Ramsau (Reichertsheim)
Ramsau Gemeinde Reichertsheim
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| Koordinaten: | 48° 10′ N, 12° 14′ O |
| Postleitzahl: | 84437 |
| Vorwahl: | 08072 |
Das Pfarrdorf Ramsau ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Reichertsheim im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.
Geschichte
Das Kloster im Ort wurde 1412 durch Jörg von Fraunberg, den Besitzer der Herrschaft Haag gegründet. Die Reformation in der nunmehrigen Reichsgrafschaft Haag unter Graf Ladislaus von Fraunberg (1505–1566) führte dazu, dass die Augustiner ihr Kloster aufgaben. Erst mit dem Übergang Haags an die bayerischen Wittelsbacher 1567 wurde das Kloster wieder hergestellt. 1593 zogen im Kloster wieder zwei Patres ein, die in Ramsau als Seelsorger tätig wurden.[1]
Die heutige katholische Pfarrkirche wurde 1628/29 als Loretokapelle erbaut, eine lange Zeit viel besuchte Wallfahrtsstätte. Der Komponist Theodor Grünberger (1756–1820) schuf als Mönch im Kloster Ramsau einen Großteil seiner bedeutendsten Werke. Das Kloster wurde 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Klostergebäude kamen zunächst in Privatbesitz.
Im Zuge der Gemeindebildung in Bayern nach dem Zweiten Gemeindeedikt kam Ramsau zur Gemeinde Reichertsheim. 1899 errichteten Franziskanerinnen in den Gebäuden ein Waisenhaus (Kinderheim St. Joseph). Seit 1996 sind im Kloster Wohngemeinschaften mit 40 Wohnplätzen für geistig Behinderte untergebracht (Stiftung Ecksberg).
Baudenkmal
Der Südflügel des Klosters Ramsau ist erhalten, ein dreigeschossiger barocker Walmdachtrakt, im Kern 1731, modernisiert und erweitert.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Ramsau (Reichertsheim), Basisdaten in der Datenbank Klöster in Bayern im Haus der Bayerischen Geschichte
- ↑ Denkmalliste für Reichertsheim (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege