Reiner Föhrenbach
Reiner Alfred Emil Föhrenbach (* 5. März 1949 in Köln) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Sportwissenschaftler.
Leben
Reiner Föhrenbach ist der Sohn des 1948 an Kinderlähmung gestorbenen Leichtathleten Rainer Hendrichs, der bei den Deutschen Meisterschaften 1947 Zweiter im 110-Meter-Hürdenlauf war. Den Nachnamen Föhrenbach erhielt Reiner 1952 durch die zweite Ehe seiner Mutter.[1]
Föhrenbach besuchte das Max-Planck-Gymnasium in Groß-Umstadt. Danach studierte er an der TH Darmstadt und an der Deutschen Sporthochschule Köln und promovierte als Sportwissenschaftler mit den Schwerpunkten Sportmedizin und Trainingslehre. 1994 gründete er das Institut für Sportdiagnostik in Offenbach. Als Leistungsdiagnostiker war er lange Zeit am Olympiastützpunkt Frankfurt-Rhein-Main tätig.[2]
Sportliche Karriere
Föhrenbach war von 1965 bis 1972 beim ASC Darmstadt und ab 1973 beim SV Bayer 04 Leverkusen. Seine beste Einzelplatzierung bei Deutschen Meisterschaften war der dritte Platz im 800-Meter-Lauf bei den Deutschen Meisterschaften 1970 in Berlin.[3] In der Halle war er 1969 in Dortmund Dritter und 1970 in Berlin Zweiter über 800 Meter.[4] Bei den Deutschen Meisterschaften 1969 in Düsseldorf siegte die 4-mal-400-Meter-Staffel des ASC Darmstadt mit Dirk von Maltitz, Volkhard Müller, Reiner Föhrenbach und Gerhard Hennige. Sieben Jahre später gewann die Leverkusener Staffel in der Besetzung Günter Karge, Reiner Föhrenbach, Franz-Peter Hofmeister und Bernd Herrmann.[5] Bei den Deutschen Meisterschaften 1973 in Hannover gewann die Leverkusener 4-mal-800-Meter-Staffel mit Treiber, Joachim Strauß, Reiner Föhrenbach und Ulrich Reich.[6]
Föhrenbach trat mehrfach im Nationaltrikot an. Bei den Europameisterschaften 1971 in Helsinki schied er im Vorlauf über 800 Meter als Fünfter aus, nur die ersten vier Läufer jedes Vorlaufs erreichten das Halbfinale.[7]
Bestleistungen
(nach Amrhein)
- 400 Meter: 47,6 Sekunden, 24. August 1968 in Köln
- 800 Meter: 1:46,8 Minuten, 9. August 1970 in Berlin
- 400 Meter Hürden: 51,33 Sekunden, 6. Juni 1976 in Dortmund
Literatur
- Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft, Seite 286
Weblinks
- Reiner Föhrenbach in der Datenbank von World Athletics (englisch)
Fußnoten
- ↑ Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft, Seite 438, Artikel zu Hendrichs.
- ↑ Reiner Föhrenbach bei kardiologiekarben.de
- ↑ Deutsche Meister im 800-Meter-Lauf bei sport-komplett.de
- ↑ Deutsche Hallenmeister im 800-Meter-Lauf bei sport-komplett.de
- ↑ Staffelmeister bei sport-komplett.de
- ↑ Deutsche Meister in den Langstaffeln bei sport-komplett.de
- ↑ 800-Meter-Lauf 1971 bei sport-komplett.de