Saltzwedel (Adelsgeschlecht)
Saltzwedel ist ein altmärkisches Adelsgeschlecht, ursprünglich Soltwedel genannt, dessen direkte Stammreihe mit Heine Saltzwedel (um 1465–1521) beginnt, Bürgermeister von Osterburg.
Adelserhebungen
Preußischer Adelsstand am 7. Juli 1766 in Berlin für Ludwig Saltzwedel, königlich preußischer Rittmeister im Husaren-Regiment „von Lossow“.
Wappen (1766)
Geteilt, oben in Blau eine goldene Sonne zwischen zwei goldenen Sternen, unten in Rot ein silberner Wellenbalken. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken die Sonne zwischen offenem, je mit einem goldenen Stern belegtem blauen Flug.
Familienangehörige
- Alexander von Soltwedel (* wohl vor 1240; † ca. 1291), Ratsherr der Hansestadt Lübeck
Von Wienskowski genannt von Saltzwedel
Der königlich preußische Oberstleutnant a. D. Anton Ludwig von Saltzwedel adoptierte seinen künftigen Schwiegersohn Reinhold von Wienskowski (1780–1863), der am 19. September 1806 seine Tochter Johanna von Saltzwedel (1788–1828) heiratete. Dieser erreichte bereits am 15. September 1806 in Berlin die preußische Namen- und Wappenvereinigung als „von Wienskowski gen. von Saltzwedel“. Reinhold v. W.'s Nachkommen bedienten sich teilweise (dienstlich) nur des Namens „von Saltzwedel“.[1][2][3]
Familienangehörige
- Gustav von Saltzwedel (1808–1897), preußischer Verwaltungsbeamter, Regierungspräsident
- Wilhelm von Saltzwedel (1820–1882), Verwaltungsjurist
- Hans von Saltzwedel (1857–1929), preußischer Offizier und Schriftsteller, Sohn d. Vorigen
- Traugott von Saltzwedel (1859–1940), Architekt, Bruder d. Vorigen
Literatur
- Boldemann: Genealogie des Salzwedelischen Geschlechts. 4 S. Frankfurt 1691.
- M. Salzwedel: Genealogia Salzwedeliana. Frankfurt/Main 1759.[4]
- Otto Titan von Hefner, Alfred Grenser, George Adalbert von Mülverstedt, Adolf Matthias Hildebrandt: J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch. III. Band, 2. Abteilung, 1. Band; Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute, Verlag Bauer und Raspe E. Küster, Nürnberg 1878, S. 343, Tafel 397.
- Christoph Franke: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XII, Band 125 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2001, ISBN 3-7980-0825-6, S. 221.
- Gothaisches Genealogisches Handbuch. Adelige Häuser. (GGH 6). Hrsg. Deutsches Adelsarchiv-Gottfried Graf Finck von Finckenstein, Selbstverlag des Deutschen Adelsarchiv, Marburg (Lahn) 2017. ISSN 2364-7132 ISBN 978-3-9817243-5-6. (Wienskowski gen. v. Saltzwedel)
Einzelnachweise
- ↑ Quellen u. a.: Christoph Franke: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon. Band XVI, Band 137 der Gesamtreihe GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2005, ISBN 3-7980-0837-X, S. 187.
- ↑ Vgl. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1928. Justus Perthes, Gotha 1927, S. 727.
- ↑ Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. Band 4, Verlag Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, S. 146.
- ↑ Otto Gundlach: Bibliotheca familiarum nobilium. Repertorium gedruckter Familien-Geschichten und Familien-Nachrichten. Ein Hanbuch für Sammler, genealogische Forscher und Bibliothekare. 2. Auflage, J. A. Stargardt, Berlin 1886, S. 237.