Rudolf Bohn (Staatssekretär)
Rudolf Bohn (* 8. März 1940 in Saarwellingen; † 15. Dezember 2020[1]) war ein deutscher politischer Beamter (FDP). Er war von 1990 bis 1995 sowie von 2004 bis 2006 Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt.
Werdegang
Bohn besuchte das Realgymnasium in Neunkirchen und absolvierte anschließend bis 1957 eine Lehre zum Industriekaufmann. Von 1958 bis 1962 war er Versandleiter und Verkaufsleiter der Maschinenfabrik Saarbergtechnik in Saarwellingen und anschließend von 1963 bis 1979 Assistent der Geschäftsleitung, Prokurist und Geschäftsführer bei der Glasgroßhandlung Stenger in Saarbrücken. Neben seinem Beruf absolvierte er von 1968 bis 1971 ein Abendstudium zum Sozialwirt an der Universität des Saarlandes. Von 1980 bis 1990 war er Geschäftsführer und Gesellschafter des Glaskontors Saar in Saarbrücken.
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde Bohn im November 1990 Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt. Er amtierte bis Januar 1995. Anschließend war er von Februar 1995 bis Dezember 1998 Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben.[2] Daran schloss sich von 1999 bis 2002 eine Tätigkeit als Unternehmensberater an. Von Juni 2002 bis Dezember 2003 war er Generalbevollmächtigter für Investitionen des Landes Sachsen-Anhalt. Im Januar 2004 wurde Bohn als Nachfolger von Manfred Maas erneut zum Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt ernannt.[3] Bohn galt als enger Vertrauter von Wirtschaftsminister Horst Rehberger (FDP). Im April 2006 trat er in den Ruhestand ein.[4]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Traueranzeigen von Rudolf Bohn. In: saarbruecker-zeitung.trauer.de. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Windige Bürgschaft. In: Spiegel Online. 21. Mai 1995, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Wirtschaftsministerium: Wirtschaftsministerium: Bohn soll Nachfolger als Staatssekretär werden. In: mz.de. 14. Dezember 2003, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Mitteldeutsche Zeitung: Extra: SPD benennt Staatssekretäre. In: mz.de. 18. April 2006, abgerufen am 8. Dezember 2025.