. El CD Zamarat ficha a Sarah Sagerer. In: Zamora3punto0. 10. Juli 2020, abgerufen am 16. Januar 2026 (polnisch).
  14. Dwie nowe koszykarki w Energii Toruń. In: Tylko Toruń. 19. November 2020, abgerufen am 16. Januar 2026 (polnisch).
  15. EBLK: Energa Basket Liga Kobiet. Abgerufen am 14. Juni 2021 (polnisch).
  16. Sarah Sagerer signs with Zagłębie Sosnowiec. In: FirstPick. 2022, abgerufen am 3. November 2025 (polnisch).
  17. CTL Zagłębie Sosnowiec. In: Energa Basket Liga Kobiet 2021/2022 – Skarb Kibica. basketligakobiet.pl, 26. September 2021.
  18. Sarah Sagerer new player for Virtus Segafredo Bologna. In: Virtus Bologna. 14. März 2022, abgerufen am 3. November 2025 (englisch).
  19. Sarah Sagerer bleibt in Italien bei Moncalieri. In: LAOLA1. 4. Juli 2022, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. November 2025 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.laola1.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  20. Sarah Sagerer career stats Whai NZ. In: FirstPick. 2023, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. November 2025 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/firstpick.com.br (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  21. Sarah Sagerer Israel Hapoel Petah Tikva stats. In: FirstPick. 2024, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. November 2025 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/firstpick.com.br (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  22. Aurelien Avigliano: « Jouer avec les Flammes, c’est une super opportunité » : Sarah Sagerer profite à fond de son aventure carolo. In: L'Ardennais. 23. November 2024, abgerufen am 1. Dezember 2024 (französisch).
  23. Sarah Sagerer signs with TTT Riga. In: FirstPick. Februar 2025, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. November 2025 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/firstpick.com.br (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  24. Aleksandra Kopka: Sarah Sagerer wraca do Energii Toruń. In: sport.co.pl. 4. Juli 2025, abgerufen am 3. November 2025 (polnisch).
  25. Sarah Sagerer. In: FIBA. Abgerufen am 20. August 2017 (englisch).
  26. Austria. In: FIBA. Archiviert vom Original am 2. März 2014; abgerufen am 20. August 2017 (englisch).
  27. Austria. In: Fiba. Archiviert vom Original am 27. Februar 2018; abgerufen am 20. August 2017 (englisch).
  28. Österreichs 3x3-Frauen in Olympia-Quali trotz drei Siegen ausgeschieden. In: derstandard.de. 28. Mai 2021, abgerufen am 14. Juni 2021.
  29. Sensationssieg für Österreichs 3x3-Basketballerinnen. In: eXXpress. 2023, abgerufen am 3. November 2025 (englisch).
  30. Who was each nation's MVP of the FIBA Women's EuroBasket 2025 Qualifiers? In: FIBA. Abgerufen am 3. November 2025 (englisch).