Remstaltraufbucht
Lage der Remstaltraufbucht |
Die Remstaltraufbucht ist ein naturräumlicher Teilbereich im unteren Remstal in Baden-Württemberg. Sie stellt einen geodynamisch entstandenen Stufenrandtrichter der Rems dar und liegt zwischen den Berglen im Norden und dem Schurwald im Süden.[1]
Geographie
Die Remstaltraufbucht wird geologisch vor allem durch den Gipskeuper geprägt, der hier die geologische Basis bildet. Charakteristisch ist ihre sanft bis hügelig ausgeformte Morphologie. Innerhalb der Remstaltraufbucht hat sich der Beibach in Gipskeuper-, Schuttdecken- sowie Löss- und Lösslehmschichten eingeschnitten und ein ausgeprägtes Kerbsohlental ausgebildet, das nach Nordosten zur Rems hin verläuft.
In der Aue des Beibachs sowie in flachen Geländemulden um die Hangweide wurden holozäne Abschwemmmassen abgelagert. Die Talflanken flachen im nordöstlichen Bereich linksseitig deutlich ab, während sie rechtsseitig ihre Höhe weitgehend beibehalten.
Die tektonische Schichtaufwölbung ist deutlich geringer ausgeprägt als beispielsweise bei der Backnanger Bucht.[2]
An den Randbereichen, wie beispielsweise in Stetten befinden sich an den Keuperhängen zahlreiche Weinlagen.[3]
Ein kleinerer Gebietsanteil des Landschaftsschutzgebietes Kappelberg, Kernen, Haldenbach-, Strümpfelbach- und Beutelsbachtal mit angrenzenden Höhen liegt in der Remstaltraufbucht.
Naturräumliche Zuordnung
Der Naturraum Remstaltraufbucht (123.22) gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Neckar- und Tauber-Gäuplatten (Nr. 12), in der Haupteinheit Neckarbecken (123) und in der Untereinheit Waiblinger Bucht (123.2).
Böden
Entlang der Aue des Beibachs sowie in Geländesenken treten überwiegend Pseudogley- und Gley-Kolluvium-Böden auf. Weitere bodenkundliche Einheiten sind:
- Pelosol und Braunerde-Pelosol auf Gipskeuper
- Parabraunerde, Pseudogley-Parabraunerde und Braunerde auf Schuttdecken
- Parabraunerde auf Löss bzw. Lösslehm
Klima
Die Jahresdurchschnittstemperatur in der Remstaltraufbucht liegt bei etwa 8–9 °C. Der mittlere Jahresniederschlag beträgt rund 750–800 mm.
Einzelnachweise
- ↑ Pfäffle: Neuausweisung des Landschaftsschutzgebietes „Kappelberg, Kernen, Haldenbach-, Strümpfelbach- und Beutelsbachtal mit angrenzenden Höhen“ auf dem Gebiet der Städte Fellbach und Weinstadt sowie der Gemeinde Kernen i. R. (SGB-Nr. 1.19.015). Amt für Umweltschutz, Landratsamt Rems-Murr-Kreis, 7. Oktober 2020, abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ Neckarbecken. In: LGBRwissen. Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Regierungspräsidium Freiburg, abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ GESCHICHTE. Abgerufen am 22. Dezember 2025.
Koordinaten: 48° 48′ 5″ N, 9° 19′ 51″ O