Sadayuki Thomas Uno
Sadayuki Thomas Uno (* 1. Januar 1901 in Hiroshima, Japan; † 3. April 1989 in Oakland, Kalifornien) war ein japanisch-amerikanischer Maler und Bildhauer der ersten Einwanderergeneration (Issei) in den Vereinigten Staaten.[1]
Leben
Sadayuki Thomas Uno wurde 1901 in Hiroshima geboren. Im Alter von 16 Jahren wanderte er 1917 zu seinem Vater nach Kalifornien aus. Er besuchte die Oakland High School und erhielt anschließend ein Stipendium an der California School of Arts and Crafts, welches er jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgab. 1924 zog er nach Chicago, Illinois, und später nach New York, um in einem Fotostudio auf Long Island zu arbeiten und am New York Photography Institute zu studieren. Ursprünglich wollte er nach Kalifornien zurückkehren, um in Hollywood in der Filmindustrie als Kameramann zu arbeiten. Laut einem biografischen Eintrag in Asian American Art: A History, 1850–1970 wurde er durch den Erfolg des Schauspielers und Regisseurs Sessue Hayakawa inspiriert, ebenfalls in Hollywood zu arbeiten. Als sein Vater Ende der 1920er Jahre erkrankte, kehrte Uno in die Bay Area zurück und ließ sich in Alameda, Kalifornien, nieder. Dort arbeitete er zunächst als Innenausstatter und später als Gärtner. Dies blieb jedoch ohne Erfolg. Deshalb setzte er seine künstlerische Tätigkeit als Maler fort. 1931 heiratete er Hisaye Uno.[1]
Während des Zweiten Weltkriegs wurden Uno, seine Ehefrau und ihre drei Kinder zunächst in das Fresno Assembly Center in Kalifornien und später in die Internierungslager Jerome and Rohwer im Bundesstaat Arkansas gebracht. Dort blieben sie bis Kriegsende. In Fresno begann Uno mit dem Holzschnitzen, da ihm die traditionellen Werkzeuge als verbotene Gegenstände nicht zur Verfügung standen.[2] Er verwendete stattdessen ein Buttermesser. Während der Internierung schuf er eine umfangreiche Sammlung von Porträt- und Landschaftsgemälden.[2] Im Lager Rohwer unterrichtete er gemeinsam mit seinem Freund Henry Sugimoto an der dortigen Kunstschule. In dieser Zeit begann Uno auch mit dem Studium und der Praxis des Shigin, einer japanischen Form der gesprochenen Poesie. Nach seiner Entlassung aus dem Internierungslager setzte er dies fort. 1957 nahm er sein Studium an der California College of the Arts in Oakland wieder auf. Seine Werke wurden unter anderem im Oakland Museum, in der Wight Art Gallery der University of California in Los Angeles (UCLA) sowie an der San Francisco State University ausgestellt.[1]
Im Jahr 1980 wurden Unos Arbeiten in die Anthologie Ayumi: A Japanese American Anthology aufgenommen. Diese Sammlung, die mehrere Generationen japanisch-amerikanischer Kunst und Literatur umfasst, war eine der ersten ihrer Art. Sadayuki Thomas Unos Werke befinden sich heute in der ständigen Sammlung des Japanese American National Museum in Los Angeles. Sadayuki Thomas Uno starb am 3. April 1989 in Oakland, Kalifornien.[1]
Literatur
- Gordon H. Chang, Mark Dean Johnson, Paul J. Karlstrom (Hrsg.), Asian American Art: A History, 1850–1970, Stanford University Press, Stanford, 2008.
- Janice Mirikitani (Hrsg.), Ayumi: A Japanese American Anthology, Japanese American Anthology Committee, San Francisco, 1980.
- The View from Within: Japanese American Art from the Internment Camps, 1942–1945, Japanese American National Museum, UCLA Wight Art Gallery, UCLA Asian American Studies Center, Los Angeles, 1992.
Weblinks
- Densho Encyclopedia
- Nishieda Foundation
- Stanford University. Archival Collections at Stanford
- askART
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Sadayuki Thomas Uno | Densho Encyclopedia. Archiviert vom am 12. August 2025; abgerufen am 9. November 2025 (englisch).
- ↑ a b Sadayuki Thomas Uno. In: ART360°. Abgerufen am 9. November 2025 (amerikanisches Englisch).