Richard-Wagner-Straße 24 (Weimar)
Das Haus Richard-Wagner-Straße 24 in Weimar ist ein mehrgeschossiges Mietshaus.
Geschichte
Zur Bauzeit hieß die Richard-Wagner-Straße Grunstedter Straße.[1] Das Gebäude wurde 1900/01 nach einem Entwurf des Bauassistenten Richard Gang im Auftrag des Rentiers August Schmidt erbaut. Das giebelständige, um die Breite des Vorgartens von der Straßenflucht zurückgesetzte Wohnhaus mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach ist mit seinen drei Etagen um ein Stockwerk höher als die zweigeschossige Bebauung der Nachbarschaft. Wie im zeitgenössischen Mietshaus üblich, bestehen die Obergeschosse aus Holzfachwerk mit Vorlagemauerwerk, während Keller- und Erdgeschoss aus Bruch- oder Backstein gefügt sind. Die Putzfassaden sind durch Gesimse, Eckquader und unterschiedlich gestaltete Fenstergewände im Neorenaissancestil gegliedert. Die Mitte der dreiachsigen Straßenfassade besitzt einen Vorbau mit Austritt. Das Giebelfeld aus Sichtfachwerk wird durch weit vorgezogene Ortgänge und die Traufe des Krüppelwalmdachs geschützt. Der Hauseingang befindet sich auf der Nordseite. Aus der Erbauungszeit sind die Raumdisposition und die wandfeste Ausstattung erhalten. Zu letzterer gehören u. a. die Haus-, Wohnungs- und Zimmertüren. Die zweiläufige Podesttreppe ist im Gegensatz zu der in Weimar üblichen Art in Stein gesetzt.[2] In diesem Hause wohnte der Innenarchitekt Arthur Schmidt.[3] Auch für den Kunstmaler Paul Dobe und den Bildhauer Fritz Basista verzeichnet das Weimarer Adressbuch u. a. von 1916 einen Eintrag.[4]
Einzelnachweise
- ↑ Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 114. ISBN 978-3-939399-49-0
- ↑ Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 799 f.
- ↑ Die Werkkunst: Zeitschrift des Vereins für deutsches Kunstgewerbe, Bd. 3, Berlin 1908, S. 8.
- ↑ Weimarer Adressbuch, Abt. V, 1916, S. 218.
Koordinaten: 50° 58′ 28″ N, 11° 19′ 6,5″ O