Ruth Schüler
Ruth Berta Schüler (geborene Ruth Berta Schwartau am 4. Februar 1917 in Hamburg; gestorben am 12. September 2006 ebenda) war eine deutsche Frauenrechtlerin.
Leben
Ruth Schwartau wurde am 4. Februar 1917 in Hamburg geboren. Sie arbeitete vor dem Zweiten Weltkrieg als Versicherungsangestellte und heiratete 1939. Mit ihrem Mann bekam sie zwei Kinder, die sie alleine aufziehen musste, da er im Krieg verschollen war. Sie lebte mit ihren Kindern von der Fürsorge und hatte nur kleine Gelegenheitsarbeiten. Ein Jahr arbeitete sie im Schichtdienst als Stanzerin. Besser wurde es, als sie 1950 im Amt für Wohnungswesen eine Anstellung fand. Dort arbeitete sie fünf Jahre und trat dem Verband alleinstehender Mütter und dem Club berufstätiger Frauen, der sich später „Business and Professional Women Germany Club Hamburg“ nannte, bei.[1]
In die SPD trat sie 1951 ein und von 1958 bis 1977 war sie Frauengeschäftsführerin der Hamburger SPD. Die erste „Fraueninternationale“ in Hamburg bereitete sie 1959 vor. Schüler gehörte der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an. Sie war Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Frauenorganisationen (ahf) (später Landesfrauenrat Hamburg) und unterstützte die Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten. Vom Landessfrauenrat wurde sie 1988 für ihren Einsatz für Frauenfragen mit dem Preis der Zitronenjette ausgezeichnet.[1]
Ihr Tochter erkrankte an Demenz und zeitweise erkannte diese ihre Mutter nicht mehr. Dennoch behielt Ruth Berta Schüler ihre lebensbejahende Art bei und noch im Alter von 70 Jahren lernte sie Französisch.[1]
Ruth Berta Schüler starb am 12. September 2006 in Hamburg. Durch die Stadt Hamburg wurde sie mit einem Frauenort geehrt.[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Frauenort Hamburg für Ruth Schüler auf Frauenbiografien Hamburg.de, abgerufen am 29. November 2025