Robert Murase

Robert Kazuo Murase (* 9. September 1938 in San Francisco, Kalifornien; † 19. Juli 2005 in Portland, Oregon) war ein US-amerikanischer Landschaftsarchitekt japanischer Herkunft und Angehöriger der dritten japanisch-amerikanischen Generation in den Vereinigten Staaten (Sansei). Er war überwiegend im pazifischen Nordwesten der Vereinigten Staaten tätig.[1]

Leben

Robert Kazuo Murase wurde 1938 in San Francisco geboren. Im Jahr 1942 wurde er im Alter von drei Jahren gemeinsam mit seinen Eltern und Großeltern zunächst im Tanforan Assembly Center und anschließend im Topaz War Relocation Center in Utah interniert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte die Familie nach San Francisco zurück. Während seiner Schulzeit arbeitete Murase im Unternehmen seines Onkels, der als Landschaftsbauunternehmer tätig war, und erwarb dort praktische Kenntnisse auf diesem Gebiet. Anschließend studierte er Landschaftsarchitektur an der University of California in Berkeley. 1963 schloss er sein Studium mit einem Master of Landscape Architecture (M.L.A.) ab. Danach absolvierte er ein Praktikum bei Lawrence Halprin & Associates. 1965 trat er in das Büro Royston, Hanamoto, Mayes und Beck in San Francisco ein. 1967 verlagerte er seinen beruflichen Schwerpunkt nach Japan, wo er nahezu zehn Jahre tätig war. Er führte Forschungsarbeiten an der Kyoto University durch und war an Gestaltungsprojekten beteiligt, darunter am Aichi Green Center sowie am Garten eines buddhistischen Tempels der Myodo Kyo Kai. In den frühen 1980er-Jahren lehrte er drei Jahre lang Landschaftsarchitektur an der University of Oregon. Nach einer Tätigkeit in einem Büro in Portland gründete er 1982 sein eigenes Unternehmen, Murase Associates.[2] 1987 eröffnete das Unternehmen eine weitere Niederlassung in Seattle.[1]

Robert Murases Arbeiten wurden in Fachzeitschriften und Büchern in den Vereinigten Staaten, Europa und Japan veröffentlicht. Murase war Fellow der American Society of Landscape Architects (ASLA) (Ernennung 1994). Er hat Projekte in den USA, Japan, im Pazifikraum und in der Karibik realisiert. Zudem wirkte er an der Publikation Touching the Stones mit, die hundert Jahre japanisch-amerikanischer Geschichte darstellt und auf seinem Entwurf der Japanese American Historical Plaza im Tom McCall Waterfront Park in Portland basiert. Robert Murase starb am 19. Juli 2005 im Alter von 66 Jahren in Portland, Oregon.[1]

Werk (Auswahl)

  • Astoria Waterfront Redevelopment, Astoria, Oregon.
  • Esther Short Park in Vancouver.
  • Garden of Remembrance in der Innenstadt von Seattle.
  • Goose Hollow/SW Jefferson St MAX Light Rail Station in Portland, Oregon.
  • Japanese American Historical Plaza, Portland, Oregon.
  • Das Japanese American National Museum in Los Angeles.
  • Murase Plaza im Wilsonville Memorial Park, Wilsonville, Oregon.
  • OMSI's Bioswales, Portland, Oregon.
  • Vorplatz des Oregon Convention Center, Portland, Oregon.
  • Pier 69, Hauptsitz des Hafens von Seattle.
  • St. Croix National Scenic Riverway in Wisconsin.
  • Sumitomo Museum in Kyoto, Japan.
  • Die Landschaft des Sunset Transit Centers in der Nähe von Portland, Oregon.
  • Town Center Park, Wilsonville, Oregon.
  • Willamette River Water Treatment Plant Park, Wilsonville, Oregon.
  • Yashiro Japanese Garden, Olympia, Washington.

Eine großformatige Stein- und Wasserinstallation ziert die internationale Ankunftshalle des Südterminals des Seattle-Tacoma International Airport.

Literatur

  • Charles E. Brown: Robert Murase, 66, noted landscape architect. Seattle Times, 23. Juli 2005.
  • Michael Leccese: Robert Murase: Stone and Water. Spacemaker Press, Washington, D.C. 1997.
  • Mark Sherman, George Katagiri (Hrsg.): Touching the Stones: Tracing One Hundred Years of Japanese American History. Oregon Nikkei Endowment, Portland 1994.

Einzelnachweise

  1. a b c Robert Murase | Densho Encyclopedia. Archiviert vom Original am 15. August 2025; abgerufen am 15. November 2025 (englisch).
  2. Home Temp. In: MURASE. Abgerufen am 15. November 2025 (amerikanisches Englisch).